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Nicht nur Enzo Corvi wird im heissen Saisonendspurt der NL schmerzlichst vermisst

Der momentan bitterste Ausfall pro Team

Verletzungen gehören im Spitzensport zum Alltag dazu und dies ist auch in der National League nicht anders. Die Regular Season steuert auf die heisseste Phase der Saison zu und wir wollen euch in diesem Artikel einmal den derzeit schmerzhaftesten Ausfall pro NL-Team aufzeigen. 

Sämtliche Ausfälle der einzelnen National-League-Mannschaften könnt ihr hier im Medical Report anschauen. 

HC Ajoie: Jerry Turkulainen 

Für die Jurassier steht bereits fix fest, dass sie das Playout-Finale bestreiten müssen. Im Kampf um den Klassenerhalt wäre Jerry Turkulainen natürlich Gold wert gewesen, doch für ihn endete die Saison bereits im Dezember 2024. Bis zu jenem Zeitpunkt war der Finne der Topscorer der Liga, sammelte er doch in 30 Spielen satte 38 Scorerpunkte (neun Tore und 28 Assists). Seine offensiven Qualitäten werden beim HC Ajoie schmerzlichst vermisst. 

Genève-Servette HC: Noah Rod

Die Genfer spielen eine bislang sehr enttäuschende Saison, müsste man Stand jetzt sogar den Gang ins Playout-Finale antreten. Die Grenats müssen bereits die gesamte Saison auf ihren Captain verzichten, verletzte sich Noah Rod doch vor einem Jahr schwer an der Schulter. Jüngst musste er sich erneut operieren lassen, weswegen der 28-Jährige in dieser Saison definitiv nicht mehr zum Einsatz kommen kann. 

HC Lugano: Joren van Pottelberghe 

Dem HCL läuft es in dieser Saison ebenfalls nicht nach Wunsch, wobei unter Uwe Krupp eine Aufwärtstendenz zu sehen ist. Trotzdem dürfte es für die Bianconeri schwierig werden, noch den Einzug in die Play-Ins zu schaffen, müsste man wohl eher froh sein, wenn man den bitteren Gang ins Playout-Finale verhindern könnte. Einer, der in dieser entscheidenden Phase der Regular Season eine wichtige Rolle einnehmen könnte, steht dem HCL schon länger nicht zur Verfügung. Goalie Joren van Pottelberghe fehlt wegen einer Knöchelverletzung bereits seit Oktober und er dürfte frühestens ab März (und damit erst nach Ende der Regular Season) eine Option sein. 

SC Rapperswil-Jona Lakers: Jacob Larsson

Bei den Lakers sieht es bezüglich Verletzungen derzeit ziemlich gut aus, kann doch Headcoach Johan Lundskog praktisch auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Neuzugang Jacob Larsson wird in dieser Saison aber keine Option mehr sein, erlitt er doch Mitte Oktober eine Oberkörperverletzung, die ihn zu einer monatelangen Pause gezwungen hat. Der Schwede konnte deswegen nur gerade sechs NL-Spiele absolvieren (zwei Assists) und gar noch nicht richtig zeigen, was alles in ihm steckt. 

EHC Biel-Bienne: Gaëtan Haas 

Einen besonders bitteren Ausfall gibt es im Seeland zu verkraften, fehlt Captain und Schlüsselspieler Gaëtan Haas seiner Mannschaft schon seit Anfang Oktober. Eine Hirnerschütterung setzt ihn derzeit ausser Gefecht und es ist noch völlig offen, wann und ob der 33-Jährige in dieser Saison überhaupt nochmals zurückkehren kann. Im Kampf um die Play-In-Plätze wäre der Schweizer Nati-Spieler besonders wichtig für den EHC Biel, kann er an guten Tagen definitiv ein Unterschiedsspieler sein. 

HC Ambri-Piotta: Daniele Grassi

Auch beim HCAP muss der Captain derzeit von aussen zuschauen, ob die Teamkollegen die Qualifikation für die Play-Ins bewerkstelligen können. Daniele Grassi bestritt sein letztes Spiel Mitte Januar, wo er sich nach einem Bockversuch den Knöchel gebrochen hatte und wohl frühestens, falls überhaupt, in den Play-Ins eine Option sein könnte. Der 32-Jährige sammelte in dieser Regular Season zehn Scorerpunkte (vier Tore und sechs Assists) aus 38 Partien.  

SCL Tigers: Stéphane Charlin 

Einen besonders schwerwiegenden Ausfall müssen derzeit die SCL Tigers verkraften. Stéphane Charlin spielte bislang eine fantastische Saison und ist der statistisch gesehen beste Goalie der Liga. Der 24-Jährige weist eine überragende Fangquote von 94,6% auf, doch Anfang Februar kam es zum grossen Schockmoment. Im Spiel gegen den HC Lugano verletzte sich der Goalie derart schwer, dass er wohl frühestens Mitte März wieder ein Thema sein könnte. Sollten sich die SCL Tigers ohne ihn nicht für die Playoffs qualifizieren, dürfte er in dieser Spielzeit kaum mehr für die Emmentaler zum Einsatz kommen können und im Sommer folgt dann bekanntlich der Wechsel nach Genf. 

