Die jeweiligen Topscorer der NL-Teams stehen schon allein aufgrund ihres gelben Topscorerhelms immer unter besonderer Beobachtung. Wir wollen in diesem Artikel die letztjährigen Regular-Season-Topscorer in den Fokus nehmen und aufzeigen, wie deren Vertragssituation ausschaut.
In Ajoie hatte mit Anttoni Honka ein Verteidiger die Rolle des Topscorers inne. Ein Fakt, der für den geringen Output der Stürmer des Tabellenletzten spricht. Seit der Saison 2024/25 steht Honka beim HC Ajoie unter Vertrag. Im Dezember 2025 verlängerte der Klub die Zusammenarbeit um ein weiteres Jahr. Dieser Kontrakt läuft jedoch nach der kommenden Saison aus. Mit seinen starken Leistungen hat sich der 25-Jährige für höhere Aufgaben empfohlen und dürfte das Interesse anderer Vereine geweckt haben.
Zusätzliche Motivation erhält Honka in der kommenden Spielzeit durch seinen Bruder Julius, mit dem er künftig gemeinsam für den HC Ajoie auflaufen wird. Das Bruderduo könnte dem Finnen zusätzlichen Schwung verleihen - und seine ohnehin starken Leistungen noch einmal auf ein neues Niveau heben.
Der Vertrag des Kanadiers beim HC Ambri-Piotta wurde kurz vor Ende der Regular Season in gegenseitigem Einvernehmen mit sofortiger Wirkung aufgelöst - und das, obwohl Chris DiDomenico in 47 Spielen starke 41 Scorerpunkte sammelte und als Topscorer des Teams das Flammenshirt trug. Das Verhältnis zu Trainer Jussi Tapola galt jedoch als zerrüttet, weshalb eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr infrage kam. In der kommenden Saison läuft "Dido" für den schwedischen Zweitligisten Björklöven auf. Dort trifft er unter anderem auf den ehemaligen Fribourg-Stürmer Lucas Wallmark, der in der vergangenen Saison den Meistertreffer für Gotteron erzielte.
Dario Meyer absolvierte in der vergangenen Saison die beste National-League-Spielzeit seiner Karriere. Mit 28 Scorerpunkten gehörte der 29-Jährige zu den wenigen Akteuren im Kader des EHC Kloten, die konstant überzeugten. Seine starken Leistungen blieben auch Nationaltrainer Jan Cadieux nicht verborgen und wurden mit einem Aufgebot für die Vorbereitung auf die Heim-WM belohnt. Mit seiner beeindruckenden Saison hat sich Meyer definitiv auf die Notizblöcke mehrerer Sportchefs gespielt.
André Petersson erwies sich für die SCL Tigers vom ersten Tag an als Volltreffer. Der 35-jährige Schwede überzeugte in seiner ersten Saison in Langnau auf ganzer Linie und gehörte zu den wichtigsten Spielern des Teams. In 45 Partien der Regular Season erzielte Petersson 24 Tore und liess sich insgesamt 40 Scorerpunkte gutschreiben. Mit seinen Leistungen hatte er grossen Anteil daran, dass die Emmentaler bis zwei Spieltage vor Ende der Qualifikation um einen Platz in den Play-Ins kämpften.
Im Dezember des vergangenen Jahres verlängerte Petersson seinen Vertrag um eine weitere Saison. Ein Personalentscheid, der sich in der kommenden Saison als Gold wert herausstellen könnte.
In seine siebte Saison geht Fabio Hofer mit dem EHC Biel. Hinter sich hat der Österreicher die beste Saison seiner Karriere. Mit 39 Scorerpunkten, davon 19 Toren, war er der Topscorer der Bieler. Trotz seiner starken Leistungen reichte es nicht für die Qualifikation für die Playoffs - am Österreicher lag es allerdings nicht. Auch in der kommenden Saison wird Hofer unter Christian Dubé eine Schlüsselrolle einnehmen.
"Nur" 29 Scorerpunkte steuerte Victor Ejdsell bei. Dass der Schwede trotzdem Topscorer der Mutzen war, belegt die Offensivschwäche der Berner in der vergangenen Saison eindrücklich. Mit seinen 29 Scorerpunkten belegte der 31-Jährige in der Qualifikation lediglich den 53. Rang der Scorerliste. Seine Karriere wird Ejdsell nun in seiner Heimat bei Färjestad BK fortsetzen. Die Fans des SC Bern werden den Abgang ihres Topscorers wohl verkraften können, zumal mit Dario Rohrbach ein Schweizer Stürmer verpflichtet wurde, der in der vergangenen Saison bessere Werte vorweisen konnte als Ejdsell.
Der Tscheche Dominik Kubalik war in der vergangenen Saison einer der wenigen Zuger, die die Erwartungen erfüllen konnten. Mit 39 Scorerpunkten kam er zwar nicht ganz an die Ausbeute aus seiner Zeit beim HC Ambri-Piotta heran, dennoch war er einer der wichtigsten Spieler im Kollektiv des EV Zug. Die Fans des EVZ dürfen nun hoffen, dass der 30-Jährige seine Scorerproduktion in der kommenden Spielzeit nochmals steigern wird. Mit Vinzenz Rohrer erhält er wohl einen Mitspieler an die Seite, mit dem er ein kongeniales Duo bilden könnte.
