Nur gerade vier Topscorer der letzten Saison sind wenige Runden vor dem Ende der Regular Season auf Kurs, ihre Auszeichnung zu verteidigen. Wir rücken nachfolgend die 14 NL-Topscorer der Saison 2023/24 in den Fokus und beleuchten ihre Leistungen in der aktuellen Spielzeit.
Ursprünglich wechselte Jonathan Ang im vergangenen Sommer vom EHC Kloten zum HC Ambri-Piotta. Im Tessin fand sich der Kanadier bereits früh auf dem Abstellgleis wieder. Mit dem Wechsel zum HV71 in die Svenska Hockeyligan vollzog der 27-Jährigen dann aber den für ihn genau richtigen Schritt. Als Teamkollege des Schweizer Youngsters Jamiro Reber blüht Ang so richtig auf. In 25 Spielen sammelte er bislang zehn Tore und 15 Assists. Den Schnitt von einem Punkt pro Spiel erreichte Ang gar beim EHC Kloten nicht ganz. Der Stürmer wurde Mitte Januar mit einer langfristigen Vertragsverlängerung bis 2028 für seine starken Leistungen belohnt.
Die Lücke nach dem Abgang von Jonathan Ang schloss der EHC Kloten mit dem Zugang von Daniel Audette. In der Flughafenstadt kommt der Nordamerikaner aber bislang nicht an seine Scoringwerte aus der Saison beim HC Ajoie heran. Fünf Tore und 19 Assists bringen Audette in Kloten nur den fünften Rang in der internen Scorerrangliste ein. Diese Wertung führt übrigens weiterhin Miro Aaltonen an, der nach seinem Verstoss gegen die Anti-Doping-Richtlinien freistellt worden ist. Zurück zu Audette, der 28-Jährige kämpft in den kommenden Wochen auch um die Weiterführung seines Engagements. Drängt er sich mit seinen Leistungen nicht für einen neuen Verein auf, könnte nach drei Jahren der Abschied aus der National League bevorstehen.
Obschon 40 Scorerpunkte die schwächste Ausbeute seiner fünf Jahren bei den SCRJ Lakers waren, trug Roman Cervenka auch im Vorjahr das Flammenshirt. Der Abgang des tschechischen Offensivspielers hat die Ostschweizer definitiv erschüttert. Leistungsmässig tritt in der Rosenstadt Malte Strömwall in Cervenkas Fussstapfen. Der Tscheche macht derweil in seiner Heimat dort weiter, wo er in der Ostschweiz aufgehört hat. 17 Tore und 20 Assists aus 40 Einsätzen sind eine stolze Bilanz. Cervenka ist damit Topscorer seiner Mannschaft und auch in der tschechischen Extraliga auf der Jagd nach der Krone des besten Offensivmanns. In dieser Wertung führt Ondrej Beranek vom HC Energie Karlovy Vary mit 41 Scorerpunkten und damit einem Polster von vier Torbeteiligungen auf den ehemaligen NL-Stürmer, der an vierter Stelle folgt.

Beim EHC Biel liefert Toni Rajala konstant seine Leistungen. Der 33-jährige Finne steht derweil bei 31 Scorerpunkten und führt die interne Scorerrangliste damit mit einem satten Vorsprung an. Damit Rajala in seiner neunten Saison beim EHC Biel zum fünften Mal die Marke von 40 Torbeteiligungen in der Regular Season knackt, müsste er in den letzten Meisterschaftsspielen noch etwas zusetzen. Der Flügelstürmer glänzte gerade kürzlich beim 3:2-Sieg in der Overtime gegen den HC Fribourg-Gottéron mit drei Assists. Der Vertrag des zweifachen Weltmeisters läuft noch bis zum Ende der kommenden Saison.
