




























































































SC Bern vs. SCL Tigers in der National League. Den Spielbericht zur Partie gibt es hier.
Das dritte Tatzenderby der Saison ist nicht nur wegen der Kantonsrivalität brisant, sondern auch wegen der aktuellen Tabellensituation. Die beiden Berner Teams sind nahe beieinander und befinden sich mitten im Kampf um die Playoffspositionen. Die Langnauer liegen in dieser Hinsicht zurück, starten aber besser ins Spiel. Sie stören früh und lassen die Berner kaum spielen. Ein früher Abschluss von Saarijärvi wird von Reideborn pariert. Die Hausherren brauchen einen Moment, um ins Spiel zu kommen. Als dies der Fall ist, muss Klok auf die Strafbank. Und da klingelt es in der 15. Minute auch schon hinter Reideborn. Sean Malone netzt zum 0:1 ein. Berns Reaktion lässt nicht lange auf sich warten. Ejdsell hat zwei Minuten vor der ersten Pause den Ausgleich auf der Schaufel, scheitert aus kürzester Distanz aber an Boltshauser.
Die Hausherren kommen aus der Kabine wie die Feuerwehr. Sie zünden sogleich den Turbo und überrennen die Gäste. Mit dem höheren Tempo fängt das hochgelobte Defensiv-Konstrukt der Tigers an zu bröckeln. In der 25. Minute werden die Langnauer ein erstes Mal ausgespielt. Thierry Schild trifft zur Führung. Kurz danach zeigen die Langnauer kurzzeitig eine Reaktion, die Latte verhindert nach einem Ablenker von Fahrni aber die erneute Führung. In der 32. Minute zeigen sich die Tigers hinten erneut fehleranfällig. Diesmal profitiert Benjamin Baumgartner von der fehlenden Zuordnung bei den Gästen. Vier Minuten später erhöht Thierry Bader auf 3:1 – wieder geht dem Tor ein Fehler in der Tigers-Defensive voraus.
Im Schlussdrittel gelingt Langnau bereits nach weniger als zwei Minuten der Anschlusstreffer. Brian Zanetti verwertet einen Pass von Schmutz. Die Partie ist hart umkämpft, Langnau bringt sich mit Strafen selbst in Schwierigkeiten. In der 45. Minute spielen die Hausherren in doppelter Überzahl und Waltteri Merelä stellt den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Keine Minute später hat Bader die Entscheidung auf dem Stock, trifft aber nur die Latte. In der 55. Minute macht es Dario Rohrbach wieder spannend. Kurz darauf könnte Lapinskis ausgleichen, kommt aber alleine vor Reideborn nicht am Torhüter vorbei. In der 58. Minute spielt Langnau mit einem Mann mehr und Aleksi Saarela gleicht dieses verrückte Spiel noch einmal aus. Als sich alle auf die Verlängerung einstellen, spielen die Tigers ein Icing. Der SCB gewinnt das offensive Bully und Romain Loeffel setzt diesem Tatzenderby 5.8 Sekunden vor Schluss die Kirsche auf. Bern holt sich doch noch die drei Punkte und hält mit den vier Spitzenteams weiter mit. Langnau bleibt trotz der Niederlage auf Rang sechs.
Thierry Bader (SC Bern): Der Stürmer krönt seine starke Leistung im Tatzenderby mit seinem ersten Saisontreffer.
Defensive SCL Tigers: Die Defensive der Tigers gehört in dieser Saison zu den Besten der Liga. In diesem Tatzenderby scheinen die Langnauer aber aus dem Konzept zu sein. Sie lassen sich von den Bernern immer wieder schwindlig spielen und konzentrieren sich bei den Gegentoren zu fest auf die Scheibe, vergessen dabei den Gegenspieler.