Seit seinem Wechsel zu den SC Rapperswil-Jona Lakers im Sommer 2022 zählt Tyler Moy zu den konstantesten Offensivspielern der National League. Der 31-Jährige knackte in jeder Saison die Marke von 35 Scorerpunkten. In seiner Premierensaison für die Lakers gelangen ihm sogar 51 Punkte in 52 Qualifikationsspielen. Im vergangenen Winter war Moy mit 36 Scorerpunkten erneut Topscorer der Rapperswiler. Dass der Schweizer Nationalspieler auch in den kommenden Jahren zu den produktivsten einheimischen Spielern gehören dürfte, zeigt sein langfristiger Vertrag: Erst in der vergangenen Saison verlängerte Moy sein Arbeitspapier bis 2030 und wird den Lakers damit voraussichtlich noch mehrere Jahre erhalten bleiben.
Austin Czarnik sorgte mit seinem Wechsel vom SC Bern zum Lausanne HC für Unmut bei vielen Berner Fans. Der US-Amerikaner hatte in seiner ersten National-League-Saison im Trikot der Mutzen auf Anhieb überzeugt und sich mit 56 Scorerpunkten den Topscorer-Titel der Saison 2024/25 gesichert. Anstatt in Bern zu bleiben, entschied sich der Angreifer jedoch für einen Zweijahresvertrag beim Lausanne HC.
Auch am Genfersee stellte Czarnik seine Offensivqualitäten eindrücklich unter Beweis. Mit 46 Scorerpunkten gehörte er in der vergangenen Saison erneut zu den produktivsten Angreifern der National League und führte den LHC als Topscorer an. Sein Vertrag läuft nach der kommenden Saison aus, eine Verlängerung wurde bislang noch nicht bekannt. Sollte es zu keiner Einigung kommen, dürfte Czarnik auf dem Transfermarkt zu den begehrtesten Importspielern gehören. Ein Spieler mit seinen offensiven Qualitäten wäre für jedes National-League-Team eine Bereicherung.
Seit Jahren prägt Luca Fazzini das Gesicht des HC Lugano. Der 31-Jährige trägt seit seiner Juniorenzeit das Trikot der Bianconeri und zählt zu den konstantesten Offensivspielern der National League. In der vergangenen Saison absolvierte Fazzini die produktivste Qualifikation seiner Karriere. Mit 47 Scorerpunkten, darunter 16 Tore und 31 Assists, führte er Lugano als Topscorer an. Gleichzeitig ist der Tessiner mit 177 Toren der aktiv erfolgreichste Schweizer Torschütze der National League. Dass Fazzini den Bianconeri noch lange erhalten bleibt, zeigt sein Vertrag bis 2032. Auch in den kommenden Jahren dürfte der Captain zu den wichtigsten Leistungsträgern des Klubs gehören.
Sven Andrighetto ist seit seiner Rückkehr aus der KHL das offensive Aushängeschild der ZSC Lions. Der 32-Jährige zählt Jahr für Jahr zu den produktivsten Schweizer Spielern der National League und erreichte auch in der vergangenen Saison starke 41 Scorerpunkte. Gemeinsam mit Denis Malgin führte er die interne Scorerliste der Zürcher an, mit 19 Treffern war Andrighetto zudem der erfolgreichste Torschütze des Teams. Dank seiner Konstanz und seiner Abschlussstärke dürfte der Nationalspieler auch in der kommenden Saison zu den wichtigsten Offensivwaffen der Lions gehören.
Markus Granlund (Geneve-Servette HC)
Besser hätte Markus Granlund bei Geneve-Servette kaum einschlagen können. Nach starken 47 Scorerpunkten in seiner ersten Saison legte der Finne im vergangenen Winter nochmals zu und führte die Genfer mit 54 Punkten als Topscorer an. Der 33-Jährige ist der offensive Taktgeber der Grenats und dürfte diese Rolle dank seines bis 2028 laufenden Vertrags auch in den kommenden Jahren ausfüllen.
39 Scorerpunkte in 47 Partien - so viele Torbeteiligungen sammelte Henrik Borgström in der vergangenen Spielzeit. Damit gehörte der Finne zu den zahlreichen Importspielern, die in den vergangenen Jahren bei Fribourg-Gotteron auf Anhieb eingeschlagen haben. Klar ist allerdings auch, dass Borgström den Flammenhelm nur deshalb tragen durfte, weil Marcus Sörensen fast die gesamte zweite Saisonhälfte verletzungsbedingt ausfiel. Dennoch wird Borgström auch in der Mannschaft, die in der kommenden Saison den Meistertitel verteidigen will, eine zentrale Rolle einnehmen.
35 Tore in 63 Saisonspielen - kein Spieler der National League traf in der vergangenen Saison häufiger als Matej Stransky. Der Tscheche war einmal mehr die Lebensversicherung des HC Davos und führte die Bündner mit 53 Scorerpunkten durch die Qualifikation. Den Titel als Topscorer der Liga verpasste der 32-Jährige nur knapp, nachdem Markus Granlund ihn am letzten Spieltag noch überholte. Nach fünf erfolgreichen Jahren in Davos kehrt Stransky nun in seine Heimat zurück und schliesst sich Dynamo Pardubice an.
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