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Die zwölf National-League-Spieler mit der grössten Leistungssteigerung

Neben aufstrebenden Youngsters auch ein routinierter Goalie mit dabei

Die National League startete in die heisse Phase und mittendrin sind zahlreiche Spieler, die in dieser Saison bis anhin brillieren, ganz im Gegensatz zur vergangenen Saison. Wir werfen einen Blick auf 14 Spieler, die im Vergleich zur letzten Spielzeit noch eine Schippe haben drauflegen können, sich verbessert haben oder schlicht den nächsten Entwicklungsschritt vollzogen haben.

Hinweis: Es handelt sich bei der nachfolgenden Auflistung nicht um eine Rangliste. Zudem handelt es sich um eine Auswahl und ist daher auch nicht abschliessend.

Dario Rohrbach | SCL Tigers

Dario Rohrbach hat in den letzten Jahren eine unglaubliche Entwicklung vollzogen und gerade auf diese Saison hin nochmals einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Letzte Saison stand der 26-Jährige in allen 52 Spielen auf dem Eis und erzielte dabei 19 Punkte. In der laufenden Saison kommt der Stürmer schon auf 23 Scorerpunkte aus 32 Einsätzen. Diese Ausbeute macht ihn neben Tyler Moy (SCRJ Lakers) zu einem der wenigen Schweizer Topscorer der Liga.

Dario Rohrbach entwickelte sich im Emmental zum aktuellen Topscorer der SCL Tigers.

Stéphane Charlin | SCL Tigers

Wir fahren gleich weiter mit einem Akteur aus dem Emmental, der wohl den grössten aller Schritte absolvieren konnte. Der Torhüter mit Jahrgang 2000 spielt derzeit eine Weltklasse Saison. Mit seiner 95,3 Prozent hohen Fangquote aus 23 Spielen überragt Charlin derzeit die gesamte Goalie-Landschaft der Schweiz. Es sind Werte, welche man sich kaum vorstellen kann, über eine ganze Saison abliefern zu können, doch Stéphane Charlin beweist von Spiel zu Spiel das Gegenteil.

Am Ende der letzten Saison stand der gebürtige Genfer noch bei 91,9 Prozent, doch diese Saison entfaltete sich aus der Raupe ein aufblühender Schmetterling. Spielt der 1,91 Meter grosse Torhüter so weiter, so kämen, trotz seiner Anstellung in Genf für die nächste Saison, wohl bald noch höhere Ziele, sprich die NHL, infrage.

Benjamin Baumgartner | SC Bern

Der gebürtige Österreicher spielt seit seinen Jugendjahren in der Schweiz und landete via Davos und Lausanne beim SC Bern. In seiner dritten Saison in der Bundesstadt setzt der 24-Jährige nochmals eine Schippe drauf, übernimmt mehr Verantwortung und sorgt für wichtige und spielentscheidende Tore. Baumgartner ist auf dem besten Weg seine persönliche Bestmarke von 31 Scorerpunkten zu knacken, hat er doch diese Saison bereits zehn Tore und 18 Assists in 34 Spielen geliefert. Benjamin Baumgartner ist die Antwort auf die Frage, wer denn die Lücke aufgrund des Verletzungsausfalls von Marco Lehmann füllen könnte - glänzte der Österreicher doch seit dessen Absenz mit drei Toren und ebenso vielen Assists aus fünf Einsätzen.

Befindet sich beim SCB in ausgezeichneter Verfassung: Benjamin Baumgartner

Vinzenz Rohrer | ZSC Lions

Wir kommen direkt zum nächsten Österreicher, denn Vinzenz Rohrer blühte bei den ZSC Lions zum regelrechten Powerflügel auf. Dem 20-Jährigen gelang letzte Saison, direkt in seinem ersten Jahr in der National League, mit 19 Scorerpunkten und dem Meistertitel einen Einstand nach Mass. Doch diese Saison tritt der wirblige Stürmer noch um einiges selbstbewusster und frecher auf, denn aus 31 Partien resultierten bereits 17 Scorerpunkte, wobei er mit Sicherheit eine neue persönliche Duftmarke setzen wird. Ganz nebenbei profiliert Rohrer sich in einem Kader gespickt mit Hockeygrössen derzeit als siebtbester Scorer des Teams.

