Der GCZ - auch wenn er es selbst nicht mehr hören will - ist Rekordmeister des Schweizer Spitzenfussballs. Entsprechend tummelten sich über die Jahre auch einige Fussballgrössen bei den Hoppers - wir befassen uns heute mit jenen, die in Zürich zu Geld gemacht wurden.
Im Februar 2014 liessen die Grasshoppers ihren Innenverteidiger Milan Vilotic in Richtung Bern ziehen. Mit einer Ablösesumme von 2,9 Millionen Euro ist der Serbe bis heute einer der teuersten Abgänge GCs. Nach drei Jahren bei den Berner Young Boys wechselte der 1.90-Mann 2017 zurück zu den Grasshoppers, beendete seine Karriere aber schliesslich in St.Gallen.
Mächtig Gewinn machten die Hoppers mit dem Verkauf von Souleyman Doumbia. Der Aussenverteidiger durchlief einst die Jugendstationen von Paris Saint-Germain, kam 2017 aber als Leihgabe des italienischen Vereins SSC Bari nach Zürich. In der Limmatstadt zeigte Doumbia überaus starke Leistungen, vervielfachte seinen Marktwert x-fach und zog gar das Interesse eines Ligue-1-Vereins auf sich. Für ganze drei Millionen verkauften die Hoppers ihren neuen Mann an Stade Rennes - bezahlt hatte man nur gerade 300'000 Euro.
Um einiges prominenter ist der Name dieses Mannes: Murat Yakin wechselte in der Saison 1997/98 von den Grasshoppers zum Bundesligaverein VfB Stuttgart. Die Ablösesumme in der Höhe von 3,25 Millionen Euro war für diese Zeit enorm. In der Bundesliga war der heutige Nati-Trainer eine Saison lang gesetzt, daraufhin liessen die Stuttgarter ihren Innenverteidiger nach Istanbul ziehen - Fenerbahçe zahlte gar noch mehr als die Deutschen, sein Tansfer füllte die Stuttgarter Kassen mit vier Millionen Euro.

Auch Viorel Moldovan war seinerzeit enorm viel Wert. Der rumänische Mittelstürmer verrichtete seine Arbeit zwischen Juli 1996 und Januar 1998 in Zürich, dann erhielten die Zürcher Interesse von der Insel. Coventry City brauchte in England offensive Verstärkung, legte für Moldovan ganze 3,3 Millionen Euro auf den Tisch. Auch den heute 52-Jährigen zog es später nach Istanbul, bei Fenerbahçe wurde er 1998 mit Murat Yakin wiedervereint.
Es war der erste Transfer in Izet Hajrovics Profikarriere. Der Rechtsaussen durchlief die Jugendstationen der Grasshoppers und schaffte 2010 den Durchbruch in die erste Mannschaft, vier Jahre später folgte die Reise quer durch Europa. Erneut landen wir in Istanbul, diesmal allerdings bei Galatasaray - die Türken liessen sich die Dienste des Bosniers 3,5 Millionen Euro kosten.
Sein wohl schönstes Tor erzielte Izet Hajrovic jedoch für die bosnische Nationalmannschaft:
Den Nati-Coach hatten wir bereits, auf Platz fünf kommt nun einer seiner Kicker zum Zug. Steven Zuber dient der Schweizer Nati heute als Routinier, bei GC war er seinerzeit der grosse Star. Dennoch fand auch GC-Bub Zuber erst über Umwege in eine europäische Topliga: Zürich verliess Zuber im Sommer 2013 in Richtung Moskau, ein Jahr später schloss er sich der TSG Hoffenheim in der deutschen Bundesliga an. Heute spielt Zuber bereits seit zwei Jahren in Griechenland, treue GC-Fans liebäugeln aber noch immer mit einer Rückkehr à la Xherdan Shaqiri.

Auch Moritz Bauer verliess die Hoppers in Richtung Russland: 2016 wechselte der Aussenverteidiger von Zürich zu Rubin Kazan, brachte dem GCZ nach vier Jahren Dienst stolze vier Millionen Euro ein. Die Karriere des gebürtigen Winterthurers führte ihn nach England, Schottland, Russland zum zweiten und schliesslich zurück in die Schweiz. Von Januar 2022 bis Sommer 2023 war Bauer bei Servette angestellt - seinen Vertrag liessen die Grenats jedoch auslaufen, weshalb der Verteidiger im Alter von 32 Jahren nun schon seit einem Jahr ohne Club dasteht.
Umwege über Russland oder die Türkei? Nicht für ihn! Shani Tarashaj verliess die Hoppers 2016, wollte sich mit dem FC Everton allerdings sogleich in der besten Fussballliga der Welt versuchen. Eine Chance dazu blieb ihm jedoch verwehrt. Vom Verein aus Liverpool wurde Tarashaj stets nur ausgeliehen, zweimal zurück zu den Grasshoppers, einmal an die Eintracht Frankfurt und schliesslich in die Niederlande zum FC Emmen. Vier Jahre - aber noch immer kein Premier-League-Spiel - später löste man Tarashajs Everton-Vertrag auf, im Januar 2021 kehrte der offensive Spielmacher zurück nach Zürich, kickte für die U21 das FCZ. Es war dies das Letzte, was man vom einstigen Supertalent gesehen hat - im Sommer 2022 beendete Tarashaj seine Karriere, er war damals gerade einmal 27.
Seiner ist ein Name, der so ziemlich allen Schweizer Fussballfans bekannt sein dürfte. Der zweitteuerste GC-Abgänger aller Zeiten heisst Raúl Bobadilla. Die paraguayische Stürmer-Ikone spielte von 2007 bis 2009 für die Grasshoppers, verbuchte in 57 GC-Spielen unglaubliche 45 Torbeteiligungen. Diese Leistungen rechtfertigten eine Ablösesumme in der Höhe von 4,2 Millionen, diese zahlte 2009 Borussia Mönchengladbach. Heute sind die Bundesliga-Abenteuer des Mittelstürmers längst zu Ende, der 37-Jährige kickt seit diesem Sommer in der Challenge League beim FC Aarau.
Mit fünf Millionen Euro ist Munas Dabbur der Mann, der die Zürcher Kassen gefüllt hat, wie kein anderer. Fünf Millionen Euro zahlte RB Salzburg 2016 für die Dienste des Mittelstürmers, dieser Preis war sogar noch unter Marktwert (7 Millionen Euro). Nach seiner Zeit in Österreich ging es auch für den Mann aus Nazareth in Richtung Topliga, zunächst stürmte Dabbur mit dem FC Sevilla in der La Liga - allerdings nur ganz kurz -, später mit der TSG Hoffenheim in der deutschen Bundesliga.
Wo auch immer Dabbur spielte, dort fielen die Tore. In seinen mittlerweile 450 Karrierespielen hat der heute 32-Jährige 199 Treffer selber erzielt und 91 weitere vorbereitet. Kein Wunder, dass er auch bei den Grasshoppers zu den absoluten Publikumslieblingen gehörte.
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