Die NL-Saison 2024/25 ist zwar noch in vollem Gange, trotzdem laufen die Vorbereitungen für die Spielzeit 2025/26 bereits auf Hochtouren. So wurden bereits wichtige Verträge verlängert beziehungsweise Transfers für die neue Saison unter Dach und Fach gebracht.
Es gibt aber nach wie vor zahlreiche NL-Cracks, deren Zukunft über diese Saison hinaus noch offen ist. In diesem Artikel wollen wir euch ein paar spannende Namen (ohne Gewähr auf Vollständigkeit) präsentieren, die Stand heute (01. Dezember 2024) noch keinen gültigen Vertrag ab Sommer 2025 besitzen.
Zur Information: Sämtliche Import-Spieler, die erst auf diese Saison hin in die Schweizer National League wechselten und einen Einjahresvertrag unterzeichneten, wurden in diesem Artikel nicht berücksichtigt. Ausserdem haben wir Spieler, deren Wechsel bereits feststehen (auch wenn sie noch nicht offiziell kommuniziert wurden) ebenfalls aussen vor gelassen. Als Beispiel kann hierfür Teemu Hartikainen (zu KalPa Kuopio) genannt werden.
Der HCD zeigt bislang eine sehr starke Saison und spielt ganz vorne mit. Grossen Anteil daran hat auch der auf diese Saison hin verpflichtete Julius Honka, der bereits im Sommer 2023 in die National League wechselte. Doch weder beim SCB noch bei Genf konnte er seine Qualitäten konstant nachweisen. Ganz anders jedoch beim HCD, wo er einer der wichtigsten und besten Verteidiger ist. Es wird spannend zu sehen sein, ob die Davoser den Finnen über den Sommer hinaus halten können.
Beim HCFG wird es in der neuen Saison unter Roger Rönnberg zu einem grösseren Umbruch kommen, wollen die Drachen doch das Kader verjüngen. Opfer von dieser Massnahme ist auch Raphael Diaz, dessen Vertrag nicht mehr verlängert werden wird. Der 38-Jährige hat aber bereits betont, weiterspielen zu wollen, kommt das Karriereende für ihn noch nicht infrage. Umso interessanter wird es sein, wo der Routinier in der Saison 2025/26 spielen wird.
Der amtierende Meister konnte das Meisterteam der letzten Saison zusammenhalten und vor allem Derek Grant gilt als grosser Schlüsselspieler. Der Kanadier zeigt auch in dieser Spielzeit seine riesigen Qualitäten und knüpft an die Leistungen der Playoffs an. Die ZSC-Verantwortlichen dürften sicherlich daran interessiert sein, den 34-Jährigen halten zu können. Doch was sind die Pläne des Stürmers? Will er womöglich nochmals in Nordamerika angreifen? Antworten auf diese Fragen gibt es wohl in den nächsten Wochen und Monaten.
Der erst 20-Jährige gilt als grosses Talent, welches er in dieser Saison auch schon in der National League nachweisen konnte. Segafredo ist ein Versprechen für die Zukunft und definitiv interessant für alle NL-Teams. Er wird nun abwägen müssen, ob er bei den ZSC Lions die besten Perspektiven für seine weitere Entwicklung sieht oder ob ihm ein NL-Konkurrent bessere Möglichkeiten bieten kann.
Der Russe bestreitet bereits seine vierte Saison im Dress des EHC Biel und er zeigte von Anfang an stets konstant starke Leistungen. Mit seinen 26 Jahren ist er noch längst nicht am Zenit angekommen, weswegen er sich bestimmt seine Gedanken machen wird, ob eine Luftveränderung guttun würde. Sein Ziel wird es bestimmt sein, um Titel mitspielen zu können, weswegen ein Wechsel innerhalb der NL zu einem Meisteranwärter sicherlich im Bereich des Möglichen liegt. Die notwendigen Qualitäten für den Meisterkampf besitzt Yakovenko allemal.

Auf der Goalie-Position ist in den letzten Tagen schon einiges passiert, was Sandro Zurkirchen womöglich mit etwas Neid zur Kenntnis genommen haben dürfte. Schliesslich wäre er auch froh, wenn er bezüglich seiner Zukunft Gewissheit hätte. Der 34-Jährige zeigt seit Jahren äusserst solide Leistungen für Kloten, weswegen eine Vertragsverlängerung die wahrscheinlichste Variante ist.