EHC Kloten: Ludovic Waeber

Auch Kloten muss im Strichkampf auf eine ganz wichtige Figur verzichten, verletzte sich doch Goalie Ludovic Waeber Ende Januar und kam seither nicht mehr zum Einsatz. Beim 28-Jährigen ist nicht bekannt, wann er genau zurückkehren wird, weswegen die Kloten-Fans noch darauf hoffen dürfen, ihn in dieser Saison wieder im Einsatz sehen zu können. Es ist aber eher nicht wahrscheinlich, dass der Keeper zum Ende der Regular Season wieder mit von der Partie sein wird. 

HC Fribourg-Gottéron: Mauro Dufner

Unter Headcoach Lars Leuenberger läuft es den Drachen deutlich besser als zuvor, schaffte es der Schweizer Coach sogar, dass sein Team derzeit über dem Strich auf Rang sechs steht und auf eine direkte Playoff-Teilnahme hoffen darf. Erleichternd kommt hinzu, dass der HCFG derzeit kaum Verletzungssorgen hat, gibt es mit Mauro Dufner nur einen Langzeitverletzten. Der Verteidiger, der vor allem für die Breite eine wertvolle Option hätte sein können, wird in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen können und dann die Saanestädter in Richtung Rapperswil verlassen. 

HC Davos: Enzo Corvi

Der Schweizer Rekordmeister im Eishockey musste in dieser Woche das vorzeitige Saisonende von Spielmacher Enzo Corvi bekannt geben. Wegen einer nicht genauer definierten Oberkörperverletzung, musste sich der Bündner einer Operation unterziehen lassen, weswegen er im weiteren Verlauf nicht mehr eingesetzt werden kann. Definitiv eine bittere Pille für den HC Davos, schliesslich ist der 32-Jährige mit seiner genialen Technik und seiner starken Übersicht eine wichtige Offensivwaffe. Enzo Corvi dürfte ausserdem besonders schmerzen, dass er nie mehr mit der lebenden Legende Andres Ambühl zusammenspielen kann, hat der Oldie doch seinen Rücktritt auf Ende Saison bekannt gegeben.

SC Bern: Lukas Klok

Bei den Bären sorgte zuletzt die Personalie von Dominik Kahun für Aufsehen, hat sich der Deutsche dazu entschlossen, seinen laufenden Vertrag in Bern aufzulösen und sich stattdessen Lausanne HC anzuschliessen. Auf ihn hätte Jussi Tapola in der entscheidenden Phase womöglich aber freiwillig verzichtet, was für Verteidiger Lukas Klok eher nicht gilt. Der Tscheche wusste seit seiner Ankunft Ende November definitiv zu gefallen, doch seit Ende Januar fehlt er wegen einer nicht bekannten Verletzung. Es ist auch völlig offen, wann der 29-Jährigen zurückkehren wird. Klar ist auf jeden Fall, dass der SCB ihn im Kampf um einen Top-4-Rang sehr gut gebrauchen könnte. 

EV Zug: Fabrice Herzog

Anfang Februar wurde bekannt, dass sich EVZ-Stürmer Fabrice Herzog wegen einer Oberkörperverletzung einer Operation unterziehen lassen musste. Die Konsequenz ist, dass der Schweizer Nati-Spieler dem Team von Dan Tangnes während mehrerer Wochen nicht zur Verfügung stehen wird. Dies könnte auch bedeuten, dass Fabrice Herzog den Start in die Playoffs verpassen könnte, was natürlich eine bittere Pille für den Verein wäre. Schliesslich wusste der 30-Jährige in den letzten Jahren besonders in den Playoffs zu gefallen, wo er jeweils zu den besten Scorern auf Zuger Seite gehörte. 

ZSC Lions: Denis Hollenstein

Der frisch gebackene CHL-Sieger kann derzeit auf eine volle Kapelle zählen, fällt doch lediglich Denis Hollenstein aus, wobei der Schweizer Routinier in dieser Saison auch nicht mehr zum Einsatz kommen kann. Wie es für den 35-Jährigen nach dessen Seuchensaison weitergehen wird, ist noch offen. Einen neuen ZSC-Vertrag hat der Schweizer Stürmer bislang noch nicht erhalten. 

Lausanne HC: Lawrence Pilut

Der aktuelle Tabellenführer der National League will in dieser Saison nach dem erstmaligen Meistertitel greifen. Einer, der bei der Mission Titeljagd extrem wertvoll wäre, steht den Lausannern bereits seit Anfang Saison nicht zur Verfügung. Verteidiger Lawrence Pilut war in der letzten Spielzeit vor allem während den Playoffs ein absoluter Garant und einer der Schlüsselspieler auf dem Weg ins Finale. Mit dem Schweden wäre der LHC in dieser Saison sogar noch gefährlicher gewesen, doch ein Achillessehnenriss hat dafür gesorgt, dass er die komplette Spielzeit sausen lassen musste. Interessant wird sein, ob sein auslaufender Vertrag in Lausanne trotzdem nochmals verlängert wird. 

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2025-02-21 16:00:41