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Abrashi nervt sich mehr über seinen Mitspieler als über den VAR

GC geht in zweiter Hälfte unter

Der Grasshopper Club Zürich unterliegt dem FC Lugano deutlich mit 1:4. Trotz der klaren Niederlage trauert GC-Captain Amir Abrashi vergebenen Grosschancen hinterher und fordert mehr Abgeklärtheit von seiner Mannschaft.

Der Startschuss für die bittere Heimpleite fiel für Amir Abrashi nicht erst in der Schlussphase, sondern bei einer entscheidenden Szene in der Offensive. "Der Knackpunkt war die Chance, die Clemente vergeben hat", stellte der GC-Captain nach der Partie bei blue Sport fest.

In besagter Szene lief Oscar Clemente alleine auf das gegnerische Gehäuse zu, vergab die hundertprozentige Chance auf die 2:1-Führung jedoch auf fahrlässige Art und Weise: "Wenn du alleine auf den Goalie läufst... Ich verstehe nicht, wieso er da nicht mit dem linken Fuss schiesst, weil es sein starker Fuss ist. Gegen Lugano musst du das Tor machen, sonst wird es sehr schwer."

Die Tessiner zeigten sich auf der Gegenseite deutlich effizienter und erzielten kurz danach das 2:1 aus ihrer Sicht. "Du hast es gesehen, die sind sehr abgebrüht. Wenn du die Chancen nicht machst, kriegst du die Quittung und dann gehst du 1:4 unter", so Abrashi gewohnt direkt.

Ärger über VAR und fehlende Konstanz

Auch eine strittige Szene vor dem vorentscheidenden 1:3 ging am Mittelfeldabräumer nicht spurlos vorbei. Ein vermeintliches Handspiel von Mattia Zanotti blieb vom Videobeweis ungeahndet: "Von aussen aus gesehen war es ein klares Handspiel. Er gibt dem Ball eine klare Richtungsänderung. Und dann entsteht aus dem Konter direkt ein Tor. Es ist sehr bitter für uns."

Dennoch suchte der 36-Jährige die Schuld keineswegs beim Schiedsrichtergespann, sondern mahnte zur Selbstkritik: "Wir müssen an unsere eigene Nase fassen. Wir haben die Chancen gehabt in der ersten Halbzeit. Du musst 2:0 in Führung gehen."

Nach dem Seitenwechsel sei das Team jedoch nicht mehr auf der gewohnten Höhe gewesen. "Aus der Halbzeit kommen wir nicht gut raus. Weiss der Geier, warum. Vielleicht haben wir so viel Gas gegeben in der ersten Halbzeit, dass man gedacht hat: 'Oh, jetzt geht es einfach.' Und da kannst du kein Prozent nachlassen - vor allem nicht in dem jungen Alter gegen so ein erfahrenes Lugano, das qualitativ brutal stark ist."

Trotz der deutlichen Abrechnung auf der Anzeigetafel sieht Abrashi auch Ansätze, auf denen der Rekordmeister für die kommenden Spiele aufbauen kann. "Ein Match geht 90 Minuten und da müssen wir lernen. Nichtsdestotrotz: Positive Sachen mitnehmen, auch wenn die zweite Halbzeit natürlich negativ war."

Amir Abrashi Brack Super League Damian Möschinger Fussball Grasshopper Club Zürich

2026-08-02 20:20:49

Event

02.08.2026 16:30
Grasshopper Club Zürich 1:4 FC Lugano

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