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Die Verletzungen von Schlegel und van Pottelberghe als Ursache der HCL-Misere

CEO Marco Werder bezieht Stellung

Die bisherige Saison des HC Lugano ist bislang definitiv unbefriedigend, liegen die Bianconeri nur auf dem 12. Rang. Trotz des Krisenmodus halten die HCL-Verantwortlichen weiter an Headcoach Luca Gianinazzi fest. 

CEO Marco Werder nimmt gegenüber vom Blick Stellung zur bislang schwachen Saison der Tessiner. Wie sei es möglich, mit einer solchen Mannschaft derart schwach dazustehen? "Es ist die Konsequenz aus verschiedenen Gründen. Wir sind gut in diese Saison gestartet und auch die Spielweise war okay. Danach kamen Verletzungen dazu und die schlimmsten für die Strategie, wie die Mannschaft aufgebaut ist, waren diejenigen der Goalies Schlegel und Van Pottelberghe. Von diesem Zeitpunkt mussten wir anfangen, zu flicken, und als wir am Flicken waren, fiel unser Spiel zusammen und als Nächstes ging das Selbstvertrauen verloren." Weshalb hält man trotzdem an Gianinazzi fest?

"Weil wir überzeugt sind, dass er ein guter Trainer ist. Als wir ihn als Trainer unter Vertrag genommen haben, war er 29-jährig. Und natürlich war uns bewusst, dass irgendwann eine Krise kommen wird. Jetzt ist sie da und wir versuchen, ihm zu helfen, aus dieser herauszukommen."

Marco Werder, Blick, 04.12.24

Es ist bewundernswert, dass man den jungen Trainer derart schützt, doch es gibt deswegen auch Kopfschütteln. Welche Reaktionen erhält er? "Für uns steht nicht im Zentrum, was von extern hereingetragen wird, sondern das, woran wir glauben, in welche Richtung wir diese Organisation weiterentwickeln wollen. Jetzt versuchen wir mal einen anderen Weg als den klassischen und schauen, wie wir uns da durchkämpfen und aus der Krise finden. Vielleicht ist das eine wertvolle Erfahrung." Kritiker behaupten, dass der HCL die Saison mutwillig in den Sand setzt, weil man nichts unternimmt: 

"Die Mannschaft ist zum heutigen Zeitpunkt nicht dort, wo sie sein sollte. Das sind wir uns bewusst und macht uns nicht glücklich. Aber grundsätzlich muss man sich irgendwann aus verschiedenen Möglichkeiten für einen Weg entscheiden. Und mit dem Glauben an diesen versuchen, diese Saison zurechtbiegen zu können. Ob wir so die Saison in den Sand gesetzt haben oder nicht, lässt sich dann Ende Saison beurteilen, aber nicht zum jetzigen Zeitpunkt."

Marco Werder, Blick, 04.12.24

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2024-12-16 12:30:10