Eine neue Saison bedeutet oftmals auch wieder ein Neuanfang für einige Spieler. Gerade an die Import-Spieler werden hohe Erwartungen gestellt und dieser konnten letzte NL-Saison nicht alle gerecht werden. Wir schauen auf die Spieler mit ausländischer Lizenz, welche zu Beginn der Saison eine ordentliche Leistungssteigerung vollziehen konnten im Vergleich zur letztjährigen Saison.
Wichtig: Nicht alle Spieler, die hier aufgeführt werden, waren ein Totalausfall letzte Saison, sondern konnten durchaus überzeugen. Dass sie dennoch gelistet sind, bedeutet lediglich, dass sie nun zum Saisonstart noch einen drauflegen konnten.
Der wohl bedeutendste Name auf unserer Liste zeigt gleichzeitig den krassesten Kontrast. Von Jan Kovar sah man letzte Saison mehr Schatten als Licht und teilweise wirkte er völlig von der Rolle. Der Captain zeigte bis zur letzten Saison ausgezeichnete Leistungen. Konnte in jeder Saison davor bei Zug mindestens 40 Punkte sammeln und führte die Zuger zweimal zum Meistertitel. Danach der Einbruch, nur noch 28 Punkte konnte der Tscheche vergangene Spielzeit beitragen, sei es aus persönlichen oder verletzungstechnischen Gründen. Doch der 34-Jährige scheint sich erholt zu haben und ist regelrecht beflügelt. Der robuste Center mit einem brillanten Auge für seine Mitspieler kommt diese Saison bereits auf 16 Zähler aus 13 Spielen, zwölf davon sind Assists.

Der Verteidiger kam letzte Saison aus Schweden in die Schweiz zum SC Bern. Nach gerade mal 25 Spielen hatte man in der Hauptstadt genug von seinen durchwachsenen Leistungen und verlieh ihn an den Genève-Servette HC für den Rest der Saison. Maue 21 Scorerpunkte sammelte Honka während der gesamten Saison, konnte aber vor allem auch defensiv nicht restlos überzeugen. Auf diese Saison hin nahm ihn den HC Davos unter Vertrag und schenkten ihm das Vertrauen. Der 28-Jährige zahlt es derzeit mit zehn Punkten aus 13 Spielen zurück. Allen voran erzielte er davon bereits fünf Tore, was eine beachtliche Zahl ist für einen Verteidiger.
Aaltonen befindet sich in seiner dritten Saison mit dem EHC Kloten. In seiner ersten Spielzeit in der Flughafenstadt glänzte der Stürmer mit 49 Punkten aus 51 Spielen. Dieses Leistungsniveau konnte er jedoch in seiner zweiten Saison nicht mehr erreichen und kam lediglich auf 23 Zähler. Tabellenplatz 13 am Ende der Regular Season bezeugten die schwachen Leistungen der Klotener Spieler. Nun läuft es wieder besser, denn Aaltonen kommt bereits auf zwölf Scorerpunkte aus 14 Spielen und zeigte sich dabei mit seinen acht Toren sehr treffsicher. Läuft es ihm besser, so läuft es auch den Flughafenstädter besser, die sich aktuell auf dem überragenden vierten Tabellenplatz befinden.
Der erst 26-jährige Verteidiger spielt schon einige Zeit beim EHC Biel. Doch man wird das Gefühl nicht los, dass der Knoten noch nie richtig geplatzt ist und dass der Verteidiger noch zu weitaus besseren Leistungen fähig wäre. Yakovenko hat zwar immer ordentlich gepunktet, aber nach verletzungsbedingten Ausfällen und vor allem seiner praktischen Inexistenz während den letzten Playoffs, gerade einmal zwei Punkte konnte er beisteuern, erhoffte man sich in Biel, dass er endlich den "next Step" machen würde. Inzwischen ist der Kasache auf Touren gekommen, acht Assists hat er bereits auf dem Konto und es scheint als würde er seine persönliche Bestmarke von 29 Punkte in der National League endlich mal übertreffen.
Er war der überragende Mann bei Genf in ihrer Meistersaison 2022/23, mit sagenhaften 43 Punkten in der Regular Season und zwölf Torbeteiligungen in den Playoffs. Entsprechend waren die Erwartungen hoch an sein zweites Jahr mit dem GSHC in der vergangenen Saison. Doch die Leistungen flachten ab, seine persönlichen, wie auch die des gesamten Teams. Mittlerweile läuft der 34-jährige wuchtige Stürmer aber wieder zu Höchstform auf. Bereits 17 Punkte und damit Liga-Topscorer, nach zehn Spielen für die Genfer! Hartikainen ist auf bestem MVP-Weg, wenn er so weitermacht.

Mit der Erfahrung aus der NHL, AHL und KHL im Gepäck kam der Däne auf die Saison 2022/23 zu den Lakers. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an den Stürmer. Doch die ersten beiden Saison liefen überhaupt nicht nach seinem Gusto. Elf Punkte im ersten Jahr und zwanzig im Zweiten, dazwischen viele verpasste Spiele, senkten die Euphorie rund um seine Personalie. Doch nach dem Abgang Roman Cervenkas, scheint Jensen den Braten gerochen zu haben und liefert bis anhin ab, mit 13 Punkten aus 13 Spielen. Mit Tyler Moy bildet der 31-Jährige eines der gefährlichsten Angriffs-Duos der Liga.
Jesse Virtanen gehört nicht auf diese Liste aufgrund schlechter Leistungen in der Vergangenheit, sondern einzig und allein, weil er einen fulminanten Saisonstart hingelegt hat. Der Verteidiger befindet sich nämlich mit seinen 13 Punkten unter den zehn besten Scorern der Liga. In den letzten Saisons bei Ambri konnte Virtanen schon oft überzeugen und punktete ordentlich, doch nun hat er sein Spiel nochmals auf eine andere Stufe gebracht. Er spielt defensiv stabil, tritt mit seinen 31 Jahren als Führungsspieler auf und hat auch seine Scoringmaschinerie geölt in der Off-Season. Rechnet man seine Punkteausbeute hoch, so käme Virtanen auf 52 Punkte aus 52 Spielen, was ein überragender Wert wäre für einen Verteidiger.
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