2014 zog es Chris DiDomenico in die Schweiz zu den SCL Tigers in die damalige NLB. Seither hat der Kanadier, mit einer Ausnahme in der Saison 2017/18), immer in der Schweiz gespielt. Nun steht der mittlerweile 36-Jährige vor einer offenen Zukunft.
Seit der letzten Saison spielt der Offensivspieler beim HC Ambri-Piotta und sein Vertrag bei den Leventinern läuft nach dieser Saison aus. Wie Eismeister Klaus Zaugg via watson berichtet, zögern die Verantwortlichen des HCAP derzeit, den auslaufenden Vertrag mit dem Kanadier zu verlängern.
Dabei würde rein sportlich gesehen überhaupt nichts gegen eine Verlängerung sprechen. Mit 31 Scorerpunkten (sechs Tore und 25 Assists) ist DiDomenico der Topscorer seines Teams. "Welch eine Ironie: Er gibt alles, er bewirkt mehr als die meisten Mitspieler und doch reicht es nach wie vor nicht. Nicht für einen neuen Vertrag, nicht für ein klares Bekenntnis. Ausgerechnet bei dem Klub, der so gut zu ihm passt wie kein anderer. Ambri zögert", wie Zaugg spitzbübisch schreibt.
"Zu alt. Zu speziell. Zu eigenwillig. Zu sehr er selbst. Freundlich im Ton, korrekt im Umgang, aber innerlich unabhängig. Einer, der sich nicht verbiegt, um dazuzugehören. Einer der Aufmerksamkeit auf sich zieht, ohne sie zu suchen. Zu viel Persönlichkeit in einer Welt, in der die Trainer Systeme und Schablonen lieben und verlässliche Zahnräder einer Maschine von Jean Tinguely vorziehen", so der Eismeister weiter.
Der Agent von DiDomenico soll bereits bei den anderen Schweizer Vereinen angeklopft und dabei nur Absagen kassiert haben. Selbst ambitionierte Swiss-League-Klubs signalisieren derzeit kein Interesse, den Routinier zurück in die zweithöchste Schweizer Spielklasse holen zu wollen. DiDo selbst sagt nur: "We'll see." Die Zukunft des Kanadiers scheint also offen wie nie.
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