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Ambri-Trainer Tapola will keine Wohlfühloase im Tessin

Er staunt über die Fans

Nach einer turbulenten vergangenen Saison will Jussi Tapola beim HC Ambri-Piotta neue Strukturen und eine neue Kultur etablieren. Der finnische Trainer setzt dabei auf harte Arbeit, klare Standards und viel Leidenschaft – und ist überzeugt, dass die Resultate folgen werden.

Kurz bevor die entscheidende Phase der vergangenen Saison begann, gab der HC Ambri-Piotta bekannt, dass Jussi Tapola künftig an der Bande stehen wird. Zunächst war sein Engagement bis zum Ende der Spielzeit befristet, danach unterschrieb der Finne einen Dreijahresvertrag. Mit vier Siegen in den Playouts führte er die Leventiner schliesslich zum Ligaerhalt.

Sein Spielplan war bereits nach den ersten Partien erkennbar. Dennoch wollte Tapola das System nach bereits zwei Trainerwechseln in derselben Saison nicht allzu stark verändern. Die grosse Veränderung sollte im Sommer folgen. "Im vergangenen Jahr gab es viele Veränderungen, auch während des Sommers", sagt er an der Pressekonferenz und fügt hinzu: "Aus meiner Sicht starten wir auch im sportlichen Bereich mit einer neuen Kultur und einer neuen Ära."

Er will keine Wohlfühloase dulden

Seit fünf Wochen leitet Tapola das Training der Leventiner, zwei weitere Wochen bleiben bis zum Saisonstart. Zum Alltag gehört dabei weit mehr als die Arbeit im Kraftraum und auf dem Eis. "Ein wichtiger Teil unserer Arbeit besteht darin, diese neue Kultur zu etablieren", sagt der 51-Jährige. Dazu gehöre auch, dass die Spieler dieselben Vorstellungen davon hätten, was etwa Eiszeit oder die Übernahme von Verantwortung angehe. "Es geht aber auch darum, wie wir trainieren, wie wir uns verhalten, wenn wir in die Halle kommen, und um all die Werte innerhalb des Teams", erklärt Tapola.

Auf die vergangene Saison möchte der Finne nicht mehr zurückblicken. Für ihn ist sie Geschichte. Stattdessen will er sich an den höchsten Standards in Europa orientieren. "Wir wissen ziemlich genau, wie hoch die Belastung sein muss, wie die besten Teams Europas trainieren und wie sie spielen", sagt der Trainer. Als Assistenztrainer der finnischen Nationalmannschaft weiss er, wovon er spricht.

Eine Wohlfühloase soll Ambri unter Tapola nicht werden. "Teil von Ambri zu sein und für Ambri zu spielen, wird deshalb nicht einfach sein", sagt er. Gleichzeitig zeigt er sich beeindruckt von der Leidenschaft der Fans. Besonders die Spielerpräsentation am vergangenen Freitag ist ihm in Erinnerung geblieben. Etwas Vergleichbares habe er noch nie erlebt. "Die Gesänge haben sich angefühlt, als würden wir mitten in einem Meisterschaftsspiel stehen. Das war unglaublich", sagt Tapola.

Nun sollen die Spieler diese Leidenschaft zurückgeben. Der Trainer ist überzeugt, dass die Resultate folgen, wenn täglich konsequent gearbeitet wird. Wie viel hinter seinen Worten steckt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Eishockey HC Ambri-Piotta Jussi Tapola National League Soraya Sägesser

2026-09-01 23:05:22