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Gleich zwei Spieler sorgten im Oktober für Rekorde

Die High- und Lowlights des Monats Oktober

Seien es Rekordbrecher, verrückte Personalentscheidungen oder sportliche Erfolge und Misserfolge; die National League hatte einiges zu bieten im Monat Oktober. Wir präsentieren euch unsere High- und Lowlights des vergangenen Monats. 

Die Highlights

Andres Ambühl knackt den NL-Rekord für die meisten Spiele

In seiner unglaublichen Karriere erlebte der 41-Jährige diesen Monat im Spiel gegen den SC Bern einen weiteren Meilenstein und schrieb damit National-League-Geschichte. Mit seinem 1270. NL-Spiel wurde Andres Ambühl zum alleinigen Rekordhalter.

Der sechsfache NL-Champion überholte ironischerweise ausgerechnet im Heimspiel gegen den SCB den bisherigen Rekord von Beat Gerber. Und sein Rekordabend war dazu noch erfolgreich, denn die Davoser konnten das Spiel mit 4:3 nach Penaltyschiessen gewinnen und "Büeli"steuerte dabei einen Assist bei

Matej Stransky zeigt sportliche Fairness

Bleiben wir gleich beim HCD, denn im Spiel gegen Fribourg-Gottéron zeigte Matej Stransky seine altruistische Ader. Denn beim Stand von 1:0 für die Davoser und einer Powerplay-Situation der Fribourger, hebt auf einmal der Schiedsrichter die Hand und zeigt eine Strafe gegen Gottéron an, nachdem Stransky mit dem Hintern aufs Eis gefallen ist. Ein Beinstellen sollen sie gesehen haben.

Doch Stransky gab den Referees zu vermelden, dass er lediglich das Gleichgewicht verloren hat und ohne gegnerische Einwirkung hingefallen sei. Die Strafe wurde dementsprechend nicht ausgesprochen und die Spieler von Gottéron bedankten sich beim Tschechen für seinen fairen Sportgeist.

Trade von Chris DiDomenico und Jakob Lilja

Die Nachricht kam aus dem Nichts und überraschte die ganze Hockey-Schweiz, als Ambri-Piotta auf einmal den Transfer von Chris DiDomenico verkündete. Im Gegenzug schickte man den bis anhin in der Saison blass gebliebenen Jakob Lilja nach Fribourg. Dieser Trade, mit dem Ziel einen Neustart für beide Spieler herbeizuführen, macht aus sportlicher Sicht für alle Beteiligten Sinn.

Rund einen Tag später nach der Verkündung der Transfernews steht DiDo bereits im Kader von Ambri im Spiel gegen den EV Zug. Und die neue Nummer "89" lieferte gleich in seinem ersten Spiel für die Biancoblú einen Assist. Das Spiel hingegen ging für DiDomenico und seinen neuen Arbeitgeber in der Verlängerung verloren. Doch der Punktegarant fühlt sich in der Leventina bereits wohl und hofft im Tessin ein Umfeld zu finden, dass dem aussergewöhnlichen Hockeykünstler gerecht wird.

Daniel Vozenilek bricht Klubrekord

Der Tscheche brauchte nicht viel Angewöhnungszeit bei seinem neuen Arbeitgeber in Zug und läuft bereits zu Höchstform auf. In seiner ersten Saison bei Zug verewigt sich Vozenilek bereits in den Geschichtsbüchern der Zuger, denn der 28-Jährige konnte in zehn aufeinander folgenden Spielen einen Torerfolg feiern.

Der Tscheche, der mit dem Gewinn der tschechischen Meisterschaft, sowie dem Weltmeistertitel mit seinem Heimatland, ein erfolgreiches Jahr hinter sich hatte, war auch massgeblich am Aufschwung der Zuger in diesem Monat beteiligt. Mit 21 Scorerpunkten und der aktuellen Ligatopscorer-Krone war der Linksschütze ein wichtiger Bestandteil im Spiel der Zuger, welche sich von Platz 13 auf Platz 4 vorgekämpft haben. 

Die Zuger rund um Vozenilek befinden sich derzeit in bestechender Form. Der Tscheche schaut nun mit einem Auge auf den Ligarekord von 14 Spielen in Folge mit einem Treffer, um den Allzeitrekord von Lance Nethery 1985 einzustellen.

Bildquelle: official_evz - Instagram des EV Zug

Die Lowlights

Wohlwend muss Adieu sagen

Nach gerade mal anderthalb Jahren musste Christian Wohlwend seinen Posten beim HC Ajoie bereits räumen. Nach einer mageren Ausbeute von vier Punkten aus 13 Spielen zogen die Klubverantwortlichen die Reissleine und entliessen den 47-Jährigen Mitte Oktober. Eine Entscheidung, die sich abgezeichnet hat, wenn man sich den miserablen Saisonstart der Jurassier angeschaut hat. 

