




























































































Genève-Servette HC vs. HC Davos in der National League. Den Spielbericht zur Partie gibt es hier.
Die Hausherren kamen schwungvoll aus der Kabine und drückten direkt aufs Tempo: Schon in der ersten Minute bot sich Vatanen eine gute Schussposition, doch er verfehlte das Tor knapp. Kurz danach versuchte es Spacek, doch Aeschlimann behielt im Verkehr die Übersicht und parierte stark. Nur wenig später hatten die Calvinstädter dann bereits die erste Überzahlmöglichkeit, liessen die Chance jedoch ungenutzt. In der Folge flachte das Spiel etwas ab und fand trotz eines guten Spielflusses mit wenigen Unterbrüchen mehrheitlich in der neutralen Zone statt. Mit der Zeit übernahmen dann aber die Bündner das Kommando. Besonders Filip Zadina sorgte immer wieder für brenzlige Situationen vor Mayer, doch auch die Bündner blieben in den ersten 20 Minuten ohne Treffer.
Wie schon zu Beginn des Spiels erwischten die Genfer den besseren Start, konnten dies aber erneut nicht in ein Tor ummünzen. Nur zwei Minuten nach dem Wiederbeginn mussten die Hausherren dann den Torwart wechseln. Nach einem Laufduell zwischen Le Coultre und Dahlbeck prallte der Davoser unglücklich mit Mayer zusammen und so wurde dieser unsanft gegen den Pfosten geschleudert. So kam Jaafri-Hayani zu seinem zweiten NLA-Einsatz, doch dieser startete alles andere als wunschgemäss: Nur eine Zeigerumdrehung nach seiner Einwechslung zappelte die Scheibe bereits hinter ihm im Netz. Nussbaumer erzielte nach einer tollen Vorarbeit von Zadina das 0:1. Auch nach dem Führungstreffer hielten die Bündner den Druck hoch. Mit fortschreitendem Spiel wurde es dann immer ruppiger. Die Checks häuften sich, und bei jeder Gelegenheit setzte man dem Gegner noch einen mit auf den Weg. Der Höhepunkt kam kurz vor Drittelsende, als Filip Zadina nach dem Videostudium der Schiedsrichter wegen eines Ellbogenchecks mit einer 5-Minuten + Spieldauer-Disziplinarstrafe unter die Dusche geschickt wurde. Da auch Praplan eine Strafe erhielt, blieben den Genfern nur drei Minuten in Überzahl, wovon sie noch zwei ins Schlussdrittel mitnehmen.
Zwei Minuten blieben den Westschweizern zu Beginn des Schlussabschnitts noch in Überzahl, doch die Cadieux-Équipe brachte mit einem Mann mehr herzlich wenig zustande. Dennoch blieben die Hausherren dran und wurden in der 45. Minute für ihre Bemühungen belohnt: Hartikainen kurvte mit dem Puck hinter dem Tor durch und dann in den Slot, wo er Aeschlimann unter dem Beinschoner in der entfernten Ecke erwischte. Bis kurz vor Spielschluss wollte dann keines der beiden Teams das letzte Risiko eingehen, weshalb sich das Spielgeschehen wieder vermehrt in die Mittelzone verlagerte. In der 53. Minute musste Jooris wegen einer Behinderung für zwei Minuten in die Kühlbox, doch auch diese Überzahlchance nutzte der HCD nicht. Nur drei Minuten später ergab sich dank der Strafe gegen Richard bereits die nächste Möglichkeit, und dieses Mal schlugen die Bündner zu: Tambellini nutzte einen tollen Querpass von Nussbaumer eiskalt aus und stellte auf 1:2. Cadieux ging in der Folge volles Risiko und ersetzte seinen Goalie durch einen sechsten Feldspieler, doch dieser Poker zahlte sich nicht aus – im Gegenteil: Kurz vor Schluss traf dann auch noch Egli ins leere Tor zum 1:3-Endstand. Der HCD macht damit das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt und verschärft die Genfer Krise.
Valentin Nussbaumer (HC Davos): Null Tore, vier Assists – das war die Ausbeute von Nussbaumer vor dieser Partie. Mit einem Tor und einer Vorlage verbessert der Angreifer seine Scorerwerte ordentlich und besonders freuen wird ihn, dass er mit seinen Punkten massgeblichen Anteil daran hat, dass der HCD die drei Punkte mit ins Bündnerland nimmt.
Filip Zadina (HC Davos): Dass Zadina dem HCD mit seiner Klasse viel Freude bereiten wird, war bereits früh klar (siehe Vorlage zum 0:1). Dennoch geht der Tscheche mit seinem Einsatz oft auf die Gratwanderung. Heute übertrieb der Angreifer mal wieder und musste kurz vor Ende des zweiten Drittels mit einer 5-Minuten + Spieldauer-Disziplinarstrafe vorzeitig unter die Dusche.
In der 22. Minute kam es zu einem heftigen Zusammenprall zwischen Dahlbeck und Mayer! Von links zog Dahlbeck vors Genfer Tor, als ihm Le Coultre die Beine wegzog. Ohne Chance zum Abbremsen krachte Dahlbeck mit voller Wucht in Mayer, der unglücklich gegen den Pfosten geschleudert wurde. Dahlbeck stand schnell wieder auf, aber für Mayer ging es nicht weiter.