Die Nati-Pause bietet sich an, um einen Blick auf einige besonders interessante Statistiken aus der National League zu werfen. Heute beschäftigen wir uns mit den Bully-stärksten Spielern der Liga.
Massgebend für unsere Rangliste ist die totale Anzahl gewonnener Faceoffs.
Knapp in diese Rangliste geschafft hat es mit Miro Aaltonen der aktuelle Topscorer des EHC Kloten. Der Finne präsentiert sich in der laufenden Saison in jeder Facette seines Spiels von seiner besten Seite, hat sich damit auch einen herannahenden Wechsel zum SC Bern erspielt. Was die Bullys angeht, kann Aaltonen zwar mit einer Quote von 46.52 Prozent nicht besonders glänzen, dennoch bilden die 214 gewonnenen Bullys einen starken Wert.
Ebenfalls unter 50% in seiner Bullyquote bleibt André Heim vom HC Ambri-Piotta (46.74%). Der Assistenzcaptain der Leventiner hat jedoch noch ein Faceoff mehr für sich entscheiden können als Miro Aaltonen - beide standen sie bisher genau 460 Mal am Punkt.
In Lausanne ist Antti Suomela wie schon in der vergangenen Saison ein Schlüsselspieler. Diesen Titel hat der finnische Stürmer unter anderem seiner Bullystärke zu verdanken - 394 Mal stand Suomela im Kreis, 219 Mal war er erfolgreich. Dies entspricht einer Quote von starken 55.58 Prozent.
Bei den Waadtländer Löwen ist Suomela allerdings nur die Nummer zwei in Sachen Faceoffs. Ken Jäger konnte in der laufenden Saison schon 80 Bullys mehr bestreiten als der Finne, aufgrund einer tieferen Quote (46.61 %) kommt der Schweizer jedoch nur auf einen Faceoff-Win mehr als sein Teamkollege.
Es folgt auf Rang Sechs gleich der nächste Schweizer. Flavio Schmutz kann sich am Punkt gegen so manchen Import-Star durchsetzen, gewann 229 seiner 422 Bullys. Auch in Sachen Scorerpunkten ist der 30-Jährige wieder besser unterwegs: Die vier Saisontore aus dem letzten Jahr hat Schmutz schon übertroffen (6), die Scorerpunkte bereits egalisiert (10).
Ähnliches lässt sich über Jan Kovar sagen. Der Tscheche weiss seine unzufriedenstellende letzte Saison vergessen zu machen, hat in 26 NL-Spielen bereits 25 Scorerpunkte auf dem Konto. Doch Kovar ist nicht nur für Tore und Assists zuständig, er hat auch mit 426 die meisten Faceoffs seines Teams bestritten. Die diesbezügliche Quote von 56.34 beeindruckt weiter.

Der HC Lugano ist trotz Formtief in dieser Liste vertreten, dafür sorgt Mark Arcobello. Der US-amerikanische Routinier musste im Tessin zwar die Captainbinde abgeben, ist für seine Mannschaft jedoch noch immer Gold wert. Dies beweist der 36-Jährige des Öfteren im Bullykreis - 252 gewonnene Faceoffs aus 26 Spielen markieren einen starken Wert.
Ein weiterer US-Amerikaner folgt auf Rang Drei. Austin Czarnik hat als Topscorer massgeblichen Anteil an der starken Form des SCB. Im Trikot der Mutzen stellt der 31-Jährige auch einmal mehr seine Bullystärke unter Beweis - diese wird man nach nur einer Saison in Bern schmerzlichst vermissen.
Auf dem zweiten Platz haben wir es mit dem nächsten Topscorer eines NL-Teams zu tun. Lucas Wallmark glänzt seit seinem Wechsel vom ZSC zum HCFG in der Romandie. Für die Drachen trumpft der Schwede auf - auch im Bullykreis. Mit einer Quote von 56.73 Prozent hält Wallmark auf dieser Liste den Bestwert. Bemerkenswert ist auch, dass er diesen über 490 Bullys aufrechterhalten konnte. Nur ein NL-Spieler kann den 29-Jährigen übertrumpfen.
Enzo Corvi ist das Bully-Monster der laufenden National-League-Saison. Unglaubliche 606 Faceoffs (damit 116 mehr als Verfolger Wallmark) hat der Schweizer bereits bestritten, 343 davon konnte er für sich entscheiden (56.6 %). Der 31-Jährige glänzt jedoch nicht nur mit seiner Bullystärke: Mit 18 Scorerpunkten ist er auch der beste Schweizer im Team der Bündner und massgeblich daran beteiligt, dass der HC Davos von der Tabellenspitze grüssen darf.
André Heim Antti Suomela Austin Czarnik EHC Kloten Eishockey Enzo Corvi EV Zug Flavio Schmutz HC Ambri-Piotta HC Davos HC Fribourg-Gottéron HC Lugano Jan Kovar Ken Jäger Lausanne HC Lucas Wallmark Mark Arcobello Miro Aaltonen National League SC Bern SCL Tigers sport.ch