Neben der englischen Premier League und der spanischen La Liga nahm auch die französische Ligue 1 ihren Betrieb wieder auf. Mit dabei könnten da rein theoretisch gleich acht Schweizer sein, aufgeteilt auf drei Partien in der ersten Runde. Allerdings ist nicht bei allen ein Einsatz sicher.
Gleich im Eröffnungsspiel der Saison 2025/26 hätte es zum einem Schweizer Duell kommen können. Marseille eröffnete die neue Saison am Freitagabend zu Gast in Rennes, wobei die Chancen im Vorfeld hoch waren, dass Garcia den Sprung in der Startformation hätte packen können. Im Winter 2024 wechselte der 29-Jährige von YB zu den Südfranzosen, sein Transfer wurde erst allerdings belächelt. Nachdem er zu Beginn noch überzeugen konnte, verlor er immer mehr an Substanz, kämpfte sich gegen Ende der letzten Saison allerdings wieder zurück in die Startelf. Doch bei der 0:1-Niederlage zum Auftakt gegen Rennes musste Garcia vorerst auf der Bank Platz nehmen. Nach 78 Spielminuten wurde er eingewechselt, zu diesem Zeitpunkt war Rieder jedoch schon nicht mehr auf dem Rasen.
Auf der Gegenseite war wie gesagt Fabian Rieder mit von der Partie sein. In der Bretagne steht der 23-Jährige seit Sommer 2023 unter Vertrag, nachdem auch er die Young Boys verlassen hatte. In der ersten Saison brillierte er bei verhältnismässig eher wenigen Einsätzen teilweise mit Traumtoren, wurde in der vergangenen Saison dann aber nach Stuttgart ausgeliehen. Dort hatte er zu Beginn eine richtig starke Phase, konnte aber nicht langfristig überzeugen. Zurück in Rennes rissen die Gerüchte um einen weiteren Wechsel zuletzt etwas ab, gut möglich, dass er beim Ex-Club von Alex Frei wieder einen besseren Stand hat. Dies unterstrich seine Berufung in die Startelf von Rennes beim Spiel gegen Marseille. Der 23-Jährige wurde jedoch nach 64. Minuten ausgewechselt, auch aufgrund der Tatsache, dass Rennes ab der 31. Spielminute zu Zehnt spielen musste. Ob er die Saison aber tatsächlich in Rennes bestreiten wird, steht noch in den Sternen, doch der Saisonauftakt gibt Hoffnung.
Am Samstag um 19 Uhr richten sich die Schweizer Augen ins Fürstentum, denn da könnten nicht weniger als vier Schweizer im Einsatz stehen. Auch wenn es mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht alle vier Schweizer sind, die man sieht, kann man sagen, dass Zakaria wohl auf dem Feld stehen wird. Der Genfer ist Captain der Mannschaft und scheint mit 28 Jahren endlich wieder das zeigen zu können, was ihm einst den Wechsel zu Chelsea und Juventus bescherte.
Seit drei Jahren schon spielt der Basler im Kleinstaat, zeigte dabei immer wieder tolle Leistungen. Leider waren seine schwachen Phasen allerdings ebenso regelmässig, weswegen nicht immer auf ihn gesetzt wurde. Doch neue Saison, neues Glück: so steht der 28-Jährige sicherlich auch in der neuen Saison wieder im Fokus. Für ihn geht es in dieser Spielzeit um viel, denn es ist sein letztes Vertragsjahr. Neu wird sowieso etwas ab kommendem Sommer - ob Vertrag oder Verein. Für Embolo gilt es nun, sich zu beweisen.
Die düstersten Aussichten auf Spielzeit hat wohl der Dritte im Bunde des Schweizer Monaco-Trios. Nachdem sich der 27-Jährige im Frühling endlich durchsetzen konnte und sich gleich mehrere Einsätze verdient hatte, sah es lange auch diesen Sommer so aus, als würde der Sohn eines deutschen Vaters und einer Schweizer Mutter als Nummer 1 in die neue Saison gehen, doch das Schicksal hatte andere Pläne. Monaco holte sich Lukas Hradecky von Leverkusen und plant wohl mit dem Finnen als neue Nummer 1.
Auf der Gegenseite wird beim Team aus der Normandie Felix Mambimbi auf seine ersten Ligue-1-Minuten hoffen. Der Freiburger, der bei YB einst als Top-Talent galt, verliess diesen Sommer den FCSG nach zwei Jahren und schloss sich den Nordfranzosen an. In der Vorbereitung durfte er zweimal von Beginn weg ran, einmal kam er zur Pause und konnte so seine ersten Minuten mit dem Team sammeln. Für ihn geht es mit seinem Team vor allem darum, zum dritten Mal in Folge den Ligaerhalt zu schaffen.
Eigentlich hätte in diesem Duell gar noch ein fünfter Schweizer mittun sollen. Der Transfer von Ruben Londja von Le Havre zum FC Sion wurde allerdings am Dienstag offiziell kommuniziert.
Noch gibt es einen zweiten Schweizer Captain in der Ligue 1. Vincent Sierro war der grosse Schweizer Aufsteiger in der Saison 2023/24, seither kann er allerdings nicht mehr ganz an seine Leistungen anknüpfen. Trotzdem war er auch in der vergangenen Saison unverzichtbar, verpasste nur fünf Ligaspiele durch eine Verletzung und traf immerhin fünfmal. Er soll sich aber bereits von seinen Teamkollegen verabschiedet haben, einen Wechsel nach Saudi-Arabien vollziehen. Dadurch, dass das Gerücht allerdings schon mehr als zwei Wochen alt ist, ist es doch noch möglich, dass wir ihn noch einmal in Frankreich sehen werden.
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