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Ein grosses Goalie-Karussell wird es nicht geben, der eine oder andere Wechsel bahnt sich aber an

Die Torhütersituation der National League 2025/26

Die Saison 2024/25 ist in vollem Gange und die Torhüter standen bereits mehrmals mit Big Saves im Mittelpunkt. Die Sportchefs befinden sich mitten in der Planung für 2025/26. Aus diesem Grund nehmen wir die Torhütersituation für die nächste Spielzeit unter die Lupe. 

HC Ajoie

Ohne Vertrag: 🇨🇭🇮🇹 Damiano Ciacccio, 🇨🇭🇨🇦 Noah Patenaude, 🇨🇭 Kilian Bernasconi 

Der HC Ajoie ist mit vier Torhütern in die aktuelle Saison gestartet. Alle vier sind bereits zum Einsatz gekommen. Aus dem Quartett besitzt einzig Benjamin Conz einen mehrjährigen Vertrag. Den beiden jungen Torhütern Noah Patenaude und Kilian Bernasconi dürfte bei entsprechender Entwicklung die Zukunft gehören. Vielleicht gar vor seiner letzten NL-Saison überhaupt könnte dafür Damiano Ciaccio stehen, der 282-fache NL-Goalie muss unbedingt seinen Wert beweisen, möchte er einen neuen Vertrag erhalten. 

EHC Kloten

Ohne Vertrag: 🇨🇭 Sandro Zurkirchen

Ludovic Waeber ist ein äusserst wichtiger Transfer für die Klotener, das war bereits beim Saisonstart ersichtlich. Er hat im Gegensatz zu Sandro Zurkirchen, für den die nächste Saison zur Bewährungsprobe wird, einen weiterlaufenden Vertrag. Eine Verlängerung mit Zurkirchen um eine Saison ist aber durchaus wahrscheinlich.

SC Rapperswil-Jona Lakers

Die SC Rapperswil-Jona Lakers sind die erste Mannschaft, die gleich für die nächsten zwei Jahre die Torhüterposition nicht anrühren müssen. Der Lette, der erst im Verlauf der vergangenen Saison an den Obersee zurückgekehrt ist, besitzt gar noch eine Option für ein weiteres Jahr in seinem Vertrag. Bei den Lakers wird also die Goalie-Situation erst im Sommer 2026 zum Thema, damit buhlen Melvin Nyffeler und Ivars Punnenovs um die Einsatzmöglichkeiten. 

SCL Tigers

Ohne Vertrag: 🇨🇭 Stéphane Charlin

Auch bei den SCL Tigers steht ein Torhüter mit einem Zweijahresvertrag da. Luca Boltshauser dürfte also auch 2025/26 im Emmental im Tor stehen. In der letzten Spielzeit hatte Stéphane Charlin einen grossen Schritt gemacht und bislang konnte er diesen bestätigen. Der 23-Jährige wird wohl in der kommenden Saison nicht mehr für die SCL Tigers auflaufen. Es ist zwar noch nicht offiziell bestätigt, aber es soll ihn nach Genf ziehen. 

Genève-Servette HC

Ohne Vertrag: 🇫🇮 Antti Raanta,🇨🇭Nassim Jaafri-Hayani

Bei den Grenats wird wohl auf die Saison 2025/26 hin Verstärkung kommen. Stéphane Charlin soll an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren. Dann wird er gemeinsam mit Robert Mayer und Gauthier Descloux unter Vertrag stehen. Nassim Jaafri-Hayani dürfte auch im Verein bleiben, während Antti Raanta wohl gehen muss. 

HC Ambri-Piotta

Ohne Vertrag: 🇫🇮 Janne Juvonen, 🇮🇹 Davide Fadani

Die bislang interessanteste Situation präsentiert sich beim HC Ambri-Piotta. In diesem Sommer ist Gilles Senn zum Team aus der Leventina gestossen, das eröffnet für den nächsten Sommer Möglichkeiten auf der Position der Nummer eins. Senn ist mit seiner Erfahrung und seinem Können ein idealer Grundbaustein, um auf ein Schweizer Torhüterduo umzustellen. Das würde bedeuten, dass der auslaufende Vertrag mit Janne Juvonen nicht verlängert wird und so ein Kontingentplatz für die Feldspieler frei werden würde. Sollten sich die Biancoblù für diesen Weg entscheiden, ist die Frage, ob der italienische Torhüter Davide Fadani einem Platz in einem solchen Goalie-Tandem gewachsen wäre. Die wahrscheinlichere Option wäre ein Neuzugang aus den verfügbaren Goalies. Dabei gab es schon Gerüchte bezüglich einer Verpflichtung von Philip Wüthrich.

EHC Biel-Bienne

Mit dem EHC Biel sind wir bei der ersten Mannschaft angekommen, welche die kommenden beiden Spielzeit mit einer ausländischen Nummer eins antreten wird. Harri Säteri befindet sich in seiner dritten Spielzeit im Seeland.  Mit Luis Janett haben die Bieler auf diese Saison hin einen auf höchster Stufe praktisch unerfahrenen Torhüter verpflichtet. Der Ostschweizer soll nach einer ausgesprochen starken Saison beim HC Thurgau die Chance im Oberhaus erhalten. Neo-Trainer Martin Filander führt Janett seither behutsam an die Herausforderung heran. 

