Seit zwei Wochen ist Richard Feuz beim Grasshopper Club Zürich als neuer CEO im Amt. Mit uns hat der Verantwortliche über seine neue Tätigkeit gesprochen. Im Hinblick auf Transfers sei die Arbeit natürlich noch lange nicht abgeschlossen.
Zwei Versprechen gibt der neue GC-CEO Richard Feuz bereits nach wenigen Sekunden im Gespräch ab: "In einigen Monaten werde ich in der Lage sein, ein Interview auf Deutsch zu führen und das andere Versprechen richtet sich an die GC-Fans: 'Ich werde hart arbeiten.'" Die deutsche Sprache sieht Feuz als wichtig an, um richtig in den Dialog mit den Zürchern treten zu können. Es gehöre dazu, dass man die Sprache des Clubs auch sprechen könne.
Mit der harten Arbeit möchte Richard Feuz auch das Vertrauen des Umfelds gewinnen. Ein gewisses Grundvertrauen, dass gut gearbeitet wird, sei notwendig, aber erst mit der Zeit könne ein noch vertrauensvolleres Verhältnis aufgebaut werden.
Seit rund zwei Wochen hat Richard Feuz das Ruder beim Grasshopper Club Zürich übernommen. Der neue CEO kennt die Super League bereits bestens. Sieben Jahre lang war der heute 34-Jährige beim Servette FC in verschiedenen Führungspositionen tätig. Daher kennt er auch die Situation beim GCZ.
Feuz stellt bei seinen Entscheidungen jeweils den Menschen in den Fokus. Er möchte jeweils nicht nur den Spieler oder den Trainerstaff sehen, sondern auch den Menschen dahinter. Dazu sei ihm die Präsenz an den Partien wichtig, so war Feuz auch beim Spiel in Lausanne vor Ort. Als Konsequenz seiner Philosophie bestand ein grosser Teil seiner Arbeit in den ersten Tagen und Wochen beim Verein darin, die Menschen im Club kennenzulernen: "Ich möchte von Beginn an die Kultur des Vereins verstehen und die Menschen dahinter kennen. Von diesem Punkt aus möchte ich dann meine Entscheide fällen." Die Zeit seit seiner Anstellung bei den Grasshoppers sei aber sehr intensiv gewesen, wie der engagierte CEO im Gespräch betont.
Auch die Ambition der Grasshoppers ist klar: "Wir möchten besser als in den letzten Jahren performen. Ich bin überzeugt davon, dass Resultate immer ein Spiegelbild der Arbeit sind, die hineingesteckt wird. Dabei spreche ich nicht nur von der Arbeit der Spieler und Trainer im Verein, sondern von jedem Einzelnen." Auf die Nachfrage, ob besser als in den letzten Jahren performen, auch eine Steigerung der Rangierung bedeutet oder ob er bereits mit einem erneuten Klassenerhalt via Barrage zufrieden wäre, sofern sich der Club wünschenswert entwickle, meint Feuz klar: "Kein CEO spielt gerne Barrage."
Richard Feuz möchte auch eine neue Dynamik in den Verein bringen. In den zwei Wochen sei er bestrebt gewesen, eine erste Grundlage zu schaffen und in vielen Gesprächen die entsprechenden Anknüpfungspunkte zu finden, um dann seine Schlüsse daraus ziehen zu können.
Die Arbeit sei natürlich noch lange nicht abgeschlossen. Das äussert sich auch bei der Situation auf dem Transfermarkt. Mit Marvin Hübel hat der Grasshopper Club Zürich erst einen Neuzugang präsentieren können: "Wir werden bis zum letzten Tag des Transferfensters arbeiten. Unser Ziel ist es, Spieler zu verpflichten, die den Verein kurz-, mittel- und auch langfristig besser machen können. Dabei sprechen wir nicht nur von Qualitäten auf dem Feld, sondern auch davon, gute Menschen zu verpflichten. Im Idealfall tragen sie auch noch GC-DNA in sich, auch wenn das natürlich nicht bei jedem neuen Spieler der Fall sein kann." Als perfektes Beispiel nennt Feuz Marvin Hübel. Er sei ein junger, talentierter Torhüter, aber auch ein grossartiger Mensch.
Der CEO ist beim GCZ involviert ins Transfergeschäft. Er hat die Hoheit über die Budgets und wickelt gemeinsam mit der Sportkommission und dem technischen Berater Dries Boussatta die Transfers ab.
Angesprochen auf das erste Spiel der neuen Saison findet Richard Feuz nur lobende Worte für seine Mannschaft. "Ich bin sehr stolz auf die Leistung dieser Mannschaft. Sie hat Resilienz gezeigt und die richtige Einstellung vor, während und nach dem Spiel gehabt. Auch in der grossen Hitze wurde gekämpft, das ist das, was ich sehen möchte." Die Saison sei natürlich noch lang, drückt der CEO dann etwas auf die Euphoriebremse. Er erwarte aber auch in den kommenden Spielen, dass das Team über 90 Minuten den Kampf annehme und solidarische Leistungen zeige.
Eine solche Leistung, wie jene der Mannschaft auf dem Feld, erwartet der neue Chef der Zürcher auch abseits des Feldes: "Ich mache keine grossen Versprechungen, aber ich möchte durch harte Arbeit die Standards in diesem Verein anheben." Nur so könne man erfolgreich sein.
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