In der National League haben die Teams bislang zwischen 17 und 22 Partien absolviert. Wir werfen einen Blick auf die unserer Meinung nach zehn besten Stürmer nach dem Saisonstart.
Hinweis: Die Liste wurde aufgrund von Faktoren wie Scorerpunkte, Verhältnis erster/zweiter Assists, Eiszeit, Special-Teams, Plus-Minus-Bilanz, Bully-Quote, Schusseffizienz, Rolle im Team oder der Teamplatzierung erstellt.
Es ist fast ein kleines Wunder, dass man aus dem Team des mit Abstand Tabellenletzten in einer Top-Ten-Liste landen kann. Doch Jerry Turkulainen beweist eindrücklich, dass er einer der wenigen Lichtblicke beim HC Ajoie ist. Der finnische Top-Neuzugang spielt eine richtig starke Saison aus persönlicher Sicht, denn der 26-Jährige kommt bis anhin auf 21 Scorerpunkte. Damit hatte er fast bei der Hälfte aller Tore von Ajoie (44) seinen Stock im Spiel. Turkulainen erhielt bis anhin am achtmeisten Eiszeit der Liga, ist Dauerkandidat im Powerplay und besitzt mit 31,82 % die zweitbeste Schusseffizienz der Liga von Spielern, die über 20 Spiele absolviert haben.

Bei Lausanne gibt es im Sturm sehr viele Kandidaten, die sich für eine Bestenliste aufdrängen, wie bspw. Antti Suomela oder Damien Riat, denn der Tabellendritte ist ausgezeichnet in Form. In Form ist aber vor allem auch der Schweizer Nationalspieler Théo Rochette. Der erst 22-Jährige steht nach 21 Spielen bei 19 Scorerpunkten, wobei er sich sowohl als Torschütze (9 Treffer) als auch als Vorlagengeber (10 Assists) auszeichnen kann. Mit einer Plus-Fünf-Bilanz besitzt er auch teamintern die zweitbeste Statistik. Der junge Flügelspieler trumpft vor allem mit seiner Unbekümmertheit und seiner jugendlichen Leichtigkeit auf.
Der schwedische Neuzugang aus Frölunda brauchte in Rapperswil keine Anlaufzeit, denn nach 20 Spielen kann er sich durch elf Tore und zehn Assists auszeichnen. Ligaweit steht der 30-Jährige auf Platz Fünf der Scorerwertung. Wenn Strömwall diese Pace halten kann, so würde er am Ende auf starke 54 Scorerpunkte kommen und mehr als einen Punkt pro Spiel erzielen. Nachdem sowohl Nicklas Jensen als auch Tyler Moy einen kleinen Leistungsrückfall hatten nach ihrem furiosen Saisonstart, war es vor allem Malte Strömwall der konstanten Leistungen abrief und sich sogar noch steigern konnte.
Nach einer durchzogenen letzten Saison läuft der Captain des EV Zug wieder zu Höchstform auf und ist wieder der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Zuger. Kovar sticht vor allem mit seinen 16 Assists hervor, insgesamt steht der Tscheche bei 21 Scorerpunkten und damit Platz Acht in der Liga. Alleine im Powerplay überragte Jan Kovar mit zehn Assists. Der Center kann auch eine starke Faceoffs-Quote vorweisen, mit 56,46 % gehört er zu den besten Bullyspielern der Liga. Zu seiner starken offensiven Produktion kommt noch eine stabile Plus-Zehn-Bilanz dazu.