Beim HCA steht mittlerweile Sportdirektor Julien Vauclair als Interimstrainer an der Bande, welcher in vier Spielen bereits mehr Punkte (5) sammeln konnte als Wohlwend zuvor. Nichtsdestotrotz steht Ajoie völlig abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz, neun Punkte hinter Genève-Servette und mit einer Minus-36-Bilanz was die Tore angeht

Ambri schafft Platz im Kader und entlässt Jonathan Ang

Ambri war neben Lausanne, Lugano und Rapperswil der einzige Verein mit acht Imports im Team. Eine Rechnung, die für die Leventiner so nicht aufging, denn schon nur rein finanziell kann Ambri es sich nicht leisten, dass einige ihrer Ausländer zum Zuschauen verdammt sind. Aber auch sportlich konnten einige Ausländer nicht wie erhofft abliefern (beispielsweise Juvonen abgelöst durch Gilles Senn, Lilja nach Fribourg getraded). Und so kam es, dass man einvernehmlich mit Jonathan Ang den Vertrag aufgelöst hat.

Den Kanadier verpflichtete man mit grossen Erwartungen, war er doch zwei Jahre lang Topscorer des EHC Kloten. Doch der 26-Jährige kam überhaupt nicht auf sein Leistungsniveau heran, spielte lediglich in sieben Partien und konnte dabei gerade mal einen einzigen Assist verbuchen. Eine Vertragsauflösung war die logische Konsequenz, somit konnte Ang eine neue Herausforderung suchen, hat es doch offensichtlich in Ambri einfach nicht gepasst. Der Stürmer wurde kurz darauf von HV71 aus der schwedischen SHL unter Vertrag genommen.

Der Absturz der Flughafenstädter

Hochgelobt wurden sie, als der EHC Kloten nach Saisonauftakt sich auf einmal auf dem ersten Tabellenplatz wiederfand, doch der anfängliche Zauber scheint bereits wieder verflogen. Die Zürcher stürzten von Tabellenplatz eins auf den achten Rang ab, auch weil sie in den letzten zehn Spielen sechs Niederlagen einfahren mussten.

Mit einer Torausbeute von mageren 39 Toren besitzt man eine der schlechtesten Offensiven der Liga. Doch auch die Special-Teams funktionieren nicht mehr, denn Kloten besass, vor dem Auswärtssieg gegen Fribourg-Gottéron, das schlechteste Powerplay (11,11 %) der Liga, sowie das zweitschlechteste Boxplay (73,33 %). Werte, in denen sich die Klotener verbessern müssen, wollen sie nicht ganz in den Tabellenkeller abrutschen.

Die Welschen werden den Erwartungen bisher nicht gerecht

Zugegeben, der Titel ist etwas hart formuliert, befindet sich mit dem Lausanne HC ein welsches Team auf dem überragenden zweiten Tabellenplatz. Doch die Rede ist hier leider von den drei anderen Teams, die allesamt zusammen im Tabellenkeller sitzen. HC Ajoie auf dem letzten Platz, der Genève-Servette HC auf Platz 13 und der HC Fribourg-Gottéron auf dem 12. Rang.  Sie wurden bisher den Erwartungen nicht gerecht, vor allem Fribourg und Servette hatten viele Experten doch deutlich stärker eingeschätzt und somit weiter oben in der Tabelle erwartet.

Bei Genf gibt es nicht nur im Stadion Probleme mit der Stromversorgung, weswegen ein Spiel gegen die SCL Tigers verschoben werden musste, sondern auch in der ganzen Mannschaft scheint derzeit noch etwas die Energie zu fehlen. Man muss hingegen beachten, dass die Grenats mit Abstand am wenigsten Spiele absolvierten im Oktober und erst auf 14 Ligapartien kommen. Nach Verlustpunkten befindet man sich schon in der oberen Tabellenhälfte. Aber Fakt ist, dass es Servette nicht gelungen ist, im Oktober den Schritt aus dem Tabellenkeller zu machen.

Und was bei Fribourg derzeit los ist, kann keiner so wirklich verstehen. Die neuste Niederlage zu Hause gegen den EHC Kloten schmerzt und wirft viele Fragezeichen auf. Ist das Team doch immer noch gespickt mit Superstars und hat man mit Marcus Sörensen sogar den letztjährigen Ligatopscorer in ihren Reihen. Doch das Team von Pat Emond kommt einfach nicht auf Touren. Immerhin läuft es in der Champions Hockey League relativ gut und vielleicht kann man dann beim anstehenden Spengler Cup nochmals viel Selbstvertrauen sammeln.

Ratlose Blicke derzeit bei Fribourg-Gottéron

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2024-11-01 10:00:33