




























































































HC Fribourg-Gottéron vs. HC Davos in der National League. Den Spielbericht zur Partie gibt es hier.
Beide Teams legten einen temporeichen Start mit offensivem Powerplay hin und suchten früh den Führungstreffer. Bereits nach drei Minuten bot sich Marchon die erste grosse Chance. Nach einem schnellen Konter tauchte er allein vor Aeschlimann auf, liess die Gelegenheit zur Führung jedoch ungenutzt. Nur eine Zeigerumdrehung später musste Jung für zwei Minuten auf die Strafbank, doch die Saanestädter konnten aus ihrer Überzahl kein Kapital schlagen. Stattdessen schlugen die Bündner kurz nach Ablauf der Strafe eiskalt zu: In der achten Minute sorgte Topscorer Tambellini nach einem schnörkellosen Angriff mit einem präzisen Direktschuss ins obere rechte Eck für das 0:1. Nach dem Gegentreffer übernahm die Leuenberger-Truppe zunehmend die Kontrolle und drängte auf den Ausgleich, doch trotz aller Bemühungen blieb ihnen dieser in den ersten 20 Minuten verwehrt.
Nachdem die Drachen im ersten Drittel das Kommando übernommen hatten, stabilisierten sich die Gäste zu Beginn des Mittelabschnitts wieder. Die Teams neutralisierten sich weitestgehend, bis Gottéron in der 27. Minute der Ausgleich gelang. Nach einer tollen direkten Kombination stand Dufner goldrichtig und vollendete den Angriff durch die Beine von Aeschlimann. Doch die Freude in der BCF Arena währte nicht lange, denn nur zwei Zeigerumdrehungen später stellte Nussbaumer nach einem kapitalen Fehler von Sutter die HCD-Führung wieder her. Der Frust über den erneuten Rückstand sass beim Heimteam tief, was zu zunehmenden Raufereien führte, die immer wieder mit Strafen auf beiden Seiten endeten. Die Bündner behielten jedoch den kühleren Kopf und erhöhten 7,1 Sekunden vor der Pausensirene auf 1:3. Tambellini erwischte Berra nach einem gewonnen Bully zwischen den Hosenträgern.
Lars Leuenberger schien in der zweiten Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Drachen legten in den letzten 20 Minuten ordentlich zu! In der 43. Minute war man dem Anschluss schon sehr nahe, doch Sprunger traf mit seinem Direktschuss nur die Torumrandung. Besser machte es vier Minuten später Sörensen, der nach einem kapitalen Fehler von Honka das 2:3 erzielte. Wallmark konnte den Patzer des HCD-Verteidigers zunächst nicht ausnutzen, doch sein Linienpartner war zur Stelle und drückte den Puck mit Hilfe von Aeschlimann über die Linie. Doch die Hausherren hatten noch nicht genug und suchten vehement den Ausgleich. In der 54. Minute versuchte es Bertschy mit einem scharfen Handgelenkschuss, doch erneut rettete das Aluminium für den HCD! Eine Zeigerumdrehung später jedoch jubelten die meisten Zuschauer in der BCF Arena: Sörensen stellte nach einem tollen, einstudierten Angriff mit Wallmark auf 3:3 und erzwang damit die Verlängerung!
Die erste Hälfte der Overtime gehörte ganz klar den Gastgebern. Die beste Möglichkeit hatte wohl Christoph Bertschy, doch Aeschlimann parierte stark gegen den Nationalspieler. In der 63. Minute kassierte Sörensen nach einer Scheibeneroberung in der offensiven Zone eine 2-Minuten-Strafe, nachdem er Kessler mit dem Stock im Gesicht getroffen hatte. Bei Vier gegen Drei gelang dem HCD der Siegtreffer zunächst nicht, doch wenige Sekunden nach der Rückkehr von Sörensen war es ausgerechnet Kessler, der erfolgreich war. Der Stürmer, der die Strafe herausgeholt hatte, lenkte einen Abschluss von Nussbaumer entscheidend ab, sodass der Puck zwischen den Beinen von Berra ins Tor trudelte. Damit sichert sich der HCD den Extrazähler und gewinnt die Spengler Cup-Revanche.
Adam Tambellini (HC Davos): Wenn es den HCD-Ausländern nicht läuft, läuft es auch für den gesamten HCD nicht – so war es in den letzten Wochen. Doch heute Abend lief es Tambellini wie am Schnürchen, und der Kanadier führte seine Farben zum Auswärtssieg und zwei Punkten in der BCF Arena.
Matej Stransky (HC Davos): Bereits beim Gewinner sprachen wir vom grossen Einfluss der HCD-Ausländer, doch einen solchen Einfluss hatte heute Abend Matej Stransky nicht. Der tschechische Weltmeister war völlig abgetaucht und konnte keinerlei Akzente setzen. Von ihm erwartet Josh Holden deutlich mehr.
In der 63. Minute luchste Sörensen Kessler hinter dem HCD-Kasten die Scheibe ab, traf den Bündner dabei jedoch unglücklich mit dem Stock im Gesicht. Auch wenn das Game-Winning-Goal nicht direkt aus der darauffolgenden Strafe resultierte, nahm sie den Hausherren dennoch den Wind aus den Segeln und war schlussendlich dafür verantwortlich, dass man sich heute nur einen Punkt gutschreiben kann.