sport.ch

Ex-SCB-Coach sagt, dass 'DiDo die Welt retten wollte' und Marc Lüthi immer ehrlich war

Johan Lundskog lässt seine SCB-Zeit Revue passieren

Nach seinem missratenen Engagement beim SC Bern als Headcoach ist Johan Lundskog seit dieser Saison wieder zurück in der Schweiz, arbeitet er doch als Assistenzcoach bei den Rapperswil-Jona Lakers. Gegenüber der Berner Zeitung hat der Schwede nun seine schwierige Zeit in Bern Revue passieren lassen.

Vor zwei Jahren musste Lundskog seinen Posten räumen, womit er sich in die Riege der zwischen 2019 und 2022 unglücklichen SCB-Trainer einreihte. In dieser Zeitspanne versuchten gleich sechs Trainer erfolglos ihr Glück bei den Bären

Vor allem der Zeitpunkt seiner Entlassung war speziell, wurde er doch nach einem 4:3-Sieg (nach 1:3-Rückstand) gegen die ZSC Lions gefeuert. "Ich kann mich noch sehr gut an diesen Moment erinnern", wie Lundskog heute sagt. "Von einer Sekunde auf den anderen fiel ich von einem extremen Hoch in ein extremes Tief."

Die Enttäuschung sei sehr gross gewesen. "Wir waren mitten im zweiten Jahr eines klar kommunizierten 3-Jahres-Plans, und meiner Meinung nach waren wir auf Kurs: Wir lagen auf Platz 5, fünf Punkte hinter Rang 3." Doch ganz so überraschend war es dann doch nicht. "Es passierte, was in Bern schon zuvor üblich gewesen war."

Naivität will er sich keinesfalls vorwerfen lassen. "Ich wusste ganz genau, worauf ich mich einliess." Auch SCB-CEO Marc Lüthi erwähnt er explizit: "Auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind, wie man gewisse Dinge handelt, habe ich den grössten Respekt vor Marc. Bei ihm wusstest du wenigstens, woran du bist, er war von Anfang bis Ende ehrlich und direkt mir gegenüber.

Auch eine andere Personalie hielt ihn während seiner SCB-Zeit ziemlich auf Trab; nämlich Chris DiDomenico. Trotzdem will der Schwede unbedingt festhalten: "DiDo ist einer der passioniertesten Spieler überhaupt, er will in jedem Shift die Welt retten. Vieles, wofür er kritisiert wird, macht er mit guten Absichten." Bezüglich der schlechten Wechselabsichten des Kanadiers, wollte dieser ständig auf dem Eis stehen, hätte er jedoch anders handeln sollen. Schliesslich geschehe dies "immer auch auf Kosten eines Mitspielers." 

Den gesamten Bericht, spricht der Ex-SCB-Headcoach auch noch über seine Lehren, die er gezogen hat sowie seine Beziehung zu Andrew Ebbett, könnt ihr hier lesen (AboPlus-Schranke). 

Chris DiDomenico Eishockey Johan Lundskog Marc Lüthi National League SC Bern SC Rapperswil-Jona Lakers sport.ch

2024-10-04 10:20:11