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Erstmals mit einem Spieler von Gottéron, doch die Krone bleibt in Bern

Die zehn besten Import-Spieler nach drei Vierteln der National-League-Saison

Im dritten Teil unserer Analyse schauen wir nach drei Viertel der Saison, also für die meisten Teams nach 39 Spieltagen, auf die Top-10 der Import-Spieler, die unserer Meinung nach die beste Leistung bis jetzt abrufen konnten. 

Beurteilt wird anhand verschiedener Faktoren wie Anzahl Spiele, Anzahl Scorerpunkte, Platzierung des Vereins, aber auch weniger statistische Merkmale wie Defensivverhalten, Konstanz oder die Rolle im Team. Stand: 20.01.25

Platz 10: Jerry Turkulainen (HC Ajoie)

Vor genau einem Monat erlitt der Finne im Spiel gegen den EV Zug eine Unterkörperverletzung, gleichbedeutend mit dem Saisonende. Umso erstaunlicher ist es, dass Turkulainen mit unglaublichen 38 Scorerpunkten aus 30 Spielen immer noch auf Platz drei der Ligascorerwertung steht. Dreissig Spiele lang verzückte der kleine Edeltechniker die Ajoie-Fans und liess auch zahlreiche neutrale Zuschauer ins Staunen versetzen. Dank seinen überragenden Scoringwerten gehört der Finne einfach in eine Top-10 Import-Rangierung. Wäre er nicht verletzt, so wäre er definitiv weiter vorne im Ranking und hätte bis zum Ende der Saison um die Topscorer-Krone der Liga kämpfen können.

Platz 9: Lucas Wallmark (HC Fribourg-Gottéron)

Der Gottéron-Motor wird derzeit angetrieben von Lucas Wallmark. Seit Wochen liefert der Schwede konstant gute Leistungen ab. In der Parade-Linie der Fribourger kämpft Marcus Sörensen mit Hochs und Tiefs, derweilen wird die dritte Personalie im Sturm von Spiel zu Spiel ausgetauscht - die einzige Konstante heisst Lucas Wallmark. Der 29-Jährige erzielte in 40 Spielen 32 Scorerpunkte, glänzte dabei mit 23 Assists vor allem als Vorlagengeber. Der schwedische Center ist derzeit die herausragendste Figur eines aufstrebenden Fribourger Teams.

Platz 8: Matej Stransky (HC Davos)

Keiner in Davos bringt eine solche Dynamik und Energie in das Team wie der Tscheche. Stransky kämpft und ackert, schiesst Tore am Laufband (19 Tore), hat das Auge für Mitspieler (10 Assists), verfügt teamintern über die beste Plus-Minus-Bilanz (+20) und ist in jedem Spiel omnipräsent. In der ersten Sturm-Linie mit Enzo Corvi und Simon Knak sorgen sie in jedem Shift für Torgefahr. Aufgrund der kleinen Baisse der Davoser, als man von Rang eins auf fünf fiel, wurde Matej Stransky in unserem Ranking um sechs Positionen zurückgestuft im Vergleich zur Beurteilung nach Saisonhälfte. Nichtsdestotrotz gehört der 31-Jährige mit seinen 29 Scorerpunkten und seiner herausragenden Spielweise zu den besten Import-Spieler dieser Saison.

Platz 7: Julius Nättinen (HC Ajoie)

Es ist kaum zu glauben, dass der Tabellenletzte gleich zwei Spieler in der Top-3 der Scorerwertung der Liga hat. Doch neben Jerry Turkulainen gibt es noch den zweiten finnischen Topshot: Julius Nättinen. Der 28-Jährige kommt wie Turkulainen auf 38 Scorerpunkte, brauchte dafür aber neun Spiele mehr. Es sind überragende Werte, mit denen die beiden Finnen jonglieren, gerade in einem qualitativ unterbesetzten Team. Umso respektabler sind die Leistungen von Julius Nättinen mit 16 Toren und 22 Assists.

Platz 6: Jan Kovar (EV Zug)

Um Jan Kovar wurde es relativ ruhig diese Saison, doch unter dem Radar läuft der Tscheche wieder zu Höchstform auf. Nach einer, für seine Verhältnisse, durchzogenen letzten Saison, steht Kovar nun nach 38 Spielen bereits wieder bei 32 Scorerpunkten. Mit 22 Assists ist er im Team der Zuger der beste Vorlagengeber. Doch Kovars Wichtigkeit für das Team lässt sich nicht nur statistisch festhalten, denn als Captain geht der Tscheche als Leader voran, dient als Spielgestalter der Zuger und hilft in der Entwicklung der jungen Spieler. Die Zuger haben derzeit einen Lauf und erklimmten dank sechs Siegen in Folge den zweiten Tabellenrang, auch dank des 34-jährigen Top-Cracks, welcher auf und neben dem Eis zu den bedeutendsten Akteuren der Zuger gehört.

