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Finnische Firepower dominiert die National League

Die zehn besten Import-Spieler zu Hälfte der National-League-Saison

Im zweiten Teil unserer Analyse schauen wir nach zwei Viertel der Saison, also für die meisten Teams nach 26 Spieltagen, auf die Top-10 der Import-Spieler, die unserer Meinung nach die beste Leistung bis jetzt abrufen konnten. 

Beurteilt wird anhand verschiedener Faktoren wie Anzahl Spiele, Anzahl Scorerpunkte, Platzierung des Vereins, aber auch weniger statistische Merkmale wie Defensivverhalten oder die Rolle im Team. Stand: 06.12.24

Platz 10: Teemu Hartikainen (Genève-Servette HC)

Im ersten Teil unseres Rankings stand der Powerflügel aus Genf noch auf der ersten Position, mittlerweile schafft es Hartikainen noch knapp in die Top-10. Dies auch, weil der Finne zuletzt einige Spiele ausfiel und auch sonst nicht mehr ganz so der Überflieger war, wie noch zu Beginn der Saison. Nichtsdestotrotz kommt Hartikainen auf 12 Tore und 13 Assists in 19 Einsätzen, was den drittbesten Punkteschnitt pro Spiel der Liga bedeutet. Der GSHC vermeldete jüngst, dass der 34-Jährige bis mindestens nach der Nati-Pause nicht mehr auf dem Eis stehen wird, doch in der ersten Saisonhälfte gehörte Hartikainen unserer Meinung nach zu den besten Imports auf Schweizer Eis. 

Platz 9: Mikko Lehtonen (ZSC Lions)

Die ZSC Lions stehen derzeit an zweiter Stelle in der Tabelle, kommen jedoch noch auf zwei Spiele weniger als Leader Davos. Einen erheblichen Anteil an der konstant starken Performance der Zürcher und vor allem an der besten Defensive der Liga, hatte Mikko Lehtonen. Der hochdekorierte Finne schlich sich in den letzten Wochen in den Statistiken nach vorne. Mit einer Plus-17-Bilanz und 13 Scorerpunkten aus 23 Spielen zeichnet sich Lehtonen sowohl als Vorlagengeber als auch als knallharter Defensivakteur aus. Der 30-Jährige gehört zu den besten Import-Verteidiger der Liga und ist aus dem Erfolgskonzept der Zürcher nun seit drei Jahren nicht mehr wegzudenken.

Die Nr. 44 der Zürcher Mikko Lehtonen kann sich schon als zweifacher Weltmeister, einmaliger Olympiasieger, einmaliger Schweizermeister und einmaliger finnischer Meister auszeichnen.

Platz 8: Adam Tambellini (HC Davos)

Der einzige Kanadier dieser Liste spielt in Davos und heisst Adam Tambellini. Der derzeitige Topscorer des HCD gehört zu den besten Knipser der Liga und kam in allen 27 Spielen zum Zug. Dabei erzeilte Tambellini 12 Tore und 14 Assists und glänzte dabei aufgrund seines vielseitigen Skillsets. Der 1,93 m grosse Hühne spielt jedoch nicht erst seit neulich eine beachtliche Saison, sondern kennzeichnet sich vor allem durch seine Konstanz aus, obwohl er nicht in jedem Spiel vollends zur Geltung kam.

Platz 7: Harri Säteri (EHC Biel-Bienne)

Der einzige Torhüter in der Auflistung ist erneut Biels Import Harri Säteri. Der Finne konnte seine Fangquote im Vergleich zum ersten Ranking nochmals steigern und steht mittlerweile bei unglaublichen 94,15 %. Dass die Seeländer über die statistisch zweitbeste Defensive der Liga verfügen (58 Gegentore) ist zu einem grossen Teil auch der Verdienst von Säteri. Ohne ihren ausländischen Top-Torwart würde Biel wohl nicht um die Playoffplätze mitkämpfen können. Da Säteri in seinem dritten Jahr in Biel seine bisher beste Saison spielt und das, obwohl er auch davor schon zu den Besten der Liga zählte, hat er sich Platz sieben der besten Imports regelrecht verdient.

Platz 6: Miro Aaltonen (EHC Kloten)

Der Abgang des Topscorers zum SC Bern nächste Saison wird den Klotenern noch viel Kopfschmerzen bereiten. Nicht nur fehlt ihnen dann ein Punkt-pro-Spiel-Spieler, sondern auch aufgrund des schmerzlichen Faktes, dass er zu einem Liga-Konkurrenten wechselt und er damit Kloten in Zukunft in den Direktduellen sehr weh tun könnte. Denn Miro Aaltonen ist ein Game-Changer, mit sechs Game-winning-Goals führt er die Liga an. 16 Tore hat der Finne bereits erzielt, zweitbester Wert der Liga. 12 Torvorlagen stehen übrigens auch noch in seinem Ausweis. Die Flughafenstädter befinden sich entgegen aller Erwartungen auf dem komfortablen fünften Tabellenrang, auch dank dem teaminternen Scoringleader Miro Aaltonen.

