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Thor könnte seine Krone verteidigen, hat aber Malgin als starken Konkurrenten

Die Top-Scorer-Prognose zur Saison 2024/25

Weniger als eine Woche müssen die Eishockeyfans noch warten, bis in den Schweizer Hockeytempeln die Scheiben wieder durch die Gegend fliegen. Spektakel ist vorprogrammiert und doch wird es einige Spieler geben, die schon rein optisch durch das Flammenshirt des Topscorers herausstechen werden. Wir wagten eine Prognose, welche Spieler dieses Shirt tragen werden.

HC Ajoie - Jerry Turkulainen

Die Jurassier haben auf diese Saison hin mächtig aufgerüstet und mit Oula Palve und Jerry Turkulainen die Nummern 1 und 2 der letztjährigen Topscorerliste der finnischen Liga verpflichtet. Der letztjährige Topscorer Daniel Audette hat hingegen den Verein verlassen. Da Oula Palve einen grossen Teil der Vorbereitung verletzungsbedingt verpasst hatte, glauben wir, dass sich die letztjährige Nummer 2, Jerry Turkulainen, im teaminternen Duell durchsetzen wird. Dass er erneut die 63 Punkte der Vorsaison erreicht, und damit ein Wort um den Ligatopscorer mitreden kann, glauben wir aber aufgrund des Teams um sich herum nicht.

EHC Kloten - Sami Niku

Es gab schon schwierigere Jahre als die Saison 2023/24, um Topscorer der Flughafenstädter zu werden. Jonathan Ang brauchte nur 29 Punkte, um das Flammenshirt zu ergattern, er verliess den Verein aber nun in Richtung Tessin. Logischer Nachfolger wäre da eigentlich der letztjährige Ajoie-Topscorer Daniel Audette. Wir haben uns allerdings für einen Verteidiger entschieden. In Finnland punktete Sami Niku vergangene Saison 37-mal in 37 Spielen für JYP, legte in 16 RS-Spielen zwölf Punkte für Ilves Tampere nach. Bei JYP spielte er gar mit Turkulainen zusammen.

SC Rapperswil-Jona Lakers - Tyler Moy

Bei den St.Gallern wäre natürlich einmal mehr der Name Roman Cervenka hier gestanden.  Dieser hat sich allerdings nun für eine Rückkehr in die Heimat entschieden und so sucht man beim SCRJ nach einem neuen Top-Shot. Die Neuzugänge Pontus Åberg und Malte Strömwall hätten durchaus das Potenzial, so einer zu werden, doch Tyler Moy zeigte in der vergangenen Saison mit 36 Punkten bereits, dass er durchaus in der Lage ist, das Team zu tragen.

SCL Tigers - Aleksi Saarela

Wir kommen zum ersten Team, bei welchem wir denken, dass es keine Änderungen geben wird. Aleksi Saarela schloss die vergangene Saison zwar nur mit drei Punkten Vorsprung auf Julian Schmutz ab, beim Schweizer sehen wir allerdings nicht noch einen weiteren Riesenschritt. Saarela hingegen hat nun über mehrere Saisons gezeigt, dass er seine Werte durchaus hochhalten kann und ist mit 27 Jahren in einem guten Alter zwischen "jung und dynamisch" und "der nötigen Routine".

An diesen Helm dürfte sich Saarela gewöhnen

Genève-Servette HC - Michael Spacek

Der Champions-League-Sieger musste in diesem Sommer die Hockeylegende Valtteri Filppula ersetzen. Dies ist mit dem Finnen Markus Granlund und dem Tschechen Michael Spacek sehr gut gelungen. Der Tscheche war bereits in der vergangenen Saison Teamtopscorer, dann noch bei Ambri-Piotta. Mit noch einmal besseren Teamkollegen wird er sich das Shirt auch in dieser Saison sichern und dürfte gar einer der Topfavoriten für den Ligatopscorer sein. Da hat auch der letztjährige Topscorer Antti Suomela das Nachsehen.

HC Ambri-Piotta - Dominik Kubalik

Bei keinem Verein hatten wir mehr Mühe, einen Topscorer zu prognostizieren, als bei den Leventinern. Dies nicht etwa wegen der Qualitäten, denn Dominik Kubalik ist deutlich der gefährlichste Offensivspieler bei Ambri. Viel mehr stellt sich die Frage, wie lange der Tscheche bei den Biancoblù spielen wird. Sollte er tatsächlich auf dem Weg zum Topscorer sein, so ist die Gefahr natürlich grösser, dass ein NHL-Team bei ihm zuschlägt. Darum sagen wir: Bleibt Dominik Kubalik die ganze Saison, so wird er Topscorer. Wenn nicht, dürfte Philippe Maillet grosse Chancen haben.

