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Tambellini will in diesem Jahrtausend als erster NL-Crack mindestens sieben Viertelfinal-Tore erzielen

Der Kanadier mit einer aussergewöhnlich starken Torquote, die historische Ausmasse annehmen könnte

Eine der bislang grössten Figuren in den Playoff-Viertelfinals trägt das Trikot des HC Davos. Adam Tambellini hat in der Serie gegen den EV Zug gleich zwei Hattricks in Folge geschafft, womit der Kanadier in der Offensive der Bündner der grosse Erfolgsgarant ist. 

Der 30-Jährige, der bereits in der Regular Season zum Topscorer seines Teams avancierte, steht damit bereits bei sechs Playoff-Toren. Er ist damit der torgefährlichste Spieler in den Viertelfinals, kommt doch der zweitbeste Goalgetter auf bislang vier Tore. Es ist Théo Rochette vom Lausanne HC, der bereits ein Spiel mehr absolviert hat als Tambellini. 

Wie aussergewöhnlich gut die aktuelle Torquote des HCD-Torjägers ist, zeigt auch ein Blick auf die Vergangenheit. Wir wollen euch nämlich einmal aufzeigen, wie viele Treffer in den letzten 16 Jahren seit der Saison 2008/09 der jeweils beste Torschütze in den Playoffs erzielen konnte. 

Saison 2023/24: Derek Grant (ZSC Lions) - 9 Tore

In der letzten Saison war ZSC-Stürmer Derek Grant der beste Goalgetter in den Playoffs. In insgesamt 15 Partien trug er neun Treffer zum Meistertitel der Zürcher bei. Nach den Viertelfinals hatte der US-Amerikaner vier Tore auf seinem Konto und damit zwei weniger als Tambellini. Der Kanadier wäre mit seiner bisherigen Ausbeute von sechs Treffern übrigens in der letzten Saison auf dem geteilten zweiten Rang in der Torjägerliste gelandet. Übrigens war in der letzten Spielzeit Dario Simion (EV Zug) nach den Viertelfinals der treffsicherste Spieler, gelangen ihm doch fünf Tore aus sieben Partien.

Saison 2022/23: Toni Rajala (EHC Biel-Bienne) - 10 Tore

In jener Spielzeit verpasste der EHC Biel den Meistertitel nur knapp, musste man sich letztlich im Finale in sieben Spielen Genève-Servette HC geschlagen geben. Auch Toni Rajala konnte daran nichts ändern, obwohl der Finne mit satten zehn Toren (aus 17 Spielen) der beste Torschütze in den Playoffs war. Alleine im Viertelfinale gelangen ihm vier Treffer, womit er zusammen mit vier anderen Spielern der beste Goalgetter in der Runde der letzten Acht war. 

Saison 2021/22: Denis Malgin (ZSC Lions) - 9 Tore 

Vor drei Jahren durfte sich mit Denis Malgin ein Schweizer darüber freuen, der beste Torjäger in den Playoffs gewesen zu sein. Dem ZSC-Star gelangen neun Treffer aus 17 Partien, wobei er erst nach den Viertelfinals richtig aufdrehen konnte, gelangen ihm dort doch nur zwei Tore. Unter anderem ein Andres Ambühl war zusammen mit vier anderen Spielern mit vier Treffern der treffsicherste Akteur in den Viertelfinal-Partien. 

Saison 2020/21: Dario Simion (EV Zug) - 9 Tore

Beim erst zweiten Zuger Meistertitel der Vereinsgeschichte avancierte Dario Simion zu einer Schlüsselfigur beim Team von Dan Tangnes. Der Schweizer Nati-Stürmer erzielte in den Playoffs neun Tore aus 13 Spielen und war damit der beste Goalgetter in der heissesten Phase der Hockeysaison. In den Viertelfinals legte er dafür bereits den Ursprung, als ihm in sechs Partien fünf Tore gelangen, womit er bereits dort der torgefährlichste Spieler der NL war. 

Saison 2018/19: Lino Martschini (EV Zug) und Mark Arcobello (SC Bern) - je 7 Tore

Die Playoffs der Saison 2019/20 fielen aufgrund der grassierenden Corona-Pandemie ins Wasser, doch ein Jahr zuvor konnte die wichtigste Phase der National League wie gewohnt durchgeführt werden. In der Spielzeit 2018/19 teilten sich zwei Spieler den Titel des besten Playoff-Goalgetters, wobei Lino Martschini für seine sieben Tore nur 14 Partien brauchte, während Mark Arcobello auf 18 Playoff-Spiele kam. In den Viertelfinals trafen die beiden je dreimal und mit Joël Vermin und Dustin Jeffrey waren zwei damalige Lausanner mit je fünf Toren die besten Viertelfinal-Goalgetter. 

Saison 2017/18: Grégory Hofmann (HC Lugano) - 14 Tore 

Die meisten Playoff-Tore von einem einzelnen Spieler seit der Jahrtausendwende gelangen in der Saison 2017/18 Grégory Hofmann. Damals trug der heutige EVZ-Crack noch das Trikot des HC Lugano und er trumpfte mit seinen 14 Toren aus 18 Partien ganz gross auf. Im Viertelfinale gelangen dem Schweizer Sniper sechs Treffer und bei dieser Zahl steht bekanntlich auch Adam Tambellini, weswegen man definitiv behaupten kann, dass sich der Kanadier auf dem Weg befindet, zumindest in die Nähe der historischen Marke zu kommen, die Hofmann damals aufgestellt hat. 

