Während auf Schweizer Eis zahlreiche Import-Spieler für Furore sorgten, gab es unter den 14 Topscorern auch drei Schweizer Vertreter. Wir werfen einen Blick auf die Top-Trios mit Schweizer Lizenz jedes Teams der National League nach der Regular Season.
Hinweis: Für das Ranking wurde die Scoringausbeute der drei besten Spieler mit Schweizer Lizenz je Team berücksichtigt.
Ein möglicher Grund für das schlechte Abschneiden des HC Ajoie in dieser Saison war unter anderem das miserable Abschneiden der Schweizer Fraktion. Zusammengerechnet kamen die besten drei Spieler mit Schweizer Lizenz auf lediglich 30 Scorerpunkte, wobei Marco Pedretti mit sechs Toren und ebenso vielen Assists aus 50 Spielen noch der beste Schweizer Scorer des Teams war. Zum Vergleich: Ajoie-Topscorer Julius Nättinen kam auf 52 Scorerpunkte und holte somit mehr als doppelt so viele Punkte wie das Schweizer Spitzentrio des Teams.
Das Team mit den zweitwenigsten Scorerpunkten der besten drei Spieler mit Schweizer Lizenzen ist der EHC Kloten. In der Flughafenstadt kommen Mischa Ramel (27), Dario Meyer (24) und Rafael Meier (14) zusammen auf 65 Scorerpunkte. Ramel war nach der regulären Spielzeit der fünftbeste Scorer und stach dabei mit elf Toren als drittbester Torschütze der Klotener heraus.
Die Punkteverteilung beim HC Ambri-Piotta sieht wie folgt aus: Die ersten fünf Spieler sind allesamt Import-Spieler, die Plätze sechs bis zehn werden jedoch von Spielern mit Schweizer Lizenz belegt. Die drei Besten davon kommen zusammen auf 66 Scorerpunkte. Sowohl Manix Landry als auch Inti Pestoni und André Heim kamen auf über 20 Scorerpunkte. Mit 14 Toren war Manix Landry der drittbeste Torschütze von Ambri. Der US-Kanadier verfügt über eine Schweizer Lizenz.

Lange Zeit strauchelten die Drachen, ehe der Umschwung durch Lars Leuenberger eingeleitet wurde. Die magere Ausbeute der Saanestädter lässt sich ein Stück weit dadurch erklären, dass der wohl begabteste Schweizer Spieler Christoph Bertschy (25 SP.) teilweise Formschwankung durchlebte. So gab es eine Zeit, in welcher der Schweizer Natispieler gleich sechs Spiele in Folge weder einen Treffer erzielen noch eine Vorlage liefern konnte. Sandro Schmid (24 SP.) liegt mit einem Zähler weniger direkt hinter Bertschy, verpasste jedoch sieben Spiele. Und der drittbeste Scorer war HCFG-Oldie Julien Sprunger, der im Alter von 39 Jahren trotzdem noch beachtliche 23 Scorerpunkte vorweisen kann. Insgesamt produzierten die Schweizer Spieler jedoch vergleichsweise wenig. Gerade mal vier Spieler können überhaupt mehr als zehn Punkte sammeln.
Das Schweizer Trio beim HCD schafft es knapp in die Top-Zehn. Der überragende Schweizer war dabei Natispieler Enzo Corvi, welcher nach 27 Scorerpunkten von einer Verletzung ausgebremst wurde und nun die Playoffs verpassen wird. Aber auch Valentin Nussbaumer (25 SP.) und Tino Kessler (21 SP.) wussten zu überzeugen. Kessler war dabei der einzige Spieler, der zweistellig sowohl in der Anzahl Toren als auch Assists trumpfen konnte.