HC Lugano

Ohne Vertrag: 🇸🇰 Adam Húska

Die Umstellung auf ein Schweizer Torhüterduo hat der HC Lugano im Sommer bereits vollzogen und gleich auch eine langfristige Planung aufgegleist. Joren van Pottelberghe soll für drei Jahre das Tor der Bianconeri hüten, zumindest bis 2026 bildet er mit Niklas Schlegel das Goalie-Duo. Entwickeln sich die beiden Schweizer Torhüter so, wie es sich die Luganesi von ihnen versprechen, wird es ein hervorragendes Duo. Auch Lugano hat damit keine offene Planstelle, sofern van Pottelberghe nicht so durchstartet, dass ihm die Detroit Red Wings plötzlich doch noch den Traum der NHL erfüllen. Aufgrund des Verletzungspechs von van Pottelberghe hilft derzeit Adam Húska bei den Bianconeri aus, sein Engagement dürfte nicht von längerfristiger Dauer sein. 

HC Davos

Beim HC Davos wurde Gilles Senn durch Luca Hollenstein ersetzt. Für den 24-Jährigen ist es die grosse Chance, aus dem Schatten von Leonardo Genoni herauszutreten. Ruft Hollenstein konstant ab, was er in Zug immer wieder angedeutet hat, wird in Davos ein hochkarätiges Duell um die Nummer eins entfacht. Bislang ist aber klar Sandro Aeschlimann die Nummer eins und daran scheint sich auch nichts zu ändern. Mit Laurin Solèr bauen die Bündner dahinter ein Eigengewächs auf. Sandro Aeschlimann ist gar bis 2027 an den Rekordmeister gebunden, womit sich auch im Landwassertal an der Goaliesituation vorerst nichts ändern sollte. 

SC Bern

Ohne Vertrag: 🇸🇪 Adam Reideborn, 🇨🇭 Philip Wüthrich

Komplett offen ist die Torhütersituation beim SC Bern. Eigengewächs Andri Henauer soll die Zukunft gehören, aber ob es schon ausreicht, ab 2026 einer von zwei Stammtorhütern zu werden, ist unklar. Entsprechend stellen sich viele Fragen, auch jene nach der Zukunft von Philip Wüthrich. Es gibt bereits Gerüchte über einen möglichen Abgang. Adam Reideborn dürfte wohl seinen Platz in Bern behalten, denn auf die kommende Saison hin werden nicht viele Torhüter vertragslos. Spannend ist also vor allem die Ausgangslage um Wüthrich. 

EV Zug

Tim Wolf weiss bereits, wie es sich anfühlt als "Stammtorhüter des EV Zug." Der Schlussmann steht bei den Zentralschweizern jeweils zwischen den Pfosten, weil Leonardo Genoni derzeit noch verletzt ist. Die Goalie-Situation wird in Zug bis zur Saison 2027/28 wohl nicht gross angefasst. Vielleicht wird Wolf auf die Saison 2026/27 hin ersetzt, mehr wird aber nicht geschehen. 

HC Fribourg-Gottéron

Ohne Vertrag: 🇨🇭 Bryan Rüegger

In der Saanestadt rückt das Ende einer grossartigen Torhüterkarriere Schritt für Schritt näher. Noch besitzt Reto Berra einen Zweijahresvertrag, am Ende geht die körperliche Gesundheit allerdings vor. Wird die Stammposition 2026 frei, ist der einstige Gottéron-Junior Ludovic Waeber der absolute Kronfavorit auf die Rolle der neuen Nummer eins. Hinter Berra dürfen sich derzeit mit Bryan Rüegger und Loic Galley zwei jüngere Torhüter in der höchsten Spielklasse beweisen. Vor allem auf Rüegger steigt der Druck vor seiner zweiten Spielzeit im Oberhaus, denn am Ende wird wohl nur einer aus dem Duo Galley/Rüegger langfristig einen Platz im Fribourgois Kader finden.

Lausanne HC

Der Lausanne HC hat in der letzten Saison mit der Entscheidung auf Connor Hughes und Kevin Pasche zu setzen, viel Mut bewiesen und ist nun Opfer des eigenen Erfolgs geworden. Hughes erhält seine Chance in Nordamerika, mit einer baldigen Rückkehr ist bei der starken Entwicklungskurve nicht zu rechnen. Andere Clubs hätten wohl mit einem ausländischen Torhüter versucht, den Abgang zu kompensieren. Der LHC bleibt seiner Linie treu und vertraut langfristig auf ein ganz junges Trio. Angeführt von Kevin Pasche erhalten auch Antoine Keller und Thibault Fatton die Möglichkeit, sich als langfristige NL-Torhüter zu beweisen. Auch die anderen Vereine dürften ganz genau beobachten, wie sich die Goalies im Waadtland entwickeln, denn eins ist klar: Platz für drei designierte Stammtorhüter haben die Lausanner nicht.

ZSC Lions

Ohne Vertrag: 🇨🇭 Robin Zumbühl

Die ZSC Lions halten am Konzept mit einem ausländischen Torhüter fest, der Erfolg der letzten Saison gibt den Zürchern auch recht. Im kommenden Sommer stellt sich die Frage, wie die Position hinter Simon Hrubec besetzt werden soll. In der Regel gibt es eine organisationsinterne Lösung gemeinsam mit den GCK Lions. Diesbezüglich steht Robin Zumbühl in der Bringschuld, denn hinter ihm machen Sascha Ruppelt und Lorin Grüter Druck auf die derzeitige Nummer zwei der Lions. 

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2024-10-13 10:00:46