




























































































EHC Kloten vs. SCL Tigers in der National League. Den Spielbericht zur Partie gibt es hier.
Kloten versuchte in den ersten Minuten klar, das Zepter zu übernehmen und das Spiel zu dominieren. Mit aggressivem Forechecking setzten die Flughafenstädter den Gegner früh unter Druck und liessen kaum Raum zur Entfaltung. Die Hausherren kamen immer wieder zum Abschluss, doch trotz einiger Unsicherheiten bei Boltshauser gelang es den Klotenern nicht, die 2-Tore-Hypothek zu verringern. Langnau fokussierte sich darauf, kompakt zu starten und keinen frühen Gegentreffer zu kassieren. Der erste Torschuss der Tigers liess bis zur 11. Minute auf sich warten – Waeber hatte jedoch keine Probleme mit dem Schuss von Julian Schmutz. In der 16. Minute musste Saarijärvi als erster Spieler für 2 Minuten in die Kühlbox, doch auch im Powerplay konnte Kloten nicht punkten. So gingen wir mit einem torlosen 0:0 in die erste Drittelspause.
Auch zu Beginn des Mitteldrittels setzen die Flughafenstädter ihr aufdringliches Spiel fort, gepaart mit viel Effort nach vorne. Bereits drei Zeigerumdrehungen nach Wiederbeginn belohnte sich die Marjamäki-Truppe für den Aufwand: Meyer erwischte Boltshauser aus spitzem Winkel zwischen den Beinen, sodass der Langnau-Goalie den Puck unglücklich ins eigene Tor lenkte. Nur kurz nach dem 1:0 krachte es dann an der Bande zwischen Kristof und Morley. Nach einem Check von Morley blieb Kristof auf dem Eis liegen und musste, gestützt von zwei Personen, das Eis in Richtung Kabine verlassen. Die Schiedsrichter entschieden jedoch, dass dem Kanadier keine böse Absicht unterstellt werden konnte, und schickten ihn lediglich für Beinstellen für zwei Minuten auf die Strafbank. Unbeindruckt von der Unterzahl, die Langnau nicht ausnutzen konnte, setzte Kloten weiterhin nach. In der 28. Minute war man dem 2:0 schon sehr nahe, doch Meyer hämmerte das Hartgummi nur an den Querbalken. Sechs Minuten später klappte es dann in Überzahl: Ojamäki hatte alle Zeit der Welt, zog mit einem kräftigen Handgelenkschuss ab, der von einem Langnauer noch entscheidend abgelenkt wurde und schliesslich im Netz landete. Die Hypothek aus dem Hinspiel war ausgeglichen, und uns stand ein offenes und spannendes Schlussdrittel bevor!
Die letzten 20 Minuten starteten mit einem Paukenschlag! Morley schickte Ojamäki auf die Reise, der allein auf Boltshauser zustürmte. Doch Riikola war ihm dicht auf den Fersen und trennte den Finnen mit einer starken Defensivaktion vom Puck – das hätte gut und gerne das frühe Tor zum 3:0 sein können. In der Folge wurde das Spiel ruppiger und umkämpfter – beide Teams wussten genau, was auf dem Spiel stand und was mit einem Sieg heute zu erreichen wäre. Während Kloten ihrerseits eine Strafe gegen Malone ungenutzt verstreichen liess, nahmen die Tigers auf der Gegenseite das Geschenk an. Während Audette noch in der Kühlbox sass, brachte Saarijärvi mit einem Traumtor Langnau wieder auf Kurs. Der Finne liess zuerst mit einer tollen Finte Morley ins Leere laufen und hämmerte dann den Puck wuchtig in die Maschen. Der EHCK warf daraufhin in den Schlussminuten nochmals alles nach vorne – Marjamäki zog sogar noch seinen Goalie, doch das dritte Tor wollte dem Heimteam nicht mehr gelingen.
Damit löst Langnau zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte das Playoff-Ticket und spielt zum ersten Mal seit 2018/2019 wieder in den Playoffs. Kloten muss nun gegen den Sieger aus Ambri/Lakers ran – erst nach diesen Spielen sind dann die Paarungen für die Viertelfinals klar.
Vili Saarijärvi (SCL Tigers): Wie oft gelingt es einem Spieler, mit einem Traumtor den eigenen Verein in die Playoffs zu schiessen? Wahrscheinlich nicht allzu oft. Aus diesem Grund wählen wir hier den Finnen, der in gewisser Weise auch für die abwesenden Saarela und Rohrbach einspringt.
Ludovic Waeber (EHC Kloten): Wir wählen hier Waeber, nicht aufgrund einer besonders schlechten Leistung, sondern wegen der Umstände. Er hält seinen Kasten 47 Minuten sauber, bevor er eine unhaltbare Kiste von Saarijärvi kassierte – ein Treffer, den dieser wohl nicht noch einmal erzielen wird. Für einen Goalie ein bitterer Abend, denn an ihm, hat es heute nicht gelegen.
In der 23. Minute führte der EHC Kloten mit 1:0, als Tyler Morley für einen als Beinstellen gewerteten Check auf die Strafbank musste. Michal Kristof blieb nach dem Treffer verletzt liegen und konnte nur mit Unterstützung das Eis verlassen. Durch das unglückliche Klemmen seines Knies an der Bande war die Szene besonders schmerzhaft für den Slowaken. Doch zum Glück kehrte Kristof noch im Mitteldrittel aufs Eis zurück.