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In einer Zeit des Umbruchs ist dank Top-Stürmer Spektakel garantiert

Seine vierte Saison in der Schweiz

Der HC Lugano hat in den letzten Jahren seine grossen Qualitäten auf dem Eis vermissen lassen. Trotz der teuren Kader klassierten sich die Bianconeri seit der Saison 2021/22 nie in den Top-Sechs. Einer der spektakulärsten Spieler überhaupt, soll das nun ändern. 

Der zweite Rang in der Saison 2020/21 ist das letzte Highlight des HC Lugano, danach kamen die Südtessiner nie richtig in Fahrt. In den letzten beiden Jahren versuchte man durch Kontinuität auf der Trainerbank zurück zu alter Stärke zu finden. Unter Luca Gianinazzi schürten die Bianconeri erst Hoffnung, nur um dann in der letzten Saison kaum einen Fuss vor den anderen zu kriegen. Mittlerweile folgte der komplette Umbruch: Sportchef Hnat Domenichelli wurde durch Janick Steinmann ersetzt, Tomaas Mitell ist der neue starke Mann an der Bande und bei den Importspielern sind einzig Carl Dahlström und Jiri Sekac verblieben. 

Linus Omark vor seiner vierten Saison in der National League

Im Februar macht die National League für die Olympischen Winterspiele in Mailand eine Pause, was für einen gedrängten Spielplan vor Weihnachten sorgt. Bei Lugano fallen derzeit zudem Rasmus Kupari und Jiri Sekac verletzt aus. Janick Steinmann war zum Handeln gezwungen und schaffte es tatsächlich, Linus Omark zu verpflichten. Damit kehrt einer der spektakulärsten Spieler der letzten 15 Jahre zurück in die National League

Der Schwede stand in der Saison 2012/13 für den EV Zug und in den Saisons 2020/21 und 2022/23 für den Genève-Servette HC im Einsatz. 2012/13 sammelte Omark 69 Scorerpunkte und krönte sich zum Liga-Topscorer. 2020/21 und 2022/23 schloss er die Scorerliste der National League jeweils auf dem zweiten Rang ab. Er sammelt in der Schweiz durchschnittlich 1.25 Scorerpunkte pro Spiel, was ein herausragender Wert ist.

Vor dem ersten Einsatz für den HC Lugano muss allerdings die Frage gestellt werden: Kommt Omark noch an seine besten Zeiten heran?  Die letzten beiden Saisons in Schweden deuten zumindest nicht vollkommen darauf hin. Der Stürmer war nicht mehr ganz so produktiv, was mit 38 Jahren aber auch nicht weiter verwunderlich ist. In den Playoffs konnte er dafür eine Schippe drauflegen und hatte seinen Anteil am Titel mit Luleå. 

Spektakel, wie einst mit Linus Klasen?

Beim Blick in die Vergangenheit des HC Lugano erinnert eigentlich nur ein Spieler annähernd an Linus Omark. Die Rede ist natürlich von Linus Klasen. Der Schwede spielte zwischen 2014 und 2020 im Trikot der Südtessiner und war ein absoluter Spektakelspieler. Gleich in seiner ersten Saison sammelte er über 55 Scorerpunkte und er war Teil des Teams, das mit dem HCL 2018 letztmals in einem Playoff-Final stand. Dieser ging gegen die ZSC Lions verloren.

Nach der Saison 2017/18 sackten die Leistungen von Linus Klasen, der übrigens heute noch bei Djurgårdens IF aktiv ist, zusammen und er fiel zunehmen in Missgunst des Coaches. Sein Offensivspektakel wurde zunehmend weniger und die Mängel in der Defensive blieben bestehen. Besteht diese Gefahr auch bei Linus Omark? Bis zu einem gewissen Grad bestimmt, diese ist aber deutlich kleiner als bei Klasen, da Omarks Qualitäten noch einmal auf einem anderen Level sind. 

Fakt ist: Linus Omark wird beim HC Lugano in einer Zeit des Umbruchs für Spektakel sorgen und sicherlich auch den einen oder anderen Fan mehr ins Stadion locken. Ob er aber der Heilsbringer ist und die Bianconeri zurück in die Top-Sechs bringt, darf angezweifelt werden. Ein Umbruch benötigt auch in Lugano seine Zeit und viel Geduld. Gerade bei der Geduld zeichneten sich die Südtessiner in den letzten Jahren nicht aus

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2025-09-23 10:00:28