EHC Biel-Bienne - Toni Rajala

Im Seeland nichts Neues. Toni Rajala wurde bereits im März als bester Scorer seines Teams der letzten Saison ausgezeichnet, nächsten März dürfte ihm diese Ehre wieder zuteil kommen. Auch in der Saison 2021/22 war er bei Biel mit 48 Punkten der Beste, zuvor auch schon zweimal. Es wäre also ein kleines Jubiläum für ihn, wenn er zum fünften Mal EHCB-Topscorer werden würde. Neuzugang Lias Andersson hätte aber durchaus das Potenzial, ihm da einen Strich durch die Rechnung zu machen.

HC Lugano - Daniel Carr

Seit seiner Ankunft wies Carr in Lugano stehts überragende Werte auf, scorte mehr als regelmässig. Das Problem: Carr verpasste sehr viele Spiele verletzt, war letzte Saison mit 46 Punkten nur drittbester Scorer nach Michael Joly und Calvin Thürkauf. Gemessen an seinen 13 Spielen weniger als Thürkauf, glauben wir, dass der Kanadier seinen Teamkollegen übertrumpfen und mehr Punkte erzielen wird, wenn er denn fit bleibt.

HC Davos - Matej Stransky

Die Bündner konnten in diesem Sommer gut nachrüsten. Mit Simon Ryfors und Adam Tambellini kamen zwei Spieler, die in der AHL ihre Fähigkeiten zeigen konnten. Auch wenn diese häufig scoren sollten, werden sie Weltmeister Matej Stransky wohl noch nicht unter Bedrängnis bringen. In der vergangenen Saison schloss Stransky die Saison übrigens mit 41 Punkten ab und hatte vier Punkte Vorsprung auf Valentin Nussbaumer sowie sechs auf Dominik Egli. Dieser ist allerdings nun in Schweden und bei Nussbaumer glauben wir weniger an eine erneute Steigerung.

SC Bern - Dominik Kahun

Der Deutsch-Tscheche hat unglaubliche Qualitäten. Dies bewies er von 2018 bis 2021 auch in der NHL, wo er für die Chicago Blackhawks, die Pittsburgh Steelers und die Edmonton Oilers insgesamt 83 Punkte sammelte. Wie gut er ist, zeigte er mit 50 Punkten in der Vorsaison, wobei seine 35 Assists noch fast beeindruckender sind. Der 29-Jährige sollte sich aber in Acht halten, denn mit Victor Ejdsell hat er teamintern einen starken Konkurrenten bekommen.

EV Zug - Daniel Vozenilek

Seine bisherige Karriere ist ein Auf und Ab. In Tschechien scorte er zum Beispiel in der zweiten Liga häufiger, als er spielte, in der obersten Liga liessen seine Werte häufig zu wünschen übrig. Bis in der vergangenen Saison, als er in der Regular Season in 51 Spielen 49 Punkte erzielte und sich damit einen Platz im tschechischen Weltmeisterteam verdiente. Er dürfte den Durchbruch nun endlich geschafft haben und Lino Martschini im Flammenshirt ablösen. Es sei denn, Jan Kovar findet zurück zu seiner alten Form.

HC Fribourg-Gottéron - Marcus Sörensen

Die Drachen sind eines der Teams, welches bereits in die Saison gestartet ist. Die Ergebnisse in der Champions Hockey League waren bisher allerdings alles andere als berauschend. Einziger Grund zum Optimismus: die erste Linie um Kilian Mottet, Lucas Wallmark und Marcus Sörensen, sie funktioniert. In der vergangenen Saison wurde Sörensen zum Ligatopscorer, hat unglaubliche Qualitäten am Stock und auch das nötige Auge für den Mitspieler. Die Ligatopscorerkrone wird auch in diesem Jahr wieder nur über ihn gehen.

Lausanne HC - Janne Kuokkanen

Er ist neu in der National League und eben doch nicht so ganz. Die Saison 2022/23 verbrachte er in Fribourg, punktete dort 31-mal in 42 Spielen, was ein guter Wert war. Dass es bei ihm allerdings noch besser geht, zeigte er in der vergangenen Saison bei den Malmö Redhawks, wo er in 43 Spielen 44-mal punktete. Kaum an einem Ort dürfte das Rennen enger werden als bei den Waadtländern, denn auch Neuzugang und Landsmann Lauri Pajuniemi könnte einschlagen. Oder gibt es mit Damien Riat doch einen Schweizer Sieger?

ZSC Lions - Denis Malgin

Der tragische Held des Playoff-Finals, er musste in Spiel 7 noch im ersten Drittel verletzt vom Eis, will seine ganz starke Vorsaison bestätigen. Nachdem er auf die WM verzichten musste, kann er nun im Vollbesitz seiner Kräfte in diese Mission starten. 47 Punkte waren es in der Vorsaison, wir haben das Gefühl, da geht gar noch mehr. Nach nur sehr wenigen Neuzugängen wird er weiterhin das Gesicht des Meisters sein und sein Team zwar nicht als Captain, aber spielerisch anführen, wenn es darum geht, den Meistertitel zu verteidigen.

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2024-09-12 12:00:57