Im ersten Teil unserer Analyse schauen wir nach einem Viertel der Saison, also für die meisten Teams nach 13 Spieltagen, auf die Top 10 der Import-Spieler, die unserer Meinung nach die beste Leistung bis jetzt abrufen konnten.
Beurteilt wird anhand verschiedener Faktoren wie Anzahl Spiele, Anzahl Scorerpunkte, Platzierung des Vereins, aber auch weniger statistische Merkmale wie Defensivverhalten oder die Rolle im Team. Stand: 24.10.24
Saarijärvi zeigt gleich in den ersten Spielen der neuen Saison, weshalb er zu den besten Verteidigern der Liga gehört. Mit elf Scorerpunkten aus 13 Spielen ist er auf besten Weg seine persönliche Bestmarke von 37 Scorerpunkten in der National League zu knacken. Zusammen mit Aleksi Saarela gehört er zu den absoluten Leistungsträger im Team der Emmentaler.
In Zug ist er längst zur Legende empor gestiegen, denn viele sehen in ihm die Personifizierung der beiden Meisterjahre von 2021 und 2022. Seit seinem Engagement beim EVZ kann der Tscheche in der National League 245 Punkte in 261 Spielen aufweisen. Doch letzte Saison lief es dem Center alles andere als rund, lediglich 28 Scorerpunkte holte er, eine maue Ausbeute für einen Mann seines Formats. Aber diese Saison spielt Jan Kovar wieder gross auf. 16 Punkte aus 14 Spielen und somit Platz 4 in der aktuellen Liga-Scorerwertung. Mit seinem genialen Auge für die Mitspieler reiht er wieder Assists um Assists in seiner Bilanz dazu. Zusammen mit seinem kongenialen Sturmkollegen und Landsmann Daniel Vozenilek, welcher durchaus auch eine Erwähnung verdient hat, bilden sie eines der gefährlichsten Offensiv-Duos der Liga. Da Kovar als Captain und Leader noch mehr Verantwortung trägt, haben wir uns für den 34-Jährigen im Ranking entschieden und gegen den durchaus auch mal aggressiv-auffälligen Vozenilek.

Kloten und finnische Verstärkungsspieler, das passt. Denn von den drei besten Scorer im Team findet man dreimal einen finnischen Pass hinter der Persona. Miro Aaltonen, Sami Niku und Niko Ojamäki sind die Erfolgsgaranten für die Flughafenstädter. Doch allen voran Topscorer Aaltonen ist massgeblich daran beteiligt, dass sich die Klotener auf dem derzeitigen überragenden vierten Tabellenrang befinden. Acht Tore und vier Assists in 14 Spielen sprechen für sich. Nach seiner durchzogenen Saison 23/24 befindet sich der 31-Jährige in seiner dritten Saison beim EHCK wieder in Topform.
Viele denken sich vielleicht, wie es Patrik Nemeth in diese Auflistung geschafft hat, denn mit sieben Scorerpunkten befindet sich der Schwede gerade mal auf Platz 74 in der Scorerwertung der Liga. Doch lasst es uns statistisch belegen, wieso der Verteidiger vom SCB aktuell zu den besten Imports der Liga gehört. Nemeth ist ein nimmermüder Dauerbrenner und defensiver Schwerarbeiter, der fast 22 Minuten pro Spiel auf dem Eis steht, besitzt mit Plus-12 die zweitbeste Bilanz und erhält gerade im Boxplay die zweitmeiste Einsatzzeit der gesamten Liga. Neben seinem physischen Spielstil und seinen überragenden Defensivarbeiten steht der 32-jährige Defensivverteidiger somit zurecht unter den besten Imports zum Saisonbeginn.
Natürlich darf ein Torhüter nicht in diesem Ranking fehlen, doch Harri Säteri hat sich auch dank seiner überragenden Leistungen einen Platz in der Top-10 der Imports verdient. Denn Säteri besitzt mit einer überragenden Fangquote von 93,87 % die zweitbeste der gesamten Liga. Mit Harri Säteri im Tor konnten die Bieler siebenmal gewinnen und somit hat er einen gewaltigen Einfluss, dass sich das Team aus dem Seeland derzeit auf dem fünften Tabellenplatz wiederfindet.
Die Berichte um Nicklas Jensen hörten gerade am Anfang der Saison nicht mehr auf, denn der dänische Nationalspieler erwischte einen Blitzstart und stand lange Zeit an oberster Stelle der Scorerliste. Gross war die Frage nach dem adäquaten Ersatz für Roman Cervenka und die Antwort der Lakers lautet: Nicklas Jensen. Sechs Tore und sieben Assists kann sich der 31-Jährige bereits gutschreiben lassen. Mit seiner Gardemasse von 192 cm und 99 kg ist der Flügelspieler, zusammen mit Tyler Moy, das Aushängeschild des derzeitigen Erfolges des SCRJ, die nach 14 Spieltagen an Position Drei der Tabelle stehen.

