Die Denver Nuggets haben drei neue Verstärkungen offiziell gemacht und es scheint, als könne Nikola Jokić endlich aufatmen. Marvin Bagley und Trevon Brazile sollen Jokić unter dem Korb unterstützen, Alpha Diallo kommt direkt aus der EuroLeague, um Denver vor allem dabei zu helfen, die Verteidigung zu stärken. Zudem gelang es Denver, die Zusammenarbeit mit Spencer Jones zu verlängern, den Oklahoma lange umworben hatte.
Der prominenteste Name unter den Neuzugängen der Denver Nuggets ist zweifellos Marvin Bagley III, ein Center, der aus Dallas kommt. NBA-Fans in Deutschland kennen ihn wahrscheinlich als den Spieler, den Vlade Divac, damals General Manager der Sacramento Kings, 2018 als zweiten Pick im Draft auswählte – noch vor Luka Dončić.
Seit 2022 wechselte Bagley die Trikots von Detroit, Washington, Memphis und erneut Washington, bevor er vor seinem Wechsel nach Denver zuletzt in Dallas spielte. Es wird erwartet, dass Bagley in die Fussstapfen von Jonas Valančiūnas (der zu Žalgiris wechselte) tritt und Nikola Jokić auf der Center-Position entlastet.
Für Alpha Diallo ist dies der erste NBA-Einsatz seiner Karriere, obwohl er bereits 31 Jahre alt ist. Endlich konnte er die hervorragenden fünf Saisons in Monaco und die Tatsache, dass er jahrelang einer der besten Verteidiger der EuroLeague war, „zu Geld machen“. Tatsächlich kommt er als bester Verteidiger des europäischen Top-Wettbewerbs der letzten Saison in die NBA.
Obwohl er finanziell lukrativere Angebote hatte (Dubai wollte ihn zusammen mit Okobo und Blossomgame verpflichten), konnte Diallo dem Ruf der NBA nicht widerstehen. In der vergangenen Saison erzielte er durchschnittlich 11,9 Punkte, 4,4 Rebounds und 1,4 Steals pro Spiel.
Und schliesslich Trevon Brazile, ein Rookie vom Arkansas College. Er wurde diesen Frühling von San Antonio gedraftet, wechselt aber nun sehr schnell in die Rocky Mountains.
Die Nuggets gaben für den 35. Pick des diesjährigen Drafts zwei Zweitrunden-Picks und die Rechte an Taris Reed ab. Brazile, 208 cm gross, spielt auf den Positionen Small Forward und Power Forward. Letzte Saison hatte er am College durchschnittlich 13 Punkte und 7,3 Rebounds bei einer Wurfquote von 52,5 % aus dem Feld, aber die NBA ist natürlich ein völlig anderes Universum, daher bleibt abzuwarten, wie er sich anpassen wird.
Er ist der erste Spieler in der Geschichte seines Colleges, der in einer Saison mehr als 40 Dreier, 40 Blocks und 40 Steals verzeichnete, was darauf hindeutet, dass Denver plant, ihn zu einem Top-Verteidiger zu entwickeln.
Mit diesen drei Akquisitionen sieht der Kader der Denver Nuggets deutlich besser und kompletter aus, vor allem defensiv stärker. Es ist jedoch klar, dass die Nuggets, wenn sie ein Meisterschaftsteam um Nikola Jokić aufbauen wollen, auch einen offensiv attraktiveren Namen verpflichten müssen.
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