Schlägereien sind im Eishockey an der Tagesordnung. Immer wieder gibt es Spieler, die sich so gar nicht mögen. Dass sich aber zwei so auf die Mütze geben, wie Yannick Rathgeb und Chris DiDomenico vor zwei Jahren, ist eher ungewöhnlich. Nun spielen sie beide im gleichen Team und sprechen darüber.
Blick lud die beiden zum gemeinsamen Interview. Da war die Laune von DiDomenico noch nicht wirklich gut: "Du verschwendest deine Zeit. Ich habe dazu nichts zu sagen". Ob ihm denn als Journalist nicht die gleiche Idee gekommen wäre, beantwortet er mit einem "Vielleicht". Rathgeb realisiert sofort, worauf die Reporter herauswollen und witzelt: "Sprechen wir Französisch? Dann versteht er mich nicht".
Doch die beiden mögen sich mittlerweile. Der Verteidiger sagt, dass er für seine Teamkollegen kämpfe, während DiDo zustimmend sagt: "Die Jungs in der Garderobe sind deine Brüder. Du musst alles für sie tun. Diese Einstellung werde ich nicht ändern. Was auf dem Eis passiert, bleibt auf dem Eis". Naja, so wirklich auf dem Eis blieb es damals nicht, denn auch im Kabinengang hatten die beiden noch einiges auszutauschen (das Video gibt es hier).
Zum Hockey gehöre dies eben dazu, meint Rathgeb, dem eine Szene aus seiner Zeit in der AHL blieb: "Einmal habe ich mich im Training mit einem aus meiner Mannschaft geprügelt. Danach war die Sache gegessen. Er ist sogar mit mir im Auto nach Hause gefahren und wir tranken gemeinsam eine Flasche Wein. Das ist das Schöne im Eishockey, es gibt keinen Groll".
Beide seien leidenschaftlich und spielen mit demselben Feuer. "Und wenn man sich dann über den Weg läuft, kann schon mal etwas Ungewöhnliches passieren". Rathgeb habe er allerdings "lieber 52-mal auf meiner Seite statt der gegnerischen". Nun ist das Ganze vergessen, doch die Szene bleibt. Kurios daran: Als DiDomenico Rathgeb in die Kabinen verfolgt, setzt der damalige Bieler seinen Zahnschutz wieder ein. Es ging ihm damals darum, seine Zähne vor weiteren Schäden zu schützen, da sowieso schon eine Zahnoperation anstand, wie er im Podcast Benchside verriet.
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