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Jordan Murray beendet nach schrecklichem Vorfall seine Eishockey-Karriere

Einst bestahl er einen russischen Star

Der kanadische Eishockeyspieler Jordan Murray verbrachte einen Grossteil seiner Karriere in Übersee. Sein höchstes Ziel war die AHL, wo er zusammen mit dem slowakischen Nationalspieler Christián Jaroš für das Farmteam der Ottawa Senators spielte. Anschliessend beschloss er, sein Glück in Europa zu versuchen. Er spielte in vier verschiedenen Ligen und wäre in seinem letzten Spiel beinahe gestorben.

Jordan Murray wurde zwar nicht gedraftet, spielte aber vier Saisons in der unterklassigen AHL. In 174 Spielen erzielte er 24 Tore, gab 61 Assists und sammelte 150 Strafminuten. Seine Karriere setzte er auf dem alten Kontinent fort, als er einen Vertrag bei Dinamo Riga unterschrieb. In der KHL war er nur sehr kurz aktiv und bestritt lediglich 11 Partien.

Nach Informationen der lettischen Sportwebsite Sportacentrs.com löste der Verein seinen Vertrag Ende Januar 2021 im gegenseitigen Einvernehmen auf. Grund dafür soll ein Vergehen des kanadischen Verteidigers gewesen sein, der angeblich den Schläger eines Gegners vom Team Avangard Omsk, der ehemaligen russischen NHL-Grösse Ilja Kowaltschuk, gestohlen haben soll.

Jordan Murray beendete die Saison in der höchsten schwedischen Liga SHL im Trikot von HV71. Für die nächsten vier Jahre wechselte er in die höchste deutsche Liga DEL, in der er fast 200 Spiele bestritt und 97 Punkte sammelte. In der vergangenen Saison spielte er für das österreichische Team EC-KAC Klagenfurt in der internationalen ICE Hockey League.

In der regulären Saison bestritt er nur 20 Spiele, und die Playoffs wären ihm beinahe zum Verhängnis geworden. Im Viertelfinalspiel im März gegen das ungarische Fehérvár brach der kanadische Verteidiger kurz vor Ende des ersten Drittels auf dem Eis zusammen. Die Vereinsärzte Hannes Florianz und Günther Bachler eilten sofort zur Hilfe, zusammen mit den Sanitätern in der Halle, zu denen sich auch ein Arzt von der Tribüne gesellte.

Jordan Murray wäre beinahe an einem Herzstillstand gestorben. Er wurde mehrere Minuten lang reanimiert und anschliessend in ein Krankenhaus in Klagenfurt gebracht. Dort unterzog er sich weiteren Untersuchungen und mehreren Operationen. Nach vier Monaten sandte er eine Botschaft an die Fans.

„Ich möchte mich für all die Liebe und Unterstützung bedanken, die ich in den letzten Monaten erhalten habe. Es freut mich, mitteilen zu können, dass ich gesundheitlich wieder völlig in Ordnung bin und dieser Vorfall im März keine bleibenden Schäden hinterlassen hat“, erklärte er auf der offiziellen Vereinswebsite des EC-KAC Klagenfurt.

Trotz seiner Genesung entschied er sich, nicht mehr aufs Eis zurückzukehren und die Schlittschuhe an den Nagel zu hängen. „Das Eishockey-Kapitel ist für mich offiziell abgeschlossen. Das Karriereende kommt zwar nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte, aber ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Sport so lange ausüben durfte und dass ich heute so gesund bin, dass ich von diesem Moment an ein normales Leben führen kann.“

Der kanadische Verteidiger verkündete auch seine Verlobung und dankte allen, die ihm in diesem schicksalhaften Moment das Leben gerettet hatten. „Meiner Partnerin, die immer an meiner Seite stand, und mir geht es hervorragend, wir haben uns diesen Monat sogar verlobt. Ohne unsere Vereinsärzte Hannes und Günther hätte ich ihr keinen Antrag machen können, deshalb werde ich ihnen und allen anderen medizinischen Fachkräften auf ewig dankbar sein“, fügte er hinzu.

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2026-07-29 21:42:36