In der 13. Minute wird es laut in der Postfinance Arena, Klok muss auf die Strafbank. Das Heimpublikum ist damit alles andere als einverstanden. Klok fährt hinter dem weit vorne stehenden Boltshauser durch den Torraum und touchiert den Torhüter leicht am Bein. Dieser lässt sich fallen und provoziert so die Strafe gegen den Berner. Kurz vor Ende der Strafe schiesst Malone die Tigers in Führung.
15. Minute, Tooor für SCL Tigers, 0:1 durch S.Malone
Powerplay-Tor! Die Schlinge zieht sich immer weiter zu und dann werden die Berner ausgespielt. Fahrni spielt den Querpass zum linken Pfosten, wo SEAN MALONE nur noch einnetzen muss.
25. Minute, Tooor für SC Bern, 1:1 durch T.Schild
Ausgleich! Untersander wagt sich am rechten Flügel nach vorne und wird in der Ecke von zwei Langnauern angegriffen. Hinter ihnen geht der Raum auf für THIERRY SCHILD. Dieser wird von Untersander angespielt und trifft in die nahe Ecke. Boltshauser steht nicht nah genug am Pfosten.
32. Minute, Tooor für SC Bern, 2:1 durch B.Baumgartner
Partie gedreht! Wieder stimmt die Zuordnung in der Tigers-Defensive nicht. BENJAMIN BAUMGARTNER leitet das Tor in der rechten Ecke selbst ein. Er spielt zur blauen Linie, wo der Direktschuss kommt. Baumgartner läuft ungestört in den Slot und kann den Abpraller verwerten.
36. Minute, Tooor für SC Bern, 3:1 durch T.Bader
Druckphase genutzt! Bern dominiert die Langnauer in dieser Phase. Diese wissen nicht, wie ihnen geschieht. Im eigenen Slot verlieren die Langnauer die Übersicht, so hat THIERRY BADER am rechten Pfosten, nach einem erneuten Abpraller von Boltshauser, das leere Tor vor sich und verpasst es nicht.
42. Minute, Tooor für SCL Tigers, 3:2 durch B.Zanetti
Anschlusstreffer! Rohrbach behauptet die Scheibe in der rechten Ecke gegen zwei Berner. Er spielt sie an die blaue Linie, wo sie direkt an den rechten Pfosten weitergeleitet wird. Schmutz fackelt nicht lange und bedient am anderen Pfosten BRIAN ZANETTI. Reideborn verschiebt sich nicht rechtzeitig.
45. Minute, Tooor für SC Bern, 4:2 durch W.Merelä
Überzahl ausgenutzt! Die Berner setzen sich fest und ziehen die Box der Langnau auseinander. Czarnik wird in der rechten Ecke angespielt und sieht im Slot den freien WALTTERI MERELÄ. Dieser versenkt den Puck in die linke Ecke.
55. Minute, Tooor für SCL Tigers, 4:3 durch D.Rohrbach
Sie machen es wieder spannend! Die Berner bringen die Scheibe nicht aus der Zone. Schmutz kann aus der Distanz abziehen. Reideborn kann den abgefälschten Schuss nicht festhalten, vor ihm reagiert DARIO ROHRBACH am schnellsten.
58. Minute, Tooor für SCL Tigers, 4:4 durch A.Saarela
Das gibt es doch nicht! Langnau gewinnt ein offensives Bully. Der Puck kommt an die blaue Linie zu ALEKSI SAARELA. Er fackelt nicht lange und trifft per Handgelenkschuss in die linke Ecke. Reideborn hat viel Verkehr vor sich und sieht nichts.
60. Minute, Tooor für SC Bern, 5:4 durch R.Loeffel
Was für ein verrücktes Spiel! Bern kommt nach einem Icing der Tigers zu einem offensiven Bully. Die Hausherren gewinnen es. Die Scheibe kommt zu Czarnik an die blaue Linie. Er spielt sie nach links zu ROMAIN LOEFFEL. Dieser hält mit einem Slapshot voll drauf und trifft zum unglaublichen 5:4!