Bei den Berner stehen unglaubliche fünf Spieler in der Top-20 der Ligascorerwertung. Einer, der besonders heraussticht, ist Marco Lehmann mit 20 Scorerpunkten aus 18 Spielen. Wie Kovar gewinnt auch Lehmann unglaublich viele Bullies, starke 61,54 % kann er vorweisen, ein absoluter Spitzenwert in der Liga. Zudem zeichnet sich Lehmann auch als effizienter Schütze aus, fast ein Viertel aller Schüsse landen bei ihm im Tor. Doch das Hauptargument für die sensationelle Form des 25-Jährigen ist seine Plus-14-Bilanz, was ligaweit der zweitbeste Wert ist. Der junge Schweizer darf mit seinen Leistungen wohl zukünftig auch mit einem Nati-Aufgebot rechnen.
Adam Tambellini liefert mit seinen 21 Scorerpunkten, davon 9 Tore und 12 Assists, sehr starke Argumente. Von seinen 12 Torvorlagen, sind deren neun Erst-Assists, also setzt er seine Mitspieler immer direkt in Szene für einen perfekten Abschluss. Eine Plus-Zehn-Bilanz spricht ebenfalls für den 1,93 m grossen Kanadier. Und nicht nur ihm, sondern auch dem ganzen Team läufts rund, denn die Davoser befinden sich auf dem zweiten Tabellenplatz und sind dabei mit Leader ZSC punktgleich.
Der Center der Top-Linie des EHC Kloten ist so ziemlich in jeder Statistik überragend. Der Assistenzcaptain, der seit drei Jahren für die Flughafenstädter aufläuft, kommt bereits auf 13 Tore und acht Assists. Damit befindet er sich auf bestem Weg seine bisher beste Saison bei Kloten zu spielen, wobei sich der 31-Jährige gerade als eiskalter Torschütze, aber auch passgenauer Teamplayer auszeichnen kann. Auch dank Miro Aaltonen stehen die Klotener auf dem starken fünften Tabellenplatz, nicht zuletzt aufgrund seiner viert Gamewinning-Goals (Ligabestwert).
Die Leistungen des Finnen in Zahlen ausgedrückt: Platz Sechs der meisten Eiszeit der Liga, Platz Sieben der meisten Eiszeit im Powerplay, mit 361 am viertmeisten Bullies gewonnen, mit 77 Torschüssen am zweitmeisten Schüsse abgegeben, mit 13 Toren am zweitmeisten Treffer erzielt und mit Plus-Neun auf Platz Elf der Bilanz der Liga. Der Topscorerhelm wird er wohl in Kloten nicht mehr abgegeben.

In seiner dritten Saison in Genf ist Hartikainen unglaublich unterwegs. Der Finne schiesst nicht nur viele Tore, sondern legt auch oft auf seine Mitspieler auf. Ganze elf Tore und 12 Assists kann der 34-Jährige vorweisen. Man bekommt den Eindruck, dass Hartikainen wie ein Wein reift und immer besser wird mit dem Alter. Rechnet man seine Ausbeute auf alle Spiele hoch, so käme der Kraftbrocken auf 71 Scorerpunkte. Der Topscorer des GSHC ist ein Dauerbrenner im Spiel der Genfer und der liefert konstant gute Leistungen ab.
Auf den besten beiden Plätzen dieser Liste mussten wir uns zwischen zwei Spieler, die beide die Scorerliste der Liga punktgleich anführen, mit 25 Scorerpunkten. Doch auf Platz Zwei haben wir uns für Daniel Vozenilek entschieden. Der tschechische Weltmeister und Liga-Meisterheld stiess diesen Sommer neu zu den Zugern und ist bereits nicht mehr aus dem Spiel des EVZ wegzudenken. Der 28-Jährige ist der Torschütze vom Dienst und weist mit seinen 14 Saisontoren den Bestwert der Liga auf. Wenig verwunderlich ist er einer der effizientesten Spieler der Liga mit 23,21 %. Wie wichtig Vozenilek bereits für die Zuger ist, sehen wir auch daran, dass er bereits in drei Spielen das spielentscheidende Tor erzielen konnte. Dazu traf er in dieser Saison bereits in elf NL-Spielen in Serie, was einen neuen Vereinsrekord bedeutet!
Der aktuell beste und wohl auch kompletteste Stürmer ist jedoch Austin Czarnik, der Neuzugang aus der USA. Der Leistungsnachweis des 31-Jährigen ist beeindruckend und in sämtlichen Statistiken weist er Topwerte auf. Sieben Tore, 18 Assists, davon zehn Erst-Assists (Ligabestwert), eine Plus-Sieben-Bilanz, versenkte drei von fünf Penalties (Ligabestwert), gewann mit 385 am drittmeisten Bullies (53,77 %), absoluter Powerplay-Spezialist und belegt den 13 Platz der durchschnittlichen Eiszeit der gesamten Liga.
Zudem beherrscht sich Czarnik im Gegensatz zu Daniel Vozenilek etwas besser, denn der US-Amerikaner kommt gerade mal auf sechs Strafminuten, während der Tscheche bereits deren 26 absitzen musste. Spielt Austin Czarnik so weiter, so befindet er sich genau auf dem Weg, die gleiche Scoringausbeute des letztjährigen Ligatopscorers Marcus Sörensen zu erreichen, nämlich deren 63 Punkte.

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