Niko Ojamäki | EHC Kloten

Der EHC Kloten ist das Überraschungsteam der National League bis anhin. Angeführt wird die Équipe von den drei finnischen Topshots Miro Aaltonen, Sami Niku und Niko Ojamäki. Während Aaltonen ein konstanter Leistungsträger ist und Sami Niku erst neu zum Team gestossen ist, hat sich Niko Ojamäki einer enormen Leistungssteigerung unterzogen. Dem 29-Jährigen sind letzte Saison lediglich 19 Scorerpunkte aus 50 Spielen gelungen, während er diese Saison schon auf überragende 27 Punkte aus 35 Einsätzen kommt. Der finnische Stürmer verbesserte zudem seine Minus-27-Bilanz auf einen positiven Plus-15 Wert. In seiner zweiten Saison in Kloten entwickelte sich Ojamäki zum Punktegaranten der Flughafenstädter.

Jan Kovar | EV Zug

Seinen Namen muss man in der Hockey-Schweiz nicht mehr vorstellen, hat er sich doch längst als einer der besten Spieler auf Schweizer Eis etabliert und bereits zweimal die Meisterschaft mit Zug gewinnen können. Doch letzte Saison kam der Tscheche nicht wie gewohnt auf Touren, lediglich 28 Punkte trug Jan Kovar im Team bei. Zum Vergleich waren es zuvor in jeder Saison über 40 Punkte, sein schlechtester Wert lag bei 43 Scorerpunkten.

Doch diese Saison blühte der 34-jährige Captain der Zuger wieder auf, kommt er doch bereits auf 25 Punkte aus 32 Einsätzen. Macht er so weiter, so wird er erneut die 40-Punkte-Marke knacken und damit einen erheblichen Beitrag leisten zu den Ambitionen der Kolinstädter. 

Trotz kleinem Formtief besitzt Jan Kovar diese Saison wieder die Leichtfüssigkeit und die Scoringqualitäten der Meisterjahre.

Nicklas Jensen | SC Rapperswil-Jona Lakers

Nicklas Jensen befindet sich in erster Linie nicht wegen seiner Punkteausbeute in dieser Liste, sondern aufgrund dessen, dass er in seiner dritten Saison bei Rapperswil-Jona endlich gesund ist und sorgenfrei spielen kann. In der Saison 2022/23 lieferte Jensen elf Scorerpunkte aus zwölf Einsätzen, ehe ihn eine Schulterverletzung ausbremste. Im Folgejahr kam er auf 20 Punkte aus 37 Spielen, war aber die ganze Saison durch von Rückenproblemen geplagt.

Nun ist der 31-jährige Stürmer endlich fit und hat bis anhin alle Spiele absolviert. Dabei stand er nach seinem Blitzstart gar mal auf Rang eins der Ligascorerwertung. Mittlerweile kommt der Däne auf 22 Scorerpunkte aus 35 Partien und steht teamintern auf Platz drei der Scorerliste. Nicklas Jensen machte definitiv einen Schritt in die richtige Richtung diese Saison.

Julius Honka | HC Davos

Es ist der erste Verteidiger in dieser Auflistung, welcher im Vergleich zur Vorsaison eine grandiose Entwicklung durchgemacht hat. Für Julius Honka ist es seine zweite Saison in der Schweiz und unterschiedlicher könnte die Gefühlslage kaum sein. Wurde der 29-Jährige doch letzte Saison gleich bei zwei Vereinen nicht richtig zufrieden, weder in Bern noch in Genf konnte er seinen Vorschusslorbeeren so richtig gerecht werden.

Auf diese Saison kam der Wechsel zum HCD, wo er direkt einschlug, denn der Zwei-Weg-Verteidiger verzückte die Fans bereits mit 20 Scorerpunkten aus 35 Einsätzen. Der Finne ist Teil einer funktionierenden Import-Fraktion und leistete einen erheblichen Beitrag zur starken Form der Davoser. Umso überraschender ist die Nachricht gekommen, dass es den Verteidiger auf nächste Saison hin zu den Rapperswil-Jona Lakers zieht.

Gian-Marco Wetter | SC Rapperswil-Jona Lakers

Der Offensivmann der Lakers konnte bereits zur Hälfte der laufenden Saison seinen Punktewert aus der Vorsaison - 13 Scorerpunkte - egalisieren. Derzeit steht Wetter bei 15 Scorerpunkten aus 30 Spielen und etablierte sich als wichtige Teamstütze. Der 24-Jährige befindet sich auf bestem Wege, zum ersten Mal in seiner Karriere die 20-Punkte-Marke zu knacken. Eine reife Leistung, die der junge, aufstrebende Lakers-Akteur bisher zeigte.