Der Finne zeigt in dieser Saison, dass er zu den torgefährlichsten Spielern der Liga zählt. Miro Aaltonen ist eine absolute Bereicherung für die Flughafenstädter und einer, welchen man bei einem Abgang nur ganz schwer ersetzen könnte. Der 31-Jährige dürfte mit Sicherheit auch bei einigen Meisteranwärtern auf dem Zettel stehen und er selbst hätte sicher nichts dagegen, bei einem ambitionierteren Verein um Titel mitspielen zu können.
Mit Dan Tangnes verliert der EVZ nach der Saison bereits den Erfolgstrainer, weswegen ein zusätzlicher Abgang des Captains noch mehr schmerzen würde. Jan Kovar liefert seit seiner ersten Saison mit konstant starken Leistungen ab und er gehört zweifellos zu den besten Import-Spielern der Liga. Auch in dieser Saison hat der 34-Jährige nichts von seiner Klasse eingebüsst. Doch wer weiss, ob es den Offensivspieler zum Ende seiner Karriere hin eher in Richtung Heimat nach Tschechien ziehen wird.
Der Finne steht in seiner zweiten Saison für die Genfer und in dieser liefert er bislang bärenstark ab. Da der Abgang von Teemu Hartikainen (wohl zu KalPa Kuopio) schon inoffiziell feststeht, werden die Grenats sicher alle Hebel in Bewegung setzen, um dessen Landsmann in Genf halten zu können. Der 32-Jährige hat aber dank seiner Leistungen mit Sicherheit Begehrlichkeiten geweckt und es wird spannend zu sehen sein, für welche Option er sich schlussendlich entscheiden wird.
Seine vierte volle Saison für die Bianconeri bestreitet derzeit Daniel Carr. Der Kanadier hat seinen Wert von Anfang an gezeigt und eigentlich immer abgeliefert, wenn er denn fit war. Das Problem bei ihm ist jedoch, dass er des Öfteren mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat und die Tessiner deswegen immer mal wieder auf seine Dienste verzichten müssen. Ist er jedoch fit, gehört er zu den besten HCL-Spielern, weswegen die Fans bei ihm ganz genau hinschauen, wie und wo es mit ihm weitergehen wird.
Der mittlerweile 36-Jährige verdient schon seit Sommer 2016 sein Geld in der National League, als er vom SCB in die Schweiz gelotst wurde. Bei den Bernern war der US-Amerikaner ein Unterschiedsspieler und auch beim HCL zeigte er stets gute Leistungen. Seine Scorerwerte haben in den letzten Jahren jedoch etwas abgenommen, doch was ihn für die neue Saison zusätzlich interessant machen könnte, ist der Fakt, dass er den Schweizer Pass beantragen will. Damit würde Arcobello keine Import-Lizenz mehr beanspruchen. Eine Tatsache, die ihm durchaus einen neuen NL-Vertrag bescheren könnte.
Der langjährige Captain des SCB musste auf diese Saison hin sein Captain-Amt abgeben. Innerhalb der Mannschaft geniesst Simon Moser aber trotzdem nach wie vor ein hohes Ansehen und auch bei den SCB-Fans erfreut er sich immer noch hoher Beliebtheit. Der 35-Jährige würde gerne auch in Zukunft für die Bären seine Knochen hinhalten und zuletzt hat er auch mit überzeugenden Leistungen Argumente für eine Vertragsverlängerung gesammelt. Da der SCB zuletzt bittere Abgänge zu vermelden hatte, wäre es für die Fans sicherlich ein Aufsteller, wenn man mit dem Routinier verlängern würde.
In seiner dritten Saison für die Rapperswiler ist der Däne so richtig aufgeblüht, auch wenn er nach einem bärenstarken Saisonstart die Pace nicht ganz halten konnte. Der 31-Jährige konnte jedoch nachweisen, was er imstande ist zu leisten. Eine Vertragsverlängerung wäre definitiv im Interesse der Lakers, doch Jensen selbst wird sich natürlich seine Gedanken machen, ob er womöglich nicht zu einem etwas ambitionierteren Team wechseln will.
Zur Information: Fett markiert sind die Import-Spieler
Alessandro Segafredo Alexander Yakovenko Daniel Carr Derek Grant EHC Biel-Bienne EHC Kloten Eishockey EV Zug Genève-Servette HC HC Davos HC Fribourg-Gottéron HC Lugano Jan Kovar Julius Honka Mark Arcobello Miro Aaltonen National League Nicklas Jensen Raphael Diaz Sakari Manninen Sandro Zurkirchen SC Bern SC Rapperswil-Jona Lakers Simon Moser sport.ch ZSC Lions