




























































































EV Zug vs. SC Bern in der National League. Den Spielbericht zur Partie gibt es hier.
Die Gäste aus der Bundeshauptstadt kamen stark ins Spiel und nahmen den Schwung vom gestrigen Derby-Sieg gegen Gottéron mit. Trotz einiger guter Möglichkeiten gelang es den Bernern jedoch nicht, in der Startphase ein Tor zu erzielen. Nach einigen Minuten passten die Hausherren ihr Forechecking an und störten die Berner im Aufbauspiel früher, was den Zugern den Weg zurück ins Spiel ebnete. Geprägt von wenigen Unterbrüchen und hoher Intensität ging das Spiel hin und her, bis Leuenberger in der 15. Spielminute den EVZ sehenswert in Führung brachte. Der Stürmer wurde im Slot optimal von Antenen freigespielt, umkurvte Wüthrich und versenkte den Puck backhand im Netz. Doch den Heimfans blieb der Jubel im Hals stecken, denn gerade einmal neun Sekunden später stand es bereits 1:1. Nach starker Vorarbeit von Lehmann verwandelte Ejdsell aus nächster Nähe eiskalt zum Ausgleich. Kurz vor der Pausensirene musste dann noch Vermin auf die Strafbank, wodurch dem Heimteam zu Beginn des Mittelabschnitts 1:18 Minuten in Überzahl blieb.
Die Zuger konnten sich sofort mit einem Mann mehr installieren und liessen die Scheibe zirkulieren, bevor Biasca, dank gütiger Mithilfe von Nemeth, den EVZ erneut in Führung brachte. Der Abschluss des Youngsters aus spitzem Winkel wäre wahrscheinlich nicht wirklich gefährlich geworden, doch der SCB-Verteidiger fälschte den Puck entscheidend ab, sodass dieser am nahen Pfosten einschlug. Kaum war die erneute Führung erzielt, wanderte Senteler wegen eines Crosschecks für zwei Minuten in die Kühlbox, was den Bernern die optimale Chance bot, prompt zu antworten. Loeffel kam der Antwort sehr nahe, traf mit seinem Distanzschuss jedoch nur den Pfosten. Kurz vor der Spielhälfte erhöhte dann Voženílek mit einer starken Einzelaktion auf 3:1 für den EVZ. Der Tscheche zog mit dem Puck von rechts in den Slot und liess dabei alle Gegenspieler stehen. Den ersten Abschluss konnte Wüthrich noch parieren, doch der zweite landete dann im Netz. In der 35. Minute prallten dann Ejdsell und Riva unglücklich zusammen, woraufhin Letzterer in der Kabine verschwand. Trotz einer erhöhten Intensität der Gäste gegen Ende des zweiten Drittels wollte der Tapola-Truppe der Anschlusstreffer bisher nicht gelingen.
Die Hausherren legten zu Beginn des Schlussdrittels einen starken Start hin und spielten trotz ihrer Zwei-Tore-Führung mutig nach vorne, wodurch sie die Scheibe weit weg vom eigenen Tor hielten. Dennoch drehten die Berner im Laufe des Schlussabschnitts auf und wurden in der 49. Minute für ihren Aufwand belohnt: Merelä nahm Wolf entscheidend die Sicht und lenkte den Gewaltschuss von Ejdsell ins Tor ab. Die Hoffnung der Gäste währte jedoch nicht lange, denn nur eine Zeigerumdrehung später stellte Kovář die doppelte Zuger Führung wieder her. Gegen Vozenilek war Wüthrich noch zur Stelle, doch gegen den Nachschuss von Kovář war der Berner Schlussmann machtlos. Obwohl die Berner zum Schluss nochmals alles in die Waagschale warfen und über drei Minuten ohne Goalie spielten, wurde der letzte Risiko nicht belohnt.
Der EVZ kehrt damit auf die Erfolgsspur zurück und klettert auf den elften Tabellenrang. Der SCB hingegen verliert zum ersten Mal nach drei Siegen und rutscht auf den vierten Platz ab.
Daniel Voženílek (EV Zug): Der tschechische Weltmeister wurde beim EVZ mit grossen Vorschusslorbeeren angekündigt und heute zeigte Voženílek weshalb. Mit einem Tor und einer Vorlage hat der Stürmer massgeblich dazu beigetragen, dass die Zentralschweizer die drei Punkte in Zug behalten.
Patrick Nemeth (SC Bern): Beim Stand von 1:1 gleich zu Beginn des Mittelabschnitts lenkte der Verteidiger einen eigentlich ungefährlichen Abschluss ungeschickt ins eigene Tor und brachte dem EVZ damit den entscheidenden Aufwind. Auch sonst war Nemeth heute nicht auf der Höhe und stellte eine Schwachstelle in der SCB-Defensive dar.