Es folgt gleich der nächste Finne und auch Antti Suomale trägt in dieser Spielzeit aufs neue das Topscorerhirt des Lausanne HC. Mit bereits 14 Toren in 40 Einsätzen hat Suomela schon jetzt öfters getroffen als in der vorangegangenen Spielzeit. Auch die Marke von 41 Scorerpunkten dürfte Suomela im Schlussspurt der Regular Season übertreffen, derzeit steht der Center schon bei deren 37 Torbeteiligungen. Derzeit durchläuft der 30-Jährige allerdings eine Formbaisse, seit vier Spielen wartet Suomela auf einen persönlichen Scorerpunkt. Dass dies seine bislang längste Durststrecke in der Meisterschaftssaison 2024/25 ist, unterstreicht seine bis dahin starke Spielzeit. Suomela ist auch heuer eine Schlüsselfigur beim Leader.
Es folgt gleich noch ein dritter Spieler, der seine Rolle als Teamtopscorer weiterhin behält. Sakari Manninen ist trotz der sportlichen Krise des Genève-Servette HC beeindruckend unterwegs. Schon nach 39 Einsätzen hat er die in der Vorsaison vorgelegten 41 Scorerpunkte egalisiert. Der 32-Jährige hat sich bei den Aigles unverzichtbar gemacht, was die jüngste Vertragsverlängerung bis 2027 unterstreicht. Der Doppelweltmeister und Olympiasieger wird aber zumindest im ligaweiten Vergleich leer ausgehen, der Rückstand auf SCB-Topscorer Austin Czarnik beträgt neun Scorerpunkte. Manninen und seinen Teamkollegen dürfte den Fokus ohnehin darauf legen, den drohenden Gang in die Playouts um jeden Preis zu verhindern.
Bei den SCL Tigers befindet sich Aleksi Saarela scoringmässig deutlich hinter den beiden vorangegangenen Spielzeiten. Im letzten Jahr hat er gar erstmals die Marke von 40 Scorerpunkten geknackt, nun steht sich der Finne erst bei deren 25 Torbeteiligungen. Damit befindet er sich bei den Langnauern weiterhin voll im Kampf um die interne Topscorerauszeichnung, derzeit hat aber Landsmann Harri Pesonen mit drei Punkten mehr auf dem Konto die Nase vorne. Der Vertrag mit Saarela wurde allerdings bereits im Oktober bis und mit der Saison 2026/27 ausgeweitet. Erfüllt er die neue Vertragsdauer, wird er insgesamt sechs Saisons für die SCL Tigers auf dem Eis gestanden haben.
In der letzten Saison war Lino Martschini der siebtbeste Teamtopscorer der National League. Von den sechs vor ihm klassierten Akteuren ist derzeit aber keiner auf Kurs, seine Spitzenposition bei seinem aktuellen Verein zu verteidigen. Beim EVZ ist der rechte Flügelspieler erneut nicht nur der beste Schweizer, er lässt auch die Import-Fraktion hinter sich. Zieht Martschini die aktuelle Pace durch, würde er gar die vorgelegten 41 Scorerpunkte aus der vergangenen Saison übertreffen. Ohnehin steht er kurz davor, zum dritten Mal in Folge die Marke von 40 Torbeteiligungen in einer Saison zu knacken. Die Torquote des 32-Jährigen ist allerdings gesunken.
In der HCD-Offensive geben die Imports den Takt an. Adam Tambellini führt mit 34 Torbeteiligungen die Scorerliste vor Matej Stransky mit 32 Scorerpunkten und Filip Zadina mit 31 Torbeteiligungen an. In der letzten Saison war am Ende Stranksy der torgefährlichste Offensivspieler. Erstmals könnte der 31-Jährige in dieser Saison die Marke von 40 Scorerpunkten in der Regular Season nicht erreichen. Dafür überzeugt der Tscheche mit 21 erzielten Toren ligaweit, er gehört derzeit zu einem Trio, das sich auf der Verfolgung des derzeit besten NL-Torschützen Dominik Kubalik befindet. Stransky ist beim HCD noch mit einem bis 2027 gültigen Vertrag ausgestattet.
