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Lugano-Sportchef Steinmann erklärt Shore-Verpflichtung

Keine Bedenken wegen Ambri-Vergangenheit

Der HC Lugano verstärkt sich für den Saisonstart mit dem erfahrenen US-Center Nick Shore. Im Interview mit heshootshescores spricht Sportchef Janick Steinmann über die Hintergründe des Kurzzeitvertrags, den Konkurrenzkampf und die Lehren aus der vergangenen Saison.

Der HC Lugano hat auf dem Transfermarkt noch einmal nachgelegt: Mit der Verpflichtung des 33-jährigen US-Amerikaners Nick Shore sicherten sich die Tessiner ihren siebten Importspieler. Der Center, der bereits für den EV Zug und Ambri-Piotta in der National League auflief, erhält vorerst einen Vertrag bis Ende Oktober mit Option auf eine Verlängerung für die restliche Spielzeit.

Passt ins Anforderungsprofil: Erfahrung und Playmaker-Qualitäten

"Wir haben im Sommer lange darüber diskutiert, welchen Spielertyp wir noch benötigen", erläutert Janick Steinmann die Kaderplanung. "Wir hatten bereits sechs Ausländer unter Vertrag und suchten ein weiteres Element, das bereit war, ein Kurzzeitangebot zu akzeptieren."

Dass die Wahl auf Nick Shore fiel, hat klare Gründe: "Wir wollten einen Spieler mit Playmaker-Qualitäten und Erfahrung dazuholen - sowohl in unserer Liga als auch in anderen Top-Ligen. Wir haben eine junge Gruppe, insbesondere beim Ausländer-Kontingent. Über Nick haben wir hervorragende Referenzen bezüglich seines Charakters und seiner Persönlichkeit erhalten."

Die Befristung bis Ende Oktober sieht der Sportchef pragmatisch: "Bis Ende Oktober absolvieren wir rund 20 Spiele, daher schien uns das eine sehr sinnvolle Lösung zu sein. Zu diesem Zeitpunkt werden wir ein klareres Bild davon haben, wer seine Leistung bringt und wer nicht. Im besten Fall besitzen wir eine Option, um Nick für den Rest der Saison zu halten."

Keine Bedenken wegen verpatzter Ambri-Zeit

In der Schweiz hinterliess Shore gemischte Eindrücke: Einer starken Phase beim EV Zug folgte ein glückloses Engagement beim Rivale HC Ambri-Piotta. Für Steinmann ist das Kapitel im Valascia jedoch kein Kriterium: "Ambri war im Grunde der einzige Ort, an dem er die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Danach ging er nach Schweden, und seine Leistungen zeigten wieder nach oben. In den letzten zwei Spielzeiten agierte er extrem solide, obwohl er nicht bei den stärksten Teams spielte und viel kämpfen musste."

Man dürfe einen Importspieler niemals nur nach Punkten beurteilen, betont Steinmann. "Ich bin zuversichtlich, dass er uns genau das geben kann, was wir brauchen - und damit meine ich nicht nur Scorerpunkte, sondern sein gesamtes Spiel."

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2026-07-27 22:24:31