Was kann Antti Suomela denn eigentlich nicht, fragt man sich? Fünf Tore, zehn Assists, Powerplay-Spezialist und zweiter Tabellenplatz. Bei Suomela und seinen Lausanner läuft aktuell alles nach Plan. Der 30-jährige Finne spielt aktuell so stark, dass man sich fragt, wie lange es wohl noch dauert, bis der LHC seine Vertragsverlängerung bekannt gibt. Auf jeden Fall lässt sich festhalten, Antti Suomela beim Hockey zuzuschauen ist einfach ein Genuss.
Stände er nicht im Schatten zweier noch überragender Spieler, so hätte Jesse Virtanen auf jeden Fall auch Platz 1 verdient, so wie er aktuell aufläuft. Denn in der Scorerliste taucht unter all den Stürmern auf einmal ein Verteidiger auf Platz Sieben auf, mit dem Namen Jesse Virtanen. Der Finne ist in Ambri längst Leistungsträger, sowie Publikumsliebling. Mit 14 Scorerpunkten ist Virtanen der Topscorer der Leventiner, nicht zu vergessen als Verteidiger neben Spieler wie Kubalik, Pestoni und Co. Mit einer durchschnittlichen Eiszeit von 24:50 Minuten ist er auch dort der absolute Spitzenreiter der Liga. In seiner dritten Saison bei Ambri blüht der Finne so richtig auf und befindet somit berechtigterweise auf dem dritten Podestplatz der besten Import-Spieler.

Lange Zeit stand er alleine mit Teamkollege Marco Lehmann an der Spitze der Scoringliste. Der US-Amerikaner befindet sich zwar immer noch dort, war aber zuletzt nicht mehr so fleissig am scoren wie noch die aussergewöhnlichen Wochen davor. Czarnik stiess diesen Sommer neu zum SCB und etablierte sich gleich zur absoluten Teamstütze. Mit seinen 17 Scorerpunkten ist er der Mann der Stunde bei den Berner und leistet einen erheblichen Beitrag, dass das Team von Jussi Tapola zu den offensiv-stärksten Mannschaften der Liga gehört. Sollte der 31-Jährige weiterhin so gut in Form bleiben, so könnte am Ende der Saison gar die Liga-Topscorer-Krone drin liegen und mit Bestimmtheit würde er den SC Bern in die Playoff-Group schiessen. Verdienter zweiter Platz.
An ihm führt aktuell keiner vorbei. Teemu Hartikainen war schon 2023 beim erstmaligen Meistertitel für die Genfer die überragende Personalie und ist auch in dieser Saison wieder die absolute Scoring-Maschine. Mit 17 Scorerpunkten, davon zehn Treffern, steht Teemu Hartikainen an erster Stelle in der Liga-Scorerwertung und auf Platz Eins unseres Import-Rankings. Nicht zu vergessen, dass der Finne erst elf Spiele absolviert hat und somit zu weniger Einsatzzeit kam als die anderen Topscorer rund um Czarnik oder Vozenilek. Die Grenats stehen zwar aktuell auf dem zwölften Tabellenplatz, doch rechnet man die Verlustpunkte mit ein durch die Spiele, die sie noch nicht absolviert haben, so könnten sie sich gerade so gut auf Platz Zwei wiederfinden. Der 34-Jährige bittet aktuell zum Schaulaufen und ist auf bestem Weg, Ligatopscorer zu werden. Hartikainen, der aktuell noch ohne Vertrag für seine Zukunft dasteht, will noch mal den ganz grossen Triumph mit Servette erreichen.
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