Jiri Sekac kehrt nach fünf Jahren in der Schweiz in seine Heimat zurück. Der frühere Stürmer des HC Lugano sucht bei Sparta Prag einen neuen sportlichen Impuls - und spricht offen über seine letzten Jahre in der National League
Jiri Sekac hat genug von der Schweiz. Nach zwei Saisons beim HC Lugano wechselt der 34-jährige Tscheche zu Sparta Prag und spricht im Interview mit Denik Sport ungewöhnlich offen über seine Situation in den vergangenen Jahren.
Besonders die Familie habe seinen Alltag stark verändert. Mit der Geburt des dritten Kindes sei die Belastung deutlich gestiegen. "Als unser drittes Kind in der Schweiz geboren wurde, kam meine Frau nicht einmal mehr zu meinen Spielen", erzählt Sekac. Mit der grösser gewordenen Familie habe er sich zunehmend allein gefühlt, was sich auch auf seine Einstellung zum Eishockey ausgewirkt habe.
Der Wunsch nach einer Rückkehr in die Heimat sei schon länger gereift. "Ich wollte seit einigen Jahren nach Hause zurück", sagt der frühere NHL- und KHL-Stürmer. Sparta habe er auch deshalb gewählt, weil die Familie nun mehr Unterstützung durch Eltern und Verwandte brauche.
Neben den privaten Gründen sei auch sportlich eine Veränderung nötig gewesen. "Ich hatte das Gefühl, zu verkümmern und abzubauen. Ich musste wieder aufwachen", erklärt Sekac. Nach zwei Jahren am gleichen Ort habe ihm ein neuer Impuls gefehlt.
Seine Schweiz-Zeit dauerte insgesamt fünf Jahre. Zuvor spielte der Tscheche in Nordamerika und Russland, wo er zweimal den Gagarin Cup gewann. Heute blickt er anders auf die National League. Seiner Ansicht nach habe sich die tschechische Extraliga in den letzten Jahren stark verbessert, insbesondere in Sachen Physis und Spieltempo.
In Prag will Sekac nun seine Erfahrung, seine Vielseitigkeit und seine Führungsqualitäten einbringen. Vor allem geniesst er aber die Rückkehr in die Heimat. "Jetzt geniesse ich jeden Tag in einer tschechischen Garderobe. Das ist grossartig für mich", sagt der ehemalige Lugano-Stürmer.
Sekac wechselte 2024 nach drei Saisons von Lausanne nach Lugano und absolvierte in der vergangenen Saison 43 Spiele inklusive Playoffs. Dabei sammelte er 19 Skorerpunkte. In seiner ersten Saison in Lausanne machte er 46 Scorerpunkte in der Regular Season.
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