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Leidenschaftliche Defensivleistung der Schweizerinnen bleibt unbelohnt

Dominantes Schussverhältnis

Die Schweizerinnen gingen als klare Aussenseiterinnen in die Partie gegen das hochfavorisierte Team aus Kanada, verkauften sich in der Milano Rho Arena jedoch lange teuer. Trotz grossem Kampfgeist und einer starken Defensivleistung musste sich das Team von Trainer Colin Müller am Ende mit 0:4 geschlagen geben.

Wie erwartet übernahmen die Kanadierinnen im ersten Drittel sofort die Kontrolle über das Spielgeschehen und setzten die Schweiz mit viel Tempo und aggressivem Forechecking unter Druck. Torhüterin Saskia Maurer stand früh im Fokus und hielt ihr Team mit zahlreichen Paraden im Spiel. Bereits nach elf Minuten hatte Kanada zweistellig aufs Tor geschossen. Die Schweiz lauerte auf Konterchancen: Wey und Marti kamen bei einem schnellen Gegenstoss zu einer guten Möglichkeit, konnten diese jedoch nicht verwerten. Ein kanadischer Treffer wurde wegen hohen Stocks aberkannt, und so ging es trotz eines klaren Schussverhältnisses von 17:2 torlos in die erste Pause.

Auch im Mitteldrittel änderte sich wenig am Spielbild. Kanada dominierte, die Schweiz verteidigte diszipliniert und setzte immer wieder Nadelstiche. Kurz vor Spielhälfte traf Spooner in der 28. Minute zum 1:0. Die Reaktion der Schweizerinnen folgte prompt: Leemann lief wenig später allein auf Torhüterin Maschmeyer zu, scheiterte jedoch im Eins-gegen-eins. Trotz weiterer guter Defensivarbeit blieb es bis zur zweiten Pause beim knappen Rückstand.

Mit dem 0:1 ging es ins letzte Drittel, und die Schweizerinnen durften weiter auf ein Comeback hoffen - zumal ihnen dies bereits im Auftaktspiel gegen Tschechien gelungen war. Doch erneut brachten Strafen den Rhythmus durcheinander. Ivana Wey sass gerade eine Zweiminutenstrafe ab, als sie sich nur 17 Sekunden nach ihrer Rückkehr ein weiteres Foul leistete. Kanada zeigte sich eiskalt: Fillier erhöhte im Powerplay in der 45. Minute auf 2:0.

Trotz des Rückschlags zeigten die Schweizerinnen nun ihre beste Phase der Partie. Doch statt des erhofften Anschlusstreffers folgte der nächste Dämpfer: Nach einer Strafe gegen Vallario traf Gosling in Überzahl zum 3:0 und sorgte in der 54. Minute für die Vorentscheidung. Danach ging den Schweizerinnen zunehmend die Luft aus. Kurz vor Schluss setzte Watts mit einem platzierten Abschluss in die nahe Ecke den Schlusspunkt zum 4:0.

Das klare Resultat widerspiegelt die Kräfteverhältnisse nur teilweise. Die Schweiz zeigte über weite Strecken eine aufopfernde Defensivleistung und hielt lange dagegen. Das deutliche Schussverhältnis von 55:6 zugunsten Kanadas unterstreicht zwar deren Dominanz, schmälert jedoch nicht den engagierten Auftritt der Schweizerinnen in der Defensive, die sich bis zum Schluss mutig wehrten.

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2026-02-07 23:49:30