




























































































Lausanne startet mit einer makellosen Weste und entsprechend selbstbewusst in die Partie. Nach zwei Spielen stehen die Waadtländer noch ohne Punktverlust da - und das soll auch so bleiben. Bereits nach zwei Minuten fasst sich nämlich Oksanen ein Herz, behauptet sich gegen vier Gegenspieler und düpiert van Pottelberghe im Tor der Gäste mit einem Handgelenkschuss. Lugano benötigt einige Minuten mehr, um ins Spiel zu finden, steigert sich dafür aber kontinuierlich. Die Bemühungen der Tessiner werden in der 16. Minute belohnt. Aufgrund fehlender Anspielstationen zieht Verboon selbst vors Tor und gleicht im Nachstochern aus. Weitere Tore wollen trotz guten Möglichkeiten auf beiden Seiten im Startdrittel nicht gelingen.
Im Mittelabschnitt spielen in den ersten zehn Minuten nur die Tessiner. Pasche muss mehrfach eingreifen und bringt den HCL so fast zur Verzweiflung. Und ist er dann doch einmal geschlagen, rettet der Querbalken für das Heimteam. Zanetti scheitert mit seinem Abschluss an der Torumrandung. Geoff Ward sieht sein Team unter Dauerbeschuss - doch dann nehmen sich die Bianconeri selbst den Wind aus den Segeln. Canonica leistet sich hinter dem gegnerischen Kasten ein Beinstellen und sorgt so dafür, dass man das Spieldiktat an Lausanne abgeben muss. Das Heimteam nimmt die Möglichkeit dankend an und kommt seinerseits zu guten Chancen. Die Torhüter auf beiden Seiten halten ihren Kasten aber dicht, so dass die Entscheidung im Schlussdrittel gefällt werden muss.
Wie schon im Mittelabschnitt kommt Lugano besser aus der Kabine, die Löwen wirken überfordert, was auch die überdeutliche Torschussstatistik zeigt. Durch einen Doppelschlag innert weniger als einer Minute entscheiden die Tessiner die Partie dann für sich. Zuerst lenkt Carr einen Schuss von Aebischer in die Maschen, im Anschluss profitiert Joly von einem grauenhaften Fehlpass des LHC. Reagieren kann das Heimteam auf diesen Rückschlag nicht mehr. Bereits fünf (!) Minuten vor Spielende verlässt Pasche seinen Kasten für einen weiteren Feldspieler. Doch auch mit einem Mann mehr auf dem Eis bleibt Lausanne blass. Sekáč hat mit seinen ehemaligen Teamkollegen kein Mitleid und entscheiden mit einem weiteren Ablenker die Partie. Das Tor von Suomela ist dann reine Resultatkosmetik. Lausanne kassiert somit die erste Niederlage in der laufenden Spielzeit.
Daniel Carr: Sein Team ackert lange für den Führungstreffer, am Ende ist es aber Carr, welcher dafür besorgt ist und das Spiel in die gewünschten Bahnen lenkt. Ein dauernder Aktivposten im Team der Bianconeri.
Théo Rochette: Grundsätzlich könnte man hier - mit Ausnahme von Pasche - jeden Spieler von Lausanne nennen. Erschreckend blass, wie das Team von Geoff Ward agiert. Auch Rochette, welcher in den ersten beiden Spielen mit seinen Toren für die Punkte sorgt, kann keine Akzente setzen.
55. Minute: Geoff Wart zieht bereits fünf Minuten vor dem Ende seinen Joker und nimmt Pasche für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Eine sinnbildliche Aktion, sind seine Offensivkräfte mit gleich vielen Spielern auf dem Eis doch heute einfach nicht zur Reaktion fähig.
2. Minute, 1:0 durch Ahti Oksanen (Lausanne HC)
Ahti Oksanen mit einem Energieanfall. Trotz vier Gegenspielern um ihn herum dringt er in die gegnerische Zone ein. Dort angekommen düpiert er van Pottelberghe im Tor der Tessiner mit einem wunderbaren Handgelenkschuss. Die Hausherren mit dem Traumstart.
16. Minute, 1:1 durch Matthew Verboon (HC Lugano)
Hinter dem Tor stationiert sucht Matthew Verboon eine Anspielsituation. Da er nicht fündig wird, zieht er selbst vor den Kasten. Den ersten Abschluss kann Pasche noch abwehren, im Nachstochern bringt der Luganesi das Hartgummi aber über die Linie. Ausgleich Lugano!
44. Minute, 1:2 durch Daniel Carr (HC Lugano)
Aebischer zieht von der blauen Linie ab. Daniel Carr steht goldrichtig und lenkt vor dem gegnerischen Kasten entscheidend ab. Erster Saisontreffer für Carr - und die Führung für die Luganesi!
45. Minute, 1:3 durch Michael Joly (HC Lugano)
Das müsste man beinahe als Assist gelten lassen. Was für ein Fehlpass von Fuchs. HCL-Topskorer Michael Joly lässt sich nicht zweimal bitten, zieht auf Pasche los und versenkt eiskalt.
57. Minute, 1:4 durch Jiří Sekáč (HC Lugano)
Sekáč lenkt die Scheibe nach einem Abschluss von Arcobello unhaltbar für Pasche ab. Der Schlussmann vom LHC hat sich aufgrund eines Bully vor dem eigenen Tor wieder in den Kasten begeben, kann den entscheidenden Treffer aber nicht verhindern.
60. Minute, 2:4 durch Antti Suomela (Lausanne HC)
Antti Suomela mit der Resultatkosmetik. Er dringt auf der Seite in die Zone ein, sucht Anspielmöglichkeiten und findet diese nicht. Es bleibt nur der Abschluss - und dieser ist erfolgreich. Van Pottelberghe wird kurz vor Schluss nochmals bezwungen.