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Nach der Stabilisierung möchte der HC Lugano so richtig angreifen

Lugano auf dem Vormarsch

Der HC Lugano schaffte in der vergangenen Saison erstmals seit der COVID-Spielzeit 2019/20 den Sprung unter die Top Sechs der Liga und qualifizierte sich damit direkt für die Playoffs. An die Leistungen möchten die Bianconeri in der kommenden Saison nur zu gerne anknüpfen. Wir analysieren den Kader.

Nach der starken letzten Saison kann Sportchef Janick Steinmann auf dem Kader aufbauen. Gerade bei den Importspielern kommt es zu einem kleineren Umbruch, was die Südtessiner noch stärker machen soll. Hinter der Bande wird das Team weiter von Tomas Mitell geführt, der auf ein eingespieltes Goalie-Duo zählen kann.

Goalies: Durch Abwechslung zum Erfolg

Neuzugänge: -

Abgänge: -

Zwischen den Pfosten bleibt beim HC Lugano alles beim Alten. Niklas Schlegel und Joren van Pottelberghe teilen sich die Aufgabe. Hier pflegen die Bianconeri einen modernen Ansatz: Zwei Torhüter, die sich auf einem ähnlich hohen Niveau befinden und sich die Spielzeit ungefähr teilen. Der Schlussmann, der gerade etwas besser in Form ist, wird etwas mehr zum Einsatz kommen, was sich im Verlauf der Saison immer wieder abwechseln kann.

In der letzten Saison wusste Niklas Schlegel etwas mehr zu überzeugen und bekam in den Playoffs gegen die ZSC Lions den Vorrang. Joren van Pottelberghe verfügt aber über genug Qualitäten, um den Spiess in dieser Spielzeit umdrehen zu können. Das macht das Duo des HC Lugano variabel und sorgt dafür, dass ein Ausfall nicht gleich eine Feuerwehrübung zur Folge hat.

Fazit: 5,5/6 Punkten

Ja, bei den Torhütern ist der HC Lugano sehr gut aufgestellt. Trotzdem reicht es nicht für die Maximalpunktzahl. Der Grund liegt bei der fehlenden High-End-Qualität, über die etwa der HC Davos mit Sandro Aeschlimann oder die ZSC Lions mit Simon Hrubec verfügen.

Defensive: Endlich ein Top-Offensivverteidiger?

Neuzugänge:
- Lassi Thomson (2000) - Ottawa Senators/NHL
- Enzo Guebey (1999) - HC Davos
- Harijs Cjunskis (2006) - Brooks Bandits/BCHL

Abgänge:
- Connor Carrick (1994) - ?
- Samuel Guerra (1993) - EV Zug
- Nick Meile (2004) - EHC Visp

In der Defensive gibt es beim HC Lugano im Vergleich zur letzten Saison drei Veränderungen. Lassi Thomson stösst neu zu den Bianconeri und wird eine Schlüsselrolle einnehmen. Der Finne ersetzt Connor Carrick. In der Vergangenheit hat er sowohl in Nordamerika als auch in Schweden bewiesen, dass er mehr als zehn Tore pro Saison erzielen kann. Das wird auch im Südtessin vom Offensivverteidiger erwartet.

Mit Enzo Guebey und Harijs Cjunskis verpflichten die Bianconeri zwei Spieler, die kaum für die grossen Aktionen verantwortlich sein werden. Von ihnen wird in erster Linie solide Defensivarbeit erwartet. Sie ersetzen Samuel Guerra und Nick Meile.

Die Luganesi sind in der Defensive weiter hervorragend aufgestellt, was die Schweizer Besetzung betrifft: Santeri Alatalo, Miro Müller und David Aebischer sind ausgezeichnete Zweiweg-Verteidiger. Hinzu kommt mit Carl Dahlström noch ein weiterer schwedischer Importspieler. Was die Top-Sechs-Defensivspieler betrifft, müssen sich die Bianconeri keinesfalls verstecken.

