




























































































Sechs Testspiele, sechs Siege – die Euphorie in Langnau vor der Saison war gross. Und doch verlor man die erste Partie der neuen Saison gegen Bern. Die Fans begrüssen ihre Mannschaft aber dennoch mit einer grossartigen Choreo, entsprechend motiviert starten die Emmentaler in die Partie. So sind es auch die Hausherren, welche das Skore eröffnen. Julian Schmutz spielt den Querpass auf Saarela, welcher gekonnt einnetzt. Und die Tigers bleiben dran, können beinahe sogar erhöhen - das Gehäuse steht ihnen aber im Weg. Und im Anschluss tun sie das auch gleich selbst noch, ganze vier Strafen leistet man sich im ersten Spielabschnitt. Die beiden ersten werden souverän gemeistert. Als Nummer Drei angezeigt ist, leistet sich Saarela aber einen unnötigen Stockschlag gegen das Knie von Sörensen. Die Refs haben keine andere Wahl, als gleich zwei Langnauer auf die Strafbank zu schicken. Gottéron nimmt das Geschenk dankend an und trifft bereits nach wenigen Sekunden zum Ausgleich. Weitere Tore wollen dank aufopferndem Kampf des Heimteams im Startdrittel aber keine fallen.
Auch im Mittelabschnitt geht es weiter munter zu und her. Fahrni kommt nach einem Querpass von Felcman zum Abschluss und verwandelt eiskalt ins obere Eck. Doch damit nicht genug. SCL-Verteidiger Cadonau versucht sich mehrfach als Scharfschütze von der blauen Linie. Seine Versuche scheitern meist kläglich. Auch der dritte Versuch würde das Tor verfehlen - wäre da nicht der Stock von Allenspach. Dieser lenkt die Scheibe unhaltbar an Berra vorbei. Das Stadion kocht, Gottéron ist kalt geduscht. Momente wie diese erfordern Führungspersonen - und genau eine solche haben die Sahnestädter in den eigenen Reihen. Captain Sprunger fasst sich ein Herz, tankt sich durch die Abwehrreihen und verwandelt sehenswert. Er sorgt mit seinem Abschluss dafür, dass die Drachen mit nur einem Tor Rückstand zum Pausentee schreiten.
Gottéron kommt im Schlussabschnitt stärker aus der Kabine, verzweifelt aber immer wieder an SCL-Schlussmann Charlin. Heroisch, wie die Tigers die Führung verteidigen und mit ganz viel Herz agieren. Und dann ist klar - Fribourg muss alles aufmachen, was Kontermöglichkeiten für das Heimteam ergibt. Sinnbildlich für den heutigen Auftritt der Drachen dann der entscheidende Treffer. Der ungefährliche Abschluss von Riikola wird durch einen eigenen Spieler unhaltbar für Berra abgelenkt. So sind es die Langnauer, welche die Startniederlage in der Bundesstadt vergessen machen und den ersten Saisonsieg feiern.
Stéphane Charlin (SCL Tigers): Im ersten Spiel der Tigers stand noch Boltshauser im Kasten, heute schenkt Coach Paterlini Charlin das Vertrauen. Und der SCL-Schlussmann zahlt dies seinem Trainer zurück. Tolle, abgeklärte Partie des Keepers.
Christopher DiDomenico (Fribourg-Gottéron): Vor dem Spiel hagelt es laute Pfiffe, als sein Name durch die Lautsprecher verkündet wurde. An seiner alten Wirkungsstätte scheint der Haudegen nicht mehr wirklich willkommen. Während dem ganzen Spiel wirkt DiDo aber blass, vergibt sogar einen Penalty und den damit verbundenen, möglichen Ausgleich. Dem Heimpublikum wird’s recht sein.
Die Tigers kontern, in der blauen Zone angekommen spielt Julian Schmutz quer auf Aleksi Saarela, welcher das Hartgummi in die Maschen haut. Erster Rückstand für Gottéron in dieser noch jungen Saison.
19. Minute, 1 :1 durch Jacob de la Rose (Fribourg-Gottéron)
Das ging aber zackig! Nur wenige Sekunden benötigen die Gäste in doppelter Überzahl zum Ausgleich. Jacob de la Rose zieht ab und verwandelt eiskalt.
23. Minute, 2:1 durch Joshua Fahrni (SCL Tigers)
Satter und präziser Abschluss von Joshua Fahrni! Der Thuner verwertet den Querpass von Felcman eiskalt und schiesst sein erstes Pflichtspieltor im Dress der Emmentaler.
29. Minute, 3:1 durch Dario Allenspach (SCL Tigers)
Zuvor verfehlt Cadonau mit seinen Abschlüssen das Ziel deutlich. Und auch der dritte Versuch würde neben dem Tor landen, wäre da nicht der Stock von Dario Allenspach. Er lenkt die Scheibe entscheidend ab und sorgt so für die 3:1-Führung zu Gunsten der Tigers.
34. Minute, 3:2 durch Julien Sprunger (Fribourg-Gottéron)
Der Captain sorgt für den Anschlusstreffer. Julien Sprunger tankt sich durch die Verteidigungsreihen und verwandelt sehenswert. Gottéron ist wieder dran!
56. Minute, 4:2 durch Juuso Riikola (SCL Tigers)
Riikola wird im Stadion als Torschütze durchgegeben. Es ist aber ein Gottéron-Verteidiger, welcher die Scheibe ins eigene Tor lenkt. Unglücklich für Fribourg, das die letzten Minuten unermüdlich auf den Ausgleich drückte.