Platz Acht teilen sich der EHC Biel und der Genève-Servette HC, beide besten Trios mit Schweizer Lizenz kommen auf 74 Scorerpunkte. Während bei Biel Fabio Hofer mit 33 Zählern deutlich heraussticht und Nicolas Müller mit 14 Punkten eher leicht abfällt, verfügen die Genfer zwar über keine grossen Aushängeschilder, dafür aber über ein engeres Schweizerfeld.
Biel:
Servette:
Viel wurde über das herausragende Jahr von Dario Rohrbach berichtet, denn nicht nur empfahl sich der Stürmer für ein Nati-Engagement, sondern wurde mit 32 Scorerpunkten gleich Topscorer der Emmentaler. 12 Tore und 20 Assists verbuchte Rohrbach in der Regular Season. Dahinter leisteten auch Julian Schmutz (23 SP.) und Flavio Schmutz (21 SP.) einen erheblichen Beitrag zu Qualifikation zu den Play-Ins. Zusammen kommen die drei Schweizer auf 76 Scorerpunkte und schnitten somit in der Liga durchschnittlich ab.
Das erste Trio, welches die 80er-Marke knackt, kommt aus Lugano. Die Tessiner sind das zweite von drei Teams, welches neben den Tigers über einen Schweizer Topscorer verfügt. Teamintern war Luca Fazzini mit 39 Scorerpunkten der beste Scorer der Bianconeri. Mit 22 Toren liegt Fazzini auf dem geteilten vierten Rang der Torschützen der National League und ist unter den Schweizer Spielern gar derjenige mit den meisten Toren. An zweiter Stelle steht der letztjährige Topscorer Calvin Thürkauf. Seine Ausbeute schrumpfte aufgrund von einem längeren Verletzungsausfall von 60 auf 23 Scorerpunkte. Mit Santeri Alatalo findet erst der zweite Verteidiger neben Arno Nussbaumer (Ajoie) Erwähnung in dieser Liste. Der ehemalige Schweizer Nati-Verteidiger konnte 21 Scorerpunkte beisteuern.
Das Spitzentrio der Lakers kommt auf 84 Scorerpunkte, genau die Hälfte davon erzielte jedoch Tyler Moy alleine. Mit 15 Toren und 27 Assists war Moy der zweitbeste Schweizer Scorer der gesamten National League. Hinter Moy konnte Gian-Marco Wetter mit 25 Scorerpunkten auf sich aufmerksam machen. Der drittbeste Schweizer Scorer bei den Lakers war Nico Dünner mit 14 Punkten.
Die Scorerkrone unter den Spielern mit Schweizer Lizenz teilen sich Benjamin Baumgartner und Romain Loeffel. Beide Akteure kommen auf 35 Scorerpunkte, während dahinter Marco Lehmann mit 26 Scorerpunkten vor allem bis zu seinem Verletzungsausfall glänzen konnte. Der Schweizer Powerflügel war lange Zeit einer der besten Scorer der gesamten Liga, da Lehmann jedoch nur 32 Spiele absolvieren konnte, fiel der 25-Jährige in der Wertung zurück. Mit dem Schweizer Nati-Verteidiger Romain Loeffel verfügen die Berner über den achtbesten Schweizer und den einzigen Verteidiger unter den besten 29 Scorern der Liga.
Einen Punkt mehr als das Trio aus Bern holte sich der Schweizer Dreizack vom Qualifikationssieger. Damien Riat (37 SP.), Théo Rochette (31 SP.) und Jason Fuchs (29 SP.) schrammen zusammen hauchdünn an der 100-Punkte-Marke vorbei. Alle drei Akteure sind jedoch unter den 15 besten Schweizer Spieler der Liga, gemessen an der Scoringausbeute.

Genau 100 Scorerpunkte konnten Sven Andrighetto, Denis Malgin und Vinzenz Rohrer zusammen erreichen. Mit 39 Scorerpunkten von Andrighetto und 36 Scoringpunkten von Malgin landen die beiden Offensivmänner unter den Schweizer Spieler auf den Rängen Vier und Sechs. Im Punkteschnitt belegt Denis Malgin sogar den zweiten Rang, da er mit seinen 36 Zählern aus lediglich 39 Partien nahe an einem Punkt pro Spiel dran war (Punkteschnitt von 0,92).
Das beste Schweizer Spitzentrio kommt aus Zug und produzierte zusammen 105 Scorerpunkte. Mit 44 Punkten war Lino Martschini nicht nur einer von drei Schweizer Topscorern, sondern gleich auch der beste Schweizer Spieler der Regular Season überhaupt. 18 Tore und 26 Assists konnte sich der Flügelflitzer mit dem präzisen Schuss gutschreiben lassen. Dahinter brillierten jedoch auch Gregory Hofmann mit 33 und Sommerneuzugang Mike Künzle mit 28 Scorerpunkten.
Benjamin Baumgartner Christoph Bertschy Cyrill Brandenberg Damien Riat Dario Rohrbach EHC Biel-Bienne EHC Kloten Eishockey Enzo Corvi EV Zug Fabio Hofer Genève-Servette HC HC Ajoie HC Ambri-Piotta HC Davos HC Fribourg-Gottéron HC Lugano Lausanne HC Lino Martschini Luca Fazzini Manix Landry Marco Pedretti Mischa Ramel National League SC Bern SC Rapperswil-Jona Lakers SCL Tigers Sven Andrighetto Tyler Moy Vincent Praplan ZSC Lions