Saison 2016/17: David McIntyre (EV Zug) - 11 Tore

In jener Saison krallte sich einmal mehr ein Zug-Akteur den Goalgetter-Titel in den Playoffs, gelangen David McIntyre elf Tore aus 16 Partien. Im Viertelfinale trug er sich bereits sechsmal in die Torschützenliste ein, wobei er dafür nur gerade vier Spiele benötigte. Sollte der HCD ohne einen Treffer von Tambellini in Spiel 4 den Sack zumachen, wäre der Kanadier gleichauf mit dem damaligen Zug-Stürmer. 

Saison 2015/16: Tony Martensson (HC Lugano) - 8 Tore

In der Spielzeit 2015/16 reichten acht Tore in den Playoffs aus, um sich zum besten Schützen krönen lassen zu können. Tony Martensson erzielte jene Treffer in insgesamt 15 Partien und im Viertelfinale gelangen ihm damals drei Treffer. Perttu Lindgren im Trikot des HCD war in jener Phase der Saison mit vier Toren noch leicht erfolgreicher. 

Saison 2014/15: Matt D'Agostini (Genève-Servette HC) - 7 Tore

Der ehemalige Genf-Import Matt D'Agostini war in den Playoffs vor zehn Jahren der erfolgreichste Goalgetter. Dem Kanadier gelangen sieben Treffer aus zwölf Partien, wobei er vier davon in den Viertelfinals erzielen konnte. Pär Arlbrandt vom EHC Biel schoss damals in der Runde der letzten Acht sogar fünf Treffer. 

Saison 2013/14: Ryan Keller (ZSC Lions) - 11 Tore

Eine zweistellige Torausbeute in den Playoffs konnte Ryan Keller in der Saison 2013/14 vorweisen. Der ehemalige ZSC-Crack erzielte elf Treffer aus 18 Spielen, womit er natürlich einen grossen Anteil am Schweizer Meistertitel hatte. Im Viertelfinale gelangen ihm drei Tore, während Julien Sprunger (HCFG) und Dario Bürgler (HCD) mit je fünf Treffern etwas erfolgreicher waren. 

Saison 2012/13: Martin Plüss (SC Bern) und Simon Gamache (HC Fribourg-Gottéron) - je 10 Tore

Vor zwölf Jahren gab es gleich zwei torgefährliche Spieler, die sich den Titel des besten Playoff-Goalgetters teilen durften. Simon Gamache benötigte jedoch nur 18 Spiele für seine zehn Treffer und damit zwei weniger als Martin Plüss. Im Viertelfinale hatte Gamache noch die Nase vorne, erzielte er sechs Treffer (in sieben Spielen), während Plüss nur auf zwei Tore kam und ab dem Halbfinale richtig Gas gab. 

Saison 2011/12: Patrik Bärtschi (ZSC Lions) - 9 Tore

In jener Spielzeit war der damalige ZSC-Stürmer Patrik Bärtschi der torgefährlichste Spieler während der Playoffs. Dem heutigen SCB-Sportchef gelangen neun Treffer aus 15 Spielen und etwas weniger die Hälfte davon, nämlich vier an der Zahl, schoss er in seinen vier Viertelfinal-Partien. Das EVZ-Duo Josh Holden und Glen Metropolit hatte in den Viertelfinals sogar noch einen Treffer mehr auf dem Konto als Bärtschi. 

Saison 2010/11: Petr Taticek (HC Davos) und Corsin Casutt (EV Zug) - je 7 Tore

Mit je sieben Treffern teilten sich vor 14 Jahren Petr Taticek und Corsin Casutt die Torjägerkanone der National League. Der damalige HCD-Crack benötigte dafür 14 Partien, während der Ex-EVZ-Spieler sogar nur zehn Partien dafür brauchte. Im Viertelfinale hatte Casutt mit seinen fünf Toren noch die Nase vorne, während Taticek zu jenem Zeitpunkt nur mit einem Treffer dastand. 

Saison 2009/10: Tony Salmelainen (Genève-Servette HC) - 12 Tore

Nach Grégory Hofmann und seiner Fabelsaison 2017/18 hat Tony Salmelainen vor 15 Jahren die zweitbesten Playoffs gezeigt, wenn es um die reine Anzahl an erzielten Toren geht. Der Finne brillierte damals mit seinen insgesamt zwölf Toren aus 18 Partien und die Hälfte davon gelangen ihm in den insgesamt sieben Spielen im Viertelfinale. Eine Zahl, die Adam Tambellini ebenfalls bereits auf seinem Konto hat und dafür sogar nur drei Spiele benötigte. 

Saison 2008/09: Michel Riesen (HC Davos) - 9 Tore 

Die letzte Saison, die wir in diesem Artikel etwas genauer unter die Lupe nehmen, ist die Spielzeit 2008/09. Damals avancierte Michel Riesen mit neun Toren zum torgefährlichsten Akteur in den Playoffs. Die HCD-Legende benötigte dafür 21 Spiele und im Viertelfinale war er viermal erfolgreich. Mit Julien Sprunger (HCFG) und Peter Guggisberg (HCD) trafen zwei Spieler in der Runde der letzten Acht noch einmal mehr. 

Eine Auflistung der weiteren besten Playoff-Goalgetter bis und mit der Saison 1999/00

Adam Tambellini Corsin Casutt Damian Möschinger Dario Simion David McIntyre Denis Malgin Derek Grant Eishockey EV Zug Genève-Servette HC Grégory Hofmann HC Davos HC Fribourg-Gottéron HC Lugano Lino Martschini Mark Arcobello Martin Plüss Matt D'Agostini Michel Riesen National League Patrik Bärtschi SC Bern Simon Gamache sport.ch Toni Rajala ZSC Lions

2025-03-20 12:00:47