Inaki Baragano | SC Rapperswil-Jona Lakers

Wir bleiben gleich am Obersee, denn Inaki Baragno machte auf diese Saison hin nochmals einen grossen Entwicklungsschritt. Auch er hat schon seine Punktemarke von 13 Scorerpunkten aus der vergangenen Saison erreicht. Doch als Verteidiger gehört das Scoren bei ihm nicht zur Haupttätigkeit, denn primär gilt für ihn, den Puck zu erobern und zu verteilen. Dennoch ist es schön mitanzusehen, wie er neben der starken Defensivarbeit noch offensive Akzente setzen kann.

Mit einer Plus-11-Bilanz verfügt der 23-Jährige mit Abstand über den besten teaminternen Wert. Eine echte Alternative für Patrick Fischer in der Nationalmannschaft, in der Baragano schon den einen oder anderen Einsatz abliefern konnte. Umso bitterer für alle Lakers-Fans ist es, dass Baragano auf nächste Saison zu seinem Stammverein, dem Lausanne HC zurückkehren wird, wo er einen Vierjahresvertrag unterschrieben hat.

Inaki Baragno überzeugt bei den Lakers trotz jungen Alters mit seiner abgeklärten Spielweise.

Elia Riva | EV Zug

Gross waren die Hoffnungen bei Zug auf den Verteidiger im besten Hockey-Alter von 27 Jahren, der sich in Lugano zum gestanden National-League-Profi entwickelte. Doch seine erste Saison lief in Zug nicht nach seinen Vorstellungen, waren doch seine Leistungen sehr durchzogen. Lediglich zwei Scorerpunkte und eine Minus-Zwei-Bilanz standen am Ende auf dem Konto.

Auf diese Saison hin schenkte man dem Tessiner jedoch mehr Vertrauen, welches der Verteidiger direkt zurückzahlte. Seine Auftritte waren bislang um einiges selbstbewusster im Angriff und konsequenter in der Abwehr. Bereits starke fünf Tore und fünf Assists aus lediglich 19 Einsätzen aufgrund einer Verletzung konnte Elia Riva beitragen und sticht dabei, trotz einer Zuger Abwehr gespickt mit drei Imports, deutlich heraus. Umso bitterer, dass der Verteidiger aufgrund einer neuen Verletzung mehrere Wochen fehlen wird. 

Sandro Zurkirchen | EHC Kloten

Den Abschluss dieser Liste macht nochmals ein Torhüter. Und während die Schweizer Medienlandschaft viel über die überragenden Auftritte von Ludovic Waeber im Dress der Klotener berichtete, glänzte in dessen Schatten auch die nominelle Nummer zwei des aktuellen Tabellenfünften.

In seiner Karriere hat der 34-Jährige schon einiges erlebt, landete er doch via Zug, Ambri-Piotta, Lausanne und Lugano schlussendlich in Kloten, damals noch in der Swiss League. Und mit zunehmendem Alter fingen auch an die Leistungen von Sandro Zurkirchen etwas abzunehmen und so kam es, dass er sich nur noch mit der Rolle des Ersatztorhüters begnügen musste. Letzte Saison erreichte er knapp die 90 Prozent Fangquote, die Saison davor lag er sogar noch darunter. Doch in einem starken Klotener Team blühte auch der erfahrene Torhüter wieder auf, denn nach 16 Einsätzen steht Zurkirchen wieder bei starken 92,57 Prozent und ist somit derzeit statistisch gesehen der fünftbeste Goalie der Liga

Zum Vergleich: der jüngere und hochgelobte Ludovic Waeber kommt aus 22 Einsätzen auf eine 90,22% Fangquote. Beide Torhüter kommen auf zehn Siege mit ihrem Team, während Zurkirchen nebst weniger Einsatzzeit auch weniger Niederlagen zu verzeichnen hat. Doch beim EHC Kloten kann man sich über ein starkes Goalie-Duo freuen, inklusive eines wieder erstarkten Sandro Zurkirchens.

16 Einsätze, 10 Siege, 92.57% Fangquote - Sandro Zurkirchen zeigt eine starke Saison bis anhin.

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2025-01-03 23:00:13