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Für Yakins Umbruch stehen neue Kräfte bereit

Sechs neue Namen für den Nati-Trainer

Am Donnerstag gibt Murat Yakin sein Aufgebot für den ersten Nati-Zusammenzug nach der WM bekannt. Gleich mehrere junge Schweizer, die bislang noch nie für die A-Nati aufgeboten wurden, haben sich in den vergangenen Monaten in den Vordergrund gespielt. Einer dürfte den Sprung bereits jetzt schaffen, andere klopfen zumindest immer lauter an die Tür.

Für die Schweizer Nati beginnt Ende September ein intensiver Herbst. Innerhalb von elf Tagen trifft die Schweiz in der Nations League auswärts auf Nordmazedonien und Schottland sowie zu Hause auf Slowenien und erneut Nordmazedonien. Am 17. September gibt Murat Yakin seinen Kader für die kommenden Partien bekannt.

Dabei könnten es gleich mehrere neue Gesichter ins Team schaffen. Christian Fassnacht und Silvan Widmer haben ihre Nati-Karriere beendet, Noah Okafor wird unter Yakin bis auf Weiteres nicht mehr für die Schweiz spielen. Für den Nationaltrainer ergeben sich damit neue Möglichkeiten. Yakin will den nötigen Umbruch einleiten und mit Blick auf die EM 2028 vermehrt ambitionierte und vielversprechende Talente ins Nationalteam einbauen. Einige davon stehen bereits bei der U 21 bereit.

Winsley Boteli - FC Sion

Bei keinem anderen Spieler wäre ein erstmaliges Aufgebot derzeit weniger überraschend. Boteli ist furios in die Saison gestartet und steht nach 13 Pflichtspielen bei zwölf Toren. Besonders in Erinnerung bleibt sein Hattrick auswärts bei Ajax sowie sein Doppelpack beim 2:1-Sieg des FC Sion in Basel.

Auch die Demokratische Republik Kongo hatte um den 20-Jährigen geworben. Boteli stellte zuletzt aber klar, dass die Schweiz für ihn immer die erste Wahl gewesen sei. Gemäss dem Blick dürfte er bereits im kommenden Aufgebot von Yakin stehen.

Sascha Britschgi - Parma Calcio

Sascha Britschgi ist in der Serie A längst angekommen. Bereits in der vergangenen Saison gehörte der 20-Jährige bei Parma regelmässig zur Startelf und sammelte wertvolle Erfahrung auf höchstem Niveau. Auch in der neuen Spielzeit setzt sich dieser Trend fort.

Eigentlich hätte man sich schon vorstellen können, dass Britschgi bereits für die WM 2026 ein Thema für Murat Yakin wird. Damals erhielt auf der rechten Abwehrseite unter anderem der erfahrenere Silvan Widmer den Vorzug. Nach dessen Rücktritt aus der Nationalmannschaft könnte sich für Britschgi nun eine neue Tür öffnen.

Für ihn spricht vor allem seine Vielseitigkeit. Der beidfüssige Aussenverteidiger kann auf beiden Seiten eingesetzt werden und bringt viel Tempo sowie offensiven Zug mit.

Franck Surdez - FC Sion

Etwas älter als die übrigen Kandidaten ist Franck Surdez. Der 24-Jährige sammelte nach seiner Rückkehr aus Belgien beim FC Sion wieder regelmässiger Spielpraxis. In dieser Saison kommt er wettbewerbsübergreifend bislang auf zwei Tore und drei Vorlagen.

Der frühere Xamax-Junior kann auf beiden Flügeln und im Sturmzentrum eingesetzt werden. Für die Schweizer U 21 absolvierte Surdez einst zehn Länderspiele. Für den Sprung in die A-Nati müsste er sich bei Sion wohl dauerhaft einen Stammplatz sichern - sein Potenzial für eine Überraschungsnominierung ist aber vorhanden.

Franz-Ethan Meichtry - Genoa CFC

Vor einem Jahr hätte man sich kaum vorstellen können, dass der Mann aus dem Berner Oberland auf dieser Liste steht. Inzwischen spielt Franz-Ethan Meichtry in der Serie A. Nach einer starken Saison beim Schweizer Meister FC Thun wechselte der 21-Jährige im Sommer zu Genoa.

Auch bei seinem neuen Club erhält Meichtry bereits erste Chancen. In den ersten drei Serie-A-Partien wurde er jeweils eingewechselt und sammelte insgesamt 40 Minuten. Von einer Stammrolle ist er damit zwar noch entfernt, der Schritt von Thun in die Serie A scheint ihn bislang aber nicht zu überfordern. Auch in der Schweizer U 21 gehört Meichtry mittlerweile zum festen Kreis. Sieben Einsätze und ein Treffer stehen für ihn bislang zu Buche. Für den kommenden Zusammenzug dürfte er erneut für die U 21 aufgeboten werden - gelingt ihm in Genua in den nächsten Monaten der nächste Schritt, könnte aber auch die A-Nati irgendwann zum Thema werden.

Bruno Ogbus - SC Freiburg

Auch Bruno Ogbus wartet noch auf sein Debüt in der A-Nati. In der U 21 gehört der Innenverteidiger dagegen bereits zum festen Kreis. In acht Partien kam der 20-Jährige auf 631 Einsatzminuten und stand dabei fast immer über die volle Distanz auf dem Platz.

Beim SC Freiburg ist der endgültige Durchbruch noch nicht gelungen. In der Bundesliga kam Ogbus in dieser Saison bislang noch nicht zum Einsatz, in der Conference-League-Qualifikation durfte er während 13 Minuten ran. Die Konkurrenz beim aktuellen Bundesliga-Spitzenreiter ist gross. Aufgrund der Dreifachbelastung dürfte Ogbus im Laufe der Saison aber immer wieder zu seinen Chancen kommen.

Cheveyo Tsawa - Club Brügge

Cheveyo Tsawa sorgte beim FC Zürich schon früh für Aufsehen. Im Sommer folgte für den 19-Jährigen der nächste Schritt zu Club Brügge. Dort muss er sich seine Rolle allerdings erst erarbeiten und kommt bislang hauptsächlich zu Kurzeinsätzen. Zuletzt durfte er auch in der Champions League gegen Aston Villa ran. In der Schweizer U 21 ist Tsawa dagegen längst etabliert. Zehn Einsätze und 724 Minuten stehen für den zentralen Mittelfeldspieler zu Buche, im März traf er beim 2:1 gegen Estland zum Sieg.

Interessant ist Tsawa für die Nati vor allem aufgrund seines Profils. Der 19-Jährige verbindet Zweikampfstärke und Laufarbeit mit einer sauberen Spieleröffnung und kann im Zentrum mehrere Rollen übernehmen. Gerade mit Blick auf den angestrebten Umbruch könnte er damit langfristig neben Ardon Jashari eine wichtige Rolle übernehmen.

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2026-09-14 13:16:07