Platz 5: Malte Strömwall (SC Rapperswil-Jona Lakers)

Rapperswil-Jona ist diese Saison bisschen eine Wundertüte. Mal spielen sie wunderbares Hockey, mal wirken sie auf dem Feld verloren. Mittlerweile haben sich die St.Galler gefangen, denn aus den letzten zehn Spielen konnte man sieben Siege einfahren. Die Personalie, welche derzeit den Ton angibt, ist Malte Strömwall. Der Schwede reiht sich in der Liga in der Top-10 der Scorer ein, lieferte er doch 34 Scorerpunkte in Form von 19 Toren und 15 Assists. Der Alleskönner könnte sich gleich in seiner ersten Saison bei den Lakers zum Punkt-pro-Spiel-Spieler etablieren. Auf die steigende Formkurve hat der 30-Jährige massgeblichen Einfluss, weswegen er sich einen Platz unter den besten Import-Spieler verdiente.

Platz 4: Markus Granlund (Genève-Servette HC)

In einem kriselnden Genfer Team lieferte der Finne konstant ab. Obwohl Granlund erst 31 Spiele bestreiten konnte, stehen schon 36 Scorerpunkte auf seinem Leistungsausweis. 16 Tore, 20 Assists und eine Plus-11-Bilanz sind extrem starke Werte für einen Spieler aus einem Team, welches auf dem elften Tabellenplatz vorzufinden ist. Auf den Finnen ist Verlass, zudem verfügt er kaum über Aussetzer und liefert von Spiel zu Spiel ab. Um zu unterstreichen, was für einen unglaublich starken Spieler Granlund ist, hilft ein Blick in seine National-League-Statistik: in 105 Spiele erzielte er ebenso viele Scorerpunkte (44 Tore und 61 Assists).

Platz 3: Harri Säteri (EHC Biel-Bienne)

Bis anhin war der Torhüter des EHC Biel in jedem unserer Rankings vorzufinden und konnte sich im Verlaufe der Saison sogar noch steigern. Harri Säteri spielt einmal mehr eine überragende Saison. Nach 31 Einsätzen steht der Finne bei einer Fangquote von 93,38 Prozent - es ist der zweitbeste Wert der gesamten Liga. Nicht ohne Grund stehen die Bieler mit lediglich 90 Gegentreffer als zweitbeste Defensive der Liga da, denn Säteri hält nicht nur den Kasten dicht, sondern strahlt auch extrem viel Ruhe und Zuversicht auf seine Vorderleute aus. Ein verdienter dritter Platz der besten Import-Spieler.

Platz 2: Antti Suomela (Lausanne HC)

Auf dem Podest landet auch Lausanne-Aushängeschild Antti Suomela. In einem Team gespickt mit zahlreichen Leistungsträgern ist er der Finne, dessen Stern derzeit am hellsten leuchtet. Mit 35 Scorerpunkten aus 35 Spielen ist auch er ein Punkt-pro-Spiel-Spieler. Der Center verfügt über eine überragende Technik, kann auf sensationelle Weise Tore vorbereiten, hat stets ein Auge für das Spiel und seine Mitspieler, überzeugt auch im Spiel gegen den Puck und macht rundum einen starken LHC einfach noch ein Stück gefährlicher. Mit Suomela in Höchstform ist Lausanne ein echter Titelanwärter.

Platz 1: Austin Czarnik (SC Bern)

Den ersten Platz und somit die Auszeichnung als aktuell bester Import-Spieler gehört einmal mehr dem Berner Punktegaranten Austin Czarnik. Der US-Amerikaner konnte als erster Spieler die 40-Punkte-Marke knacken. In 37 Spielen erzielte er 13 Tore, brillierte aber vor allem mit seinen unglaublichen Passqualitäten, welche sich in Form von 27 Assists widerspiegeln. Der SC Bern ist derzeit auf Platz vier vorzufinden und spielt ganz vorne mit. Im Kampf um die direkten Playoff-Plätze ist Austin Czarnik unverzichtbar. Er ist und bleibt die Nummer eins unter den Spielern mit ausländischer Lizenz. Spielt er so weiter, so wird er sich am Ende die Ligatopscorer-Krone ergattern.

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2025-01-20 16:00:34