Komplettiert wird die Verteidigung durch Jesper Peltonen, Enea Togni und Brian Zanetti. Während Peltonen bereits über einiges an Erfahrung verfügt, wird von Togni und Zanetti der nächste Schritt erwartet. Gerade Zanetti verfügt über sehr viel Potenzial.

Fazit: 5,5/6 Punkten

Der HC Lugano ist in der Verteidigung hervorragend aufgestellt und man darf gespannt auf die Auftritte von Lassi Thomson sein. Erfüllt der Finne die Erwartungen, dann haben die Bianconeri einen Top-Offensivverteidiger im Kader und können als ganzes Team einen weiteren Schritt nach vorn machen.

Offensive: Umbruch bei den Imports

Neuzugänge:
- Jere Innala (LW - 1998) - Frölunda HC/SWE
- Olle Lycksell (W/C - 1999) - Ottawa Senators/NHL
- Nick Shore (C - 1992) - Linköping HC/SWE
- Daniel Olsson (F - 2005) - ZSC Lions

Abgänge:
- Jiri Sekac (LW - 1992) - HC Sparta Praha/CZE
- Curtis Valk (C - 1993) - Schwenninger Wild Wings/GER
- Brendan Perlini (LW - 1996) - ?
- Jakob Lee (C - 1999) - ?
- Stéphane Patry (C/LW - 2000) - EHC Visp
- Cole Cormier (C/W - 2002) - HC Ajoie
- Roberts Cjunskis (F - 2003) - ?

Mit Luca Fazzini, Calvin Thürkauf und Dario Simion verfügt der HC Lugano in der Offensive über drei sehr starke Schweizer Spieler, was auch ein Grund dafür ist, weshalb sie die letzte Regular Season auf dem starken fünften Platz beendet haben. Gerade Fazzini kann mit seiner steten Torgefahr jeden Gegner ins Schwitzen bringen.

Die grösste Veränderung gab es allerdings bei den Importspielern. Jere Innala, Olle Lycksell und Nick Shore sind neu zum Team gestossen. Die Erwartungen an Innala und Lycksell dürften besonders hoch sein. Die beiden wussten in den letzten Jahren auf diversen Stufen zu überzeugen. Nick Shore hat in der Schweiz beim EVZ bereits bewiesen, dass er mehr als einen Scorerpunkt pro Spiel sammeln kann.

Komplettiert werden die Importspieler in der Offensive durch Rasmus Kupari und Zach Sanford, die in der letzten Saison zu überzeugen wussten. Bei den ausländischen Feldspielern ist der HC Lugano also top aufgestellt und eine schwierige Frage stellt sich für Mitell bereits früh: Wen setzt er auf die Tribüne?

Mit Daniel Olsson konnte noch ein vielversprechender junger Spieler von den ZSC Lions verpflichtet werden. In diese Kategorie gehört auch Cyrill Henry, der aus dem eigenen Nachwuchs stammt. Lorenzo Canonica hat den nächsten Schritt bereits gemacht und gehört zum erweiterten Kreis der Schweizer Nationalmannschaft. Macht er erneut einen Schritt nach vorn, werden die Bianconeri davon profitieren.

Aleksi Peltonen, Ramon Tanner und Marco Zanetti sind Spieler mit Schweizer Lizenz im besten Eishockeyalter, sind aber nicht bekannt dafür, grosse Rollen im Team einzunehmen. Eventuell können sie sich mit einer guten Saison dafür bewerben.

Anders sieht es bei Alessio Bertaggia und Giovanni Morini aus. Die beiden sind erfahrene Spieler, die den Klub und seine Facetten kennen. Entsprechend verfügen sie auch über eine wichtige Rolle in der Garderobe und scheuen auf dem Eis nicht vor Defensivarbeiten zurück.

Fazit: 5,5/6 Punkten

Auch in der Offensive ist der HC Lugano hervorragend aufgestellt. Der Umbruch bei den Importspielern sorgt für frischen Wind, was für den nächsten Schritt der Bianconeri sorgen könnte. Gerade Jere Innala und Olle Lycksell bringen viel Potenzial ins Südtessin.

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2026-09-01 15:53:54