In etwas weniger als einem Jahr steht mit den Olympischen Winterspielen 2026 in Milano und Cortina ein weiteres Sporthighlight an. Für das Eishockey-Turnier erhalten alle NHL-Cracks die Freigabe. Wir werfen einen Blick auf eine mögliche 25 Mann starke Kaderzusammenstellung der Schweizer Nationalmannschaft.
Hinweis: Dies ist lediglich eine Prognose und entspricht nicht dem tatsächlichen Aufgebot.
Im Tor hat Nati-Trainer Patrick Fischer die Qual der Wahl, kann doch die kleine Schweiz seit Jahren eine gute Auswahl an Torhütern liefern. Neben der Erfahrung in Person mit Leonardo Genoni, soll der aufstrebende Stern am Goalie-Himmel Stéphane Charlin vom Altmeister lernen und Olympia-Luft schnuppern. Das Trio wird komplettiert von Akira Schmid, derzeitig in der AHL bei den Henderson Silver Knights tätig.
In der erweiterten Auswahl kämen wohl noch Connor Hughes von den Laval Rocket oder Sandro Aeschlimann vom HC Davos infrage.

Die Schweizer Nationalmannschaft wird einmal mehr von Captain Roman Josi angeführt. Der Leader und Rekordspieler der Nashville Predators ist der stärkste Verteidiger der Schweiz, absoluter Führungsspieler, Teamstütze, Leistungsträger und Punktegarant. Zusammen mit Andrea Glauser harmonierte das Duo an der letzten Weltmeisterschaft einwandfrei. Glauser verfügt über viel Erfahrung und wird nächste Saison bei Fribourg-Gottéron eine wichtige Rolle einnehmen.
Natürlich darf in der Aufstellung Jonas Siegenthaler und Janis Moser nicht fehlen. Die Schweizer sind gestandene Abwehrkünstler in der NHL, verfügen neben der ausgezeichneten Defensivarbeit auch über eine ruhige Ader und einen starken Spielaufbau. Während Siegenthaler nicht für seinen Offensivdrang bekannt ist, kann Janis Moser durchaus für den einen oder anderen Punkt auf dem Scoreboard sorgen.
Dominik Egli spielt beim Schwedischen Topteam aus Frölunda in der ersten Linie an der Seite von Henrik Tömmernes. Mit seinem Sprung ins Ausland machte der Verteidiger einen nächsten Entwicklungsschritt durch und wäre in der Schweizer Nationalmannschaft sehr gut aufgehoben. In der Abwehr darf der Top-Verteidiger und Powerplay-Spezialist der ZSC Lions Dean Kukan natürlich nicht fehlen. Um mehr Physis und Wasserverdrängung ins Spiel zu bringen, sind Tobias Geisser vom EV Zug und Christian Marti von den ZSC Lions genau die richtige Wahl.

Für die WM-Silberhelden Romain Loeffel und Michael Fora hat es durch die Addition von Janis Moser und Dominik Egli keinen Platz mehr im Matchkader, aber sie wären auf jeden Fall als Alternativen bereit, Ausfälle zu kompensieren.
Wir beginnen mit den gesetzten NHL-Cracks, denn wie schon bei der Weltmeisterschaft 2024, an der die Schweiz bis in den Final vorgedrungen ist, wird die Paradelinie angeführt von Devils-Captain Nico Hischier an der Seite von Kevin Fiala (Los Angeles Kings) und Nino Niederreiter (Winnipeg Jets). Während Fiala wohl den gefährlichsten Torriecher der Mannschaft bekundet, kann Niederreiter durch seinen harten Arbeitswillen als gutes Beispiel vorangehen.
An der Weltmeisterschaft des vergangenen Jahres nicht mit dabei, doch an den Olympischen Winterspielen 2026 könnten Timo Meier (New Jersey Devils) und Pius Suter (Vancouver Canucks) für ordentlich Feuer sorgen. Die beiden Stürmer könnten zum fehlenden Puzzle-Teil für den grossen Erfolg avancieren, denn eine Offensive vom Format Meier/Suter stellen zu können in einer zweiten Linie ist einfach Weltklasse. Meier verpasste die WM 2024 aufgrund einer Schulterverletzung, derweilen fehlte Suter aufgrund der Playoff-Spiele der Canucks. Nun hoffen wir, dass sie in Mailand ihr volles Potenzial ausschöpfen können.

Natürlich dürfen die besten Spieler aus der heimischen National League nicht fehlen. Denis Malgin (ZSC Lions) überragt mit seiner Technik und dem Auge für die Mitspieler, Sven Andrighetto (ZSC Lions) ist flink, schnell, trickreich und abschlussstark, Grégory Hofmann (EV Zug) bringt Speed und einen satten Schuss mit, Calvin Thürkauf (HC Lugano) sorgt für die nötige Zweikampfstärke und geht dort hin, wo es weh tut.
Einen massgeblichen Anteil am Erfolg bei der WM 2024 hatte Gottéron-Stürmer Christoph Bertschy. Zusammen mit Andrighetto und Thürkauf bildeten sie ein brandgefährliches Offensiv-Trio. Bertschy schoss im Viertelfinale der Weltmeisterschaft gegen die Deutschen zwei Tore und war der entscheidende Faktor beim 3:1-Sieg. Mit seiner physischen Präsenz als auch seiner enormen Wasserverdrängung kann auch Fabrice Herzog einmal mehr ein wichtiger Bestandteil des Teams werden. Der grossgewachsene Stürmer geniesst viel Vertrauen von Seiten des Nati-Trainers Patrick Fischer.
Enzo Corvi spielt derzeit eine bärenstarke Saison beim HC Davos. Seit Jahren gehört er zu den Leistungsträgern und lieferte Punkte am Laufband. Der erfahrene und konstante Bündner kommt in der laufenden Saison auf 27 Scorerpunkte. Als Center und mit seiner abgeklärten, aber spielfreudigen Spielweise sorgt Corvi für Tiefe im Kader, um auf internationaler Bühne zu bestehen.
Neu im Team wäre Théo Rochette. Für den jungen Stürmer des Lausanne HC wäre es die ideale Gelegenheit, erste Olympia-Luft zu schnuppern und sich ein erstes Mal auf einer solchen Bühne zu profilieren. Der 22-jährige Center konnte in der laufenden Spielzeit 30 Scorerpunkte aus 34 Einsätzen produzieren und hatte einen massgeblichen Anteil am derzeitigen Erfolg des LHC.

Eng könnte es einmal mehr für Philipp Kurashev werden. Der Offensivmann der Chicago Blackhawks war schon an der WM oftmals überzählig und derzeit spielt der 25-Jährige eine Saison zum Vergessen, wird er doch des Öfteren in seiner Franchise nicht mal mehr für die NHL-Spiele aufgeboten. Dennoch glauben wir an die Stärken des 54-Punkte-Mannes aus der Saison 2023/24 und deshalb darf Kurashev in dieser Auflistung nicht fehlen. Allen voran, da wir überzeugt sind, dass der Stürmer bis 2026 wohl wieder seine Form finden wird.
Für die NHL-Verstärkungsspieler als auch aufstrebende junge Talente müssen leider auch einige Spieler Platz machen. So müssten in unserer Prognose etwa Tristan Scherwey, Dario Simion, Sven Senteler und der oftmals verletzte Gaëtan Haas wohl von zu Hause aus zuschauen - allesamt WM-Silberhelden von 2024. Nicht mit dabei ist auch Nati-Rekord- und WM-Rekordspieler Andres Ambühl, der seine Schlittschuhe nach der laufenden Saison an den Nagel hängen wird.
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