




























































































HC Davos vs. HC Lugano in der National League. Den Spielbericht zur Partie gibt es hier.
Das erste Drittel startet direkt hitzig, vor Niklas Schlegel wird es knapp. Er kann einen Schuss von Chris Egli nicht sicher parieren und direkt wird um die Scheibe gekämpft. Das erste Tor fällt aber nicht bereits in den ersten Minuten. In der 3. Minute erhält Chris Thürkauf die erste Strafe für ein Beinstellen, er gibt den Bündnern die Möglichkeit für den Führungstreffer. Obwohl sie sich in der gegnerischen Zone festsetzen können, gelingt es den Davosern nicht, die Scheibe im Netz unterzubringen. Aber auch Lugano lässt sich nicht unterkriegen, Zanetti schiesst die Scheibe in der 7. Minute ans Metall und jagt Sandro Aeschlimann damit einen ersten Schreck ein. In der 14. Minute erhält der HCD die erste Strafe, Chris Egli wird für ein Halten gebüsst. Aber auch die Luganesi können nicht von der Überzahl profitieren, sie bleiben erfolglos. Vor der Pause wird es dann nochmals knapp, sowohl Tambellini als auch Zadina haben gute Möglichkeiten zur Führung, das Metall und Niklas Schlegel retten aber das 0:0 in die erste Pause.
Im zweiten Abschnitt beginnt das Spiel mit einer Chance für die Davoser. Beinahe kann Corvi die Scheibe im Netz unterbringen, er schiesst die Scheibe aber alleine vor Schlegel aber am Pfosten vorbei. In der 24. Minute muss dann Leandro Hausheer wegen unsportlichem Verhalten auf die Strafbank und wieder wird das Powerplay der Bündner gefährlich. Es gelingt aber immer noch nicht, auch bei Überzahl, die Scheibe an Niklas Schlegel vorbei ins Tor zu befördern. Nach der Hälfte des Spiels, in der 31. Minute, erlöst dann Valentin Nussbaumer die Heimfans mit einem wunderbaren Solotreffer. Er schiesst das erste Tor der Partie und kann sich feiern lassen. Nach dem Treffer wird die Partie physischer und hitziger. Vor der Pause gibt es dann noch drei Strafen, gegen Meile, Carr und Ambühl für Vergehen im Spielverlauf. Obwohl aber die Spieleranzahl auf dem Feld nicht mehr komplett ausgeglichen ist, kann keine Mannschaft mehr ein Tor im zweiten Drittel erzielen. Nach 40 Minuten führt der HC Davos mit 1:0.
Das dritte Drittel ist geprägt von Strafen und von einem schwachen HC Lugano. Mehrmals sind die Gäste in Unterzahl, irgendwie hält Niklas Schlegel sie aber in der Partie und die Davoser Offensive verzweifelt an ihm. Weil jedoch seine Offensive Aeschlimann nicht gleich fordert, bleibt bis in die 59. Minute das 1:0 stehen. Dann verlässt Schlegel nach einem Icing das Tor. Im direkt darauffolgenden Bully gleicht Luca Fazzini aus, er rettet die Tessiner in die Overtime. Er raubt dem HC Davos damit auch sicher einen Punkt, den sie nun nicht mehr erhalten werden, egal ob sie gewinnen oder verlieren.
Die Overtime dauert nicht lange, aber trotzdem ist Niklas Schlegel wieder im Epizentrum der Gefahr. Mit einem Monstersave gegen Zadina hält er seine Mannschaft zuerst im Spiel, er kann sie wieder retten. Aber nur kurz später muss er sich geschlagen geben, Julius Honka trifft nach einem Querpass von ebenjenem Filip Zadina. Der Finne schiebt den Puck am geschlagenen Torhüter vorbei ins Netz und behält damit den Extrapunkt im Bündnerland.
Der beste Spieler auf dem Eis heute war Niklas Schlegel (HC Lugano). Mit seinem grandiosen Einsatz brachte er den Luganesi einen Extrapunkt. Obwohl die Davoser während der Partie immer wieder Schüsse auf sein Tor regnen liessen, blieb er stets ruhig und konnte sich behaupten. Auch in der Overtime hält er sein Team zuerst im Spiel, muss sich dann aber gegen Honka geschlagen geben. Der Punkt, den die Luganesi für das Unentschieden nach 60 Minuten erhalten, gehören aber dem gebürtigen Zürcher.
Die Tessiner haben Mühe Tore zu erzielen und in solchen Momenten müssen Leitfiguren, Top Skorer die Verantwortung übernehmen. Michael Joly (HC Lugano) konnte heute aber nicht mit einem guten Spiel überzeugen. Meist blieb er unauffällig, nur das gelbe Trikot hob ihn aus der Masse heraus. Eigentlich sollten Spieler wie er in solchen Partien mit wenigen Toren für den Unterschied sorgen, aber er konnte keinen Einfluss auf die Partie nehmen.
In der 59. Minute liegen die Bianconeri zurück. Es sieht zuerst aus, als würden sie ein Timeout nehmen, als würden sie sich nochmals beraten, doch schlussendlich nehmen sie nur ihren Torhüter vom Feld. Sie werfen alles in die Waagschale, das erste Bully muss passen, ansonsten riskieren sie den Gnadenstoss. Doch es kommt wie es soll, Calvin Thürkauf gewinnt das Faceoff und er legt die Scheibe in seinen Rücken. Fazzini kommt von der linken Seite, er nimmt die Scheibe auf, zögert nicht lange und versucht es. Er zieht ab und versenkt die Scheibe im linken, oberen Eck des Tors. Aeschlimann hat keine Chance zu reagieren, er sieht zu wie die Scheibe einschlägt und wie die Tessiner sich in die Verlängerung retten.