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Sechs Ski-Cracks tragen die grossen Medaillenhoffnungen auf ihren Schultern

Heisseste Schweizer Eisen im Ski Alpin

Am 7. Februar fällt der Startschuss mit dem ersten Skirennen bei den Olympischen Winterspielen 2026. Die Männer sind dann in der Abfahrt gefordert und insgesamt gibt es zehn verschiedene Rennen, in welchen die Swiss-Ski-Cracks möglichst viele Medaillen einheimsen wollen.

Der Ski Alpin ist, was die Medaillenchancen angeht, sicherlich die hoffnungsvollste Schweizer Disziplin bei den Olympischen Winterspielen 2026. In diesem Artikel liefern wir eine Übersicht über die heissesten Schweizer Eisen, die die grösste Erfolgslast auf ihren Schultern zu tragen haben.

Marco Odermatt

Der Name von Marco Odermatt darf in dieser Auflistung natürlich nicht fehlen, so ist der Ausnahmekönner auf Männerseite die grösste Schweizer Hoffnung auf Olympisches Edelmetall. "Odi" verkörpert in gleich drei Disziplinen die absolute Weltklasse und es wäre ihm definitiv zuzutrauen, dass er sowohl in der Abfahrt, im Super-G wie auch im Riesenslalom eine Medaille gewinnen wird.

Es gäbe dank der Team-Kombination sogar noch eine mögliche vierte Disziplin, in welcher Odermatt brillieren könnte. Aufgrund des strammen Programms ist es aber eher unwahrscheinlich, dass er in jener Disziplin am Start stehen wird. Theoretisch wäre es dem Nidwaldner aber zuzutrauen, mit viermal Edelmetall die Heimreise aus Italien antreten zu können.

Camille Rast

Bei den Frauen ist Camille Rast nach dem Ausfall von Lara Gut-Behrami zur grossen Teamleaderin aufgestiegen. Die 26-Jährige hat sich in diesem Winter auch im Riesenslalom zu einer Weltklasse-Fahrerin entwickelt, womit Rast bei Olympia gleich zwei sehr realistische Medaillenchancen besitzt.

Sowohl im Slalom (hinter Dominatorin Shiffrin) als auch im Riesenslalom (hinter Überfliegerin Scheib) ist sie in diesem Winter die jeweils zweitbeste Fahrerin im Weltcup. Dies würde theoretisch bedeuten, dass mindestens zweimal Silber absolut im Bereich des Möglichen liegen sollte. Theoretisch hätte Rast auch in der Team-Kombination eine Medaillenchance, wobei sie hier auch sehr von der Leistung der Schweizer Abfahrerin, mit der sie dann ein Team bildet, abhängig ist.

Franjo von Allmen

Der amtierende Abfahrtsweltmeister ist natürlich auch bei den Olympischen Winterspielen ein ganz heisses Schweizer Eisen. Franjo von Allmen hat das Potenzial, in den Speed-Disziplinen aufs Podest fahren oder sogar gewinnen zu können. Dazu ergibt sich für ihn dank der Team-Kombination, in welcher er in Saalbach-Hinterglemm zusammen mit Loïc Meillard ein Team bildete und Gold holte, eine dritte sehr realistische Medaillenchance.

Für den 24-Jährigen werden es die ersten Olympischen Winterspiele werden, weswegen sich natürlich zeigen wird, wie gut er mit dem Erwartungsdruck umgehen kann. Grundsätzlich tritt der Berner Oberländer als coole Socke auf, weswegen man sich in dieser Hinsicht keine grossen Sorgen um ihn machen muss.

Loïc Meillard

In den technischen Disziplinen ruhen die Schweizer Hoffnungen in erster Linie auf den Schultern von Slalom-Weltmeister Loïc Meillard. Der 29-Jährige ist der zuverlässigste Schweizer Slalom-Crack, der an einem guten Tag alle hinter sich lassen kann. Auch im Riesenslalom hat er zuletzt beim Nacht-Event in Schladming bewiesen, dass er die Klasse hat, gewinnen zu können.

Die Team-Kombination ist für ihn eine weitere Möglichkeit auf eine Medaille, weswegen Meillard, in dessen Palmarès noch Olympisches Edelmetall fehlt, gleich drei gute Optionen hat, sein ganz grosses Ziel zu erreichen.

Wendy Holdener

Wendy Holdener gilt als eine absolute Spezialistin für Grossanlässe, hat sie in ihrer Karriere doch schon fünf Olympiamedaillen erobert. Die Schwyzerin weiss genau, was es braucht, um am Tag X Leistung zeigen zu können, weswegen man sie auch für die anstehenden Olympischen Winterspiele auf der Rechnung haben muss.

Im Slalom dürfte sie die grössten Chancen auf Edelmetall besitzen, auch wenn die Konkurrenz richtig stark ist. Falls Holdener ihre Bestleistung abrufen kann, ist für sie jedoch alles möglich. Auch in der Team-Kombination hat sich an der WM in Saalbach-Hinterglemm bewiesen, dass sie selbst in einer schwierigen Ausgangslage die Klasse hat, im Slalom noch viele Plätze gutmachen zu können.

Alexis Monney

Sein Name könnte für den ein oder anderen etwas überraschend auftauchen, aber Alexis Monney muss man für die Olympia-Abfahrt in Bormio unbedingt auf der Rechnung haben. Schliesslich gehört die Pista Stelvio zu seinen absoluten Lieblingsstrecken und die Generalprobe für die Olympischen Winterspiele im Dezember 2024 konnte Monney für sich entscheiden.

Es ist sein bis dato einziger Weltcupsieg, weswegen es für ihn eine umso bessere Nachricht ist, dass die Olympische Abfahrt in Bormio über die Bühne geht. Den 26-Jährigen muss man für dieses Rennen definitiv ganz dick auf der Rechnung haben, ist die Pista Stelvio doch perfekt auf die Fähigkeiten von Monney zugeschnitten.

Schweizer mit Überraschungspotenzial

Nebst den sechs heissesten Schweizer Eisen gibt es auch noch einige Swiss-Ski-Cracks, die man keinesfalls abschreiben darf. Dazu gehört beispielsweise Tanguy Nef, der zwar noch auf seinen ersten Weltcup-Podestplatz wartet, aber schon des Öfteren daran geschnuppert hat. Vielleicht löst sich ausgerechnet bei Olympia sein Podest-Knoten.

Niels Hintermann ist überraschend stark von seiner Krebserkrankung zurückgekommen und es ist schon eine Riesenleistung, dass er im starken Speedteam der Herren die Olympia-Selektion geschafft hat. Alles, was in Italien passiert, ist für ihn eine absolute Zugabe, weswegen er komplett frei und ohne Druck starten kann. Dies macht ihn besonders gefährlich.

Bei den Schweizer Frauen ist die Hoffnung gross, dass Corinne Suter rechtzeitig vor den Olympischen Winterspielen ihr Vertrauen findet. Gelingt ihr das, hat sie die Fähigkeit, in Cortina d'Ampezzo ganz vorne mitfahren zu können.

Zu guter Letzt soll an dieser Stelle auch noch Stefan Rogentin erwähnt werden. Der 31-Jährige hat in erster Linie im Super-G alle Möglichkeiten, an einem für ihn perfekten Tag in die Top 3 fahren zu können. Ihn sollte man deswegen ebenfalls im Auge behalten in einem starken und hoffnungsvollen Schweizer Ski-Olympia-Team.

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2026-02-03 12:00:48