Vor elf Jahren stürmte er wie ein Wirbelwind in die prestigeträchtigste Eishockeyliga der Welt. Schon in seiner Rookie-Saison verzauberte er die Fans in Übersee und gewann zu Recht die Trophäe für den besten Rookie des Jahres. Obwohl sich Artemi Panarin in der NHL den Status eines äusserst produktiven Stürmers erarbeitet hat, wo er in elf Spielzeiten bereits 954 Punkte gesammelt hat und die Tausend-Punkte-Marke in Reichweite ist, ahnen nur wenige, welchen unsichtbaren Kampf er abseits des Rampenlicht ausfocht.
Seit fast zwanzig Jahren leidet er nämlich unter einer unangenehmen gesundheitlichen Komplikation. Die ersten Anzeichen der sogenannten Augenmigräne traten bei ihm im Alter von fünfzehn Jahren auf. Diese Störung dauert in der Regel bis zu dreissig Minuten und äussert sich durch einen vorübergehenden Ausfall des Gesichtsfeldes, wobei bei dem 34-jährigen Flügelstürmer vor allem der plötzliche Übergang von Licht zu Dunkelheit als Auslöser wirkt.
„Mein Gesichtsfeld füllt sich mit schwarzen Flecken. Ungefähr einmal pro Saison passiert mir das direkt während eines Spiels“, gestand Panarin dem russischen Portal Championat.
Einen ähnlichen Moment erlebte er auch bei der Weltmeisterschaft in Tschechien vor elf Jahren. Damals kam es jedoch zu einem unerwarteten Wendepunkt. Die Migränesymptome liessen nach, als er zu einem Glas Wodka griff. Dieses kuriose Vorgehen schien zu funktionieren und so verlangte der russische Eishockeyspieler nach seinem Wechsel in die NHL von den Ärzten, einen anderen harten Alkohol – Whiskey – für ihn bereitzuhalten.
Die Enttäuschung kam jedoch direkt auf dem Eis während des Derbys zwischen seinem damaligen Team New York Rangers und New Jersey.
„Ich sass auf der Bank und trank Whiskey, während das Spiel lief. Aber es half mir nicht. Das Einzige, was ich tun konnte, war zu warten“, erklärte der Stürmer, der derzeit für die Los Angeles Kings spielt und bestätigte damit, dass die vorherige Wirkung des Alkohols reiner Zufall war.
Der erfahrene Flügelstürmer musste sich also damit abfinden, dass es für dieses Handicap keine Wundermedizin gibt. Trotzdem lässt seine offensive Dominanz nicht nach und die Fans warten gespannt darauf, wann er in der nächsten Saison die magische Grenze von tausend Punkten überschreiten wird.
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