Platz 5: Jerry Turkulainen (HC Ajoie)

Es ist kaum zu glauben, was für eine unglaubliche Saison Jerry Turkulainen derweilen in Ajoie spielt. Man muss sich mal vorstellen, dass aus dem mit Abstand schlechtesten Team der National League ein Spieler die Ligatopscorerwertung anführt. Mit sagenhaften 31 Punkten aus 26 Spielen überflügelt Turkulainen derzeit alle grossen Namen. Der zweitbeste Scorer der finnischen Liga von letzter Saison brauchte nicht viel Anlaufzeit bei Ajoie, doch seit dem Zugang von Pierre-Édouard Bellemare spielt Turkulainen zusammen mit Julius Nättinen gross auf. Das Trio kommt zusammen auf 71 Scorerpunkte, somit hatte so ziemlich immer einer der drei bei den 62 erzielten Toren von Ajoie seinen Stock im Spiel. Bedauerlicherweise ist der Rest des Kaders nicht konkurrenzfähig genug. 

Warum Turkulainen als bester Scorer der Liga nicht auf Platz eins der Imports steht? Nun wie man mit 31 Scorerpunkten aus 26 Spielen auf eine Minus-6-Bilanz kommt, ist selbst uns ein Rätsel. Wenig verwunderlich aber, wenn man auf die 101 kassierten Gegentore schaut, die Ajoie als schlechteste Defensive der Liga auszeichnen.

Remember his name, denn er ist der derzeit beste Scorer der Liga: Jerry Turkulainen

Platz 4: Sakari Manninen (Genève-Servette HC)

Der zweite namhafte Spieler der Genfer ist Sakari Manninen, der vor allem in letzter Zeit eine beachtliche Leistungssteigerung an den Tag legte. Zuletzt riss seine Serie von acht Partien in Folge, in denen er stets scoren konnte. Doch mit 29 Scorerpunkten aus 25 Spielen steht Manninen nicht nur an zweiter Stelle in der Ligascorerwertung, sondern zeigt auch, dass er bis anhin konstant von Spiel zu Spiel einfach abliefert. Elf Tore und 18 Assists zeichnen den 32-Jährigen als vielseitigen Stürmer aus und derweilen auch als einen der besten Imports der Liga. Am Podest schrammt er nur knapp vorbei.

Platz 3: Markus Granlund (Genève-Servette HC)

Markus Granlund verpasste zu Beginn der Saison fünf Spiele verletzungsbedingt, doch was der langjährige NHL-Söldner seitdem ablieferte, ist einfach nur Weltklasse. Sage und schreibe 28 Scorerpunkte (14 Tore und 14 Assists) sammelte Granlund in 19 Partien! Das ergibt einen Punkteschnitt von 1,47 pro Spiel, was absoluter Liga-Bestwert ist. Mit deutlich weniger Einsätzen kletterte der kleine Bruder von NHL-Star Mikael Granlund im Eiltempo die Scorerliste der Liga hoch und befindet sich derzeit auf dem fünften Rang. Macht das Spitzentrio von Servette so weiter, so dürfte auch der GSHC in der gesamten Tabelle noch einen grossen Schritt nach vorne machen. Mit Granlund reiht sich übrigens der siebte und letzte Spieler aus Finnland in die Top-Zehn der Imports ein. Man kann also von einer regelrechten finnischen Dominanz in der Liga sprechen.

Teemu Hartikainen und Markus Granlund (links im Bild) werden diese Saison noch viel zu jubeln haben. Das finnische Duo spielt derzeit gross auf.

Platz 2: Matej Stransky (HC Davos)

Der Davoser Publikumsliebling steht neu in dieser Auflistung und preschte gleich auf Platz zwei im Ranking vor. Nicht nur wegen seiner Punkteausbeute von 24 Scorerpunkten aus 26 Spielen, sondern weil Stransky einfach auch unglaublich wichtig für den HC Davos ist. Mit seinen 17 Toren zeichnet sich der Tscheche als bester Torschütze der Liga aus und hatte massgeblichen Anteil daran, dass sich der HCD an die Tabellenspitze beförderte. Die Plus-18-Bilanz ist übrigens auch eine der besten der Liga. Als kleiner Fun-Fact am Rande befinden sich in der Top-18 der Plus-Minus-Statistik übrigens deren neun Spieler des HCD. Mit Tambellini und Stransky in Höchstform, gehören die Bündner zu den realistischen Titelanwärtern diese Saison.

Platz 1: Austin Czarnik (SC Bern)

Im letzten Ranking noch als Runner-Up, steht der US-Amerikaner zur Hälfte der Spielzeit nun als König der Imports da. Nach Jahren der Erfolgslosigkeit brachte Austin Czarnik, (zumindest noch diese Saison) die Euphorie in Bern und den Glauben an einen Meistertitel zurück. Der SCB verfügt über die zweitbeste Offensive der Liga, auch dank den 29 Scorerpunkten des 31-Jährigen. Der Top-Shot von Bern kommt nicht nur auf eine starke Plus-Minus-Bilanz (+9), sondern zeichnet sich mit 245 gewonnen Bullys auch als drittbester Faceoffs-Spieler der Liga aus. Austin Czarnik ist zum Prunkstück der aussergewöhnlich starken Ausländer-Fraktion rund um Dominik Kahun, Waltteri Merelä und Victor Ejdsell des derzeitigen Tabellenvierten geworden. 

Waltteri Merelä (links) und Topscorer Austin Czarnik (rechts) bilden die Basis einer bärenstarken Ausländer-Fraktion.

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2024-12-07 12:00:20