Roman Josi, Captain der Nashville Predators und Aushängeschild der Schweizer Eishockey-Nati, geniesst die Sommerpause in der Heimat. Nach 15 Jahren in den USA sind die gemeinsamen Momente mit seiner Mutter Doris Josi selten geworden. Doch wenn sich die Familie in Bern wieder vereint, ist die Freude umso grösser – besonders bei den Enkelkindern Luca (5) und Ivy (3).
Sie nennen ihre Grossmutter liebevoll "Gogo". Der Kosename entstand, weil Luca als Kleinkind "Grosi" nicht aussprechen konnte. "Wir fanden das so süss, dass wir es beibehalten haben", erklärt Doris Josi gegenüber GlücksPost.
Die Distanz von über 7000 Kilometern zwischen Bern und Nashville, wo Roman mit seiner Frau Ellie Ottaway Josi und den Kindern lebt, ist auch nach all den Jahren spürbar. "Am liebsten würde ich dauernd bei ihnen sein, aber das geht halt nicht", seufzt Doris. Der Abschied nach Besuchen fällt ihr auch heute noch äusserst schwer. "Ich dachte, ich gewöhne mich irgendwann daran. Aber das habe ich bis heute nicht", gibt sie offen zu. Roman versucht, seine Mutter in solchen Momenten zu trösten: "Früher hat sie wegen mir geweint, heute weint sie wegen den Enkelkindern", sagt er mit einem Schmunzeln.
Doch die Verbindung zwischen Mutter und Sohn bleibt trotz der Distanz stark. "Wir telefonieren mindestens ein- bis zweimal pro Woche", erzählt der Schweizer Superstar. Regelmässig schicken sie sich auch WhatsApp-Nachrichten. Doris besucht ihn etwa zweimal pro Saison, wenn es der Spielplan zulässt. "Nashville finde ich toll. Die Amerikaner sind in der Regel hilfsbereit, offen und freundlich", schwärmt sie.
Roman Josi weiss, was er seinen Eltern zu verdanken hat. "Meine Eltern haben ermöglicht, dass ich meinen Traum leben kann. Ich merke erst jetzt, da ich selbst Kinder habe, was das wirklich bedeutet", sagt der NHL-Star. Bereits mit 13 Jahren stand für ihn fest, dass er in der NHL spielen wollte. "Roman wusste, was er will, und hat sein Leben konsequent darauf ausgerichtet", erinnert sich Doris stolz. Sie und ihr Mann Peter haben ihren Sohn stets unterstützt, ohne Druck auszuüben. "Wir mussten ihn nie pushen, er ging immer gerne ins Training."
Dabei stellte Doris oft ihre eigenen Bedürfnisse zurück, um den sportlichen Ambitionen ihrer beiden Söhne – auch Bruder Yannick spielte Eishockey – Raum zu geben. "Das Hockey wurde immer intensiver. Aber wenn du siehst, mit welcher Begeisterung deine Kinder dabei sind, machst du das gerne", sagt sie. Roman ist seiner Mutter dafür bis heute dankbar: "Egal, womit ich zu ihr komme, sie ist für mich da."
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