Bei den ZSC Lions deutet sich eine Ablösung von Denis Malgin als bester Scorer in der Regular Season an. Der 264-fache NHL-Spieler liegt derzeit vier Scorerpunkte hinter dem Kanadier Derek Grant zurück. Es hat allerdings einen ganz einfachen Grund, weshalb Malgin erst bei 31 Torbeteiligungen steht. Aufgrund von Verletzungen ist der 28-Jährige bei Weitem nicht in allen Partien zum Einsatz gekommen. Die ZSC Lions konnten bislang nur in 34 NL-Runden auf Malgin zählen, womit er gar wieder dran wäre, einen Punkt pro Spiel beizusteuern. Sollte er es schlussendlich trotz maximal 43 Einsätzen in dieser Regular Season doch bis zur 40-Punkte-Marke schaffen, wäre das beeindruckend. Es wäre Malgins vierte NL-Saison, in der ihm dieses Kunststück gelingen würde.
Den Abschluss in diesem Artikel machen die vier besten Scorer der vergangenen Regular Season. Nach der Handverletzung im September war eigentlich klar, dass Kahun seine Position als Topscorer des SC Bern wird abtreten müssen. Mit Austin Czarnik haben die Bundesstädter zumindest für eine Saison mit einem Highscorer nachlegen können. Der deutsche Nationalspieler ist hingegen schon eine Weile von seiner Verletzung zurückgekehrt. Kahun ist aber bislang längst nicht jene Teamstütze, die er in der Vorsaison gewesen ist. In 24 Einsätzen sind ihm nur zwei Tore und sieben Assists gelungen. Die Punktequote des 29-Jährigen ist in seiner vierten Saison in Bern klar die tiefste. Der Vertrag von Kahun würde noch bis 2027 weiterlaufen.
Mit dem Tschechen Michael Spacek folgt ein dritter Spieler, der nicht mehr in der National League engagiert ist. Die Biancoblù haben bekanntlich einen tschechischen Ersatz gefunden, dem nun wieder die Fanherzen zufliegen. Spacek hingegen wurde mit seinem Wechsel nach Genf nicht glücklich. Nach zwei Saisons mit je 50 Scorerpunkten im Tessin trennten sich die Genfer nach 21 Einsätzen und 13 Scorerpunkten bereits wieder von Spacek. Die Heimat rief den WM-Bronzegewinner. Beim HC Sparta Prag hat sich Spacek sofort ausgezeichnet ins Teamgefüge integriert, nach 18 Spielen stehen zehn Tore und ebenso viele Assist zu Buche. In Tschechien kann Spacek wieder gemeinsam mit Filip Chlapik wirbeln.
Im Sommer wurde lange über einen möglichen Absprung von Calvin Thürkauf in die NHL spekuliert, der 27-Jährige entschied sich aber für einen Verbleib in der National League. Eine Kniverletzung bremste den formstarken Stürmer dann kurz nach dem Start in die neue Saison abrupt aus. Mittlerweile ist er zwar wieder fit, allerdings gelingt es ihm noch nicht an die famosen Leistungen aus der Vorsaison anzuschliessen. 20 Punkte aus 29 Spielen sind angesichts der verletzungsgeprägten Saison durchaus akzeptabel. Die Bianconeri wären allerdings auf einen Thürkauf in absoluter Topform angewiesen. Im Dezember scorerte er beispielsweise in sechs aufeinanderfolgenden Partien oder Mitte Januar glänzte er mit einem Tor und drei Assists gegen den HC Davos, gefolgt von vier weiteren Spielen mit einem Scorerpunkt - promt resultierten vier Siege in fünf Partien.
1.21 Punkte pro Spiel sammelte Marcus Sörensen in der vergangenen Spielzeit beim HC Fribourg-Gottéron. Dieser Wert ist auf 0.95 Punkte pro Spiel gesunken. Zwar liegt der Schwede mit seiner Performance damit unter der magischen Marke von einem Punkt pro Spiel, allerdings performt er weiterhin auf sehr hohem Niveau. Teamintern liegt Sörensen allerdings drei Scorerpunkte hinter Lukas Wallmark zurück. Es ist also noch durchaus möglich, dass er sich sein Flammenshirt zurückerobern könnte. Herauszuheben ist, dass Sörensen gleich sieben Einsätze weniger zu Buche stehen hat, als sein Teamkollege. Mit 18 erzielten Toren ist der 32-Jährige aufs Neue der torgefährlichste Akteur im Kader von Fribourg-Gottéron.
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