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Rodriguez ist nicht der einzige U-17-Weltmeister mit ungewisser Zukunft

Zwölf ehemalige Super-League-Spieler noch ohne Verein

Wenn das Transferfenster seinen Höhepunkt erreicht, richtet sich der Blick der Sportchefs längst nicht mehr nur auf teure Millionen-Transfers, sondern verstärkt auf den Markt der vereinslosen Profis. Unter den derzeit ablösefreien Spielern befinden sich einige namhafte Akteure mit einer ausgeprägten Vergangenheit in der Super League.

Ricardo Rodríguez

An der Spitze der prominenten Vereinslosen steht Ricardo Rodríguez. Der Routinier erlebte einst seinen Durchbruch beim FC Zürich, wo er als Pokalsieger und Vize-Meister glänzte, ehe er 2012 den Schritt ins Ausland wagte. Nach erfolgreichen Stationen beim VfL Wolfsburg, der AC Mailand, PSV Eindhoven, dem FC Torino und zuletzt Betis Sevilla steht der Nati-Verteidiger nun ohne Vertrag da.

Dank seiner Vielseitigkeit und immensen internationalen Erfahrung wird Rodríguez immer wieder mit einer Rückkehr in die Schweiz in Verbindung gebracht, allerdings halten sich auch Gerüchte über Angebote aus Südeuropa und dem Nahen Osten. Seit bald zwanzig Jahren bewundern wir, wie er die Seite auf und ab sprintet. Gerüchte, nach denen sich Nizza nach ihm erkundigt habe, sind bereits über ein halbes Jahr her.

Kevin Mbabu

Ebenfalls auf Jobsuche befindet sich Kevin Mbabu. Der dynamische Rechtsverteidiger stieg beim BSC Young Boys zum absoluten Publikumsliebling auf und feierte im Wankdorf zwei Meistertitel, bevor es ihn über England und Deutschland schliesslich nach Dänemark zum FC Midtjylland zog.

Nun ist der physisch starke Aussenverteidiger wieder frei auf dem Markt. Aufgrund seiner Athletik und internationalen Erfahrung dürfte Mbabu wohl für ambitionierte Super-League-Clubs ein äusserst attraktiver Spieler sein. Ob es bei ihm noch für eine Top-5-Liga reicht, ist ungewiss.

Pajtim Kasami

Mit Pajtim Kasami sucht ein weiterer echter Anführer ein neues Projekt. Der Mittelfeldspieler prägte das Spiel des FC Sion und des FC Basel über Jahre hinweg als torgefährlicher und zweikampfstarker Abräumer im Zentrum.

Nach seinem Engagement bei Sampdoria Genua und einem Zwischenstopp beim FC Winterthur ist der erfahrene Leader aktuell ohne Arbeitspapier. Dank seiner Präsenz und physischen Robustheit könnte er für viele Teams als ideale Sofortverstärkung, um Struktur und Hierarchie ins Mittelfeld zu bringen, eingesetzt werden.

Mattia Bottani

Eine ganz besondere Personalie ist Mattia Bottani. Der Mittelfeldakteur gilt als absolute Identifikationsfigur des FC Lugano und verbrachte den Grossteil seiner Karriere bei den Tessinern, wo er als emotionales Aushängeschild für sie agierte.

Nach dem Auslaufen seines Vertrags im Tessin stellt sich nun die Frage nach dem nächsten Schritt. Ob Bottani seine Laufbahn in der Challenge League ausklingen lässt oder doch noch einmal eine Herausforderung im Ausland annimmt, bleibt vorerst offen. Ausser für die Luganesi, ist er bislang nur für einen anderen Verein aufgelaufen: den FC Wil 1900. Mittlerweile ist klar, dass sich Bottani dem FC Collina D'Oro aus der 1. Liga Classic anschliesst und damit in seiner Heimat bleibt.

Bastien Toma

Mit Bastien Toma befindet sich zudem ein einstiges Edel-Talent auf Vereinssuche. Der feine Techniker lenkte bereits in jungen Jahren das Spiel des FC Sion und zeigte später auch im Trikot des FC St. Gallen seine spielerischen Qualitäten. Nach mehreren Wechseln im Ausland wartet der kreative Mittelfeldspieler nun auf die passende Offerte.

Mit 27 Jahren ist er im besten Fussballalter und bietet sein Gesamtpaket als ablösefreier Spielmacher an. Da seine erfolgreichsten Zeiten stets in der Super League waren, wird sich zeigen, ob er es ein weiteres Mal im Ausland versucht oder bei einem Schweizer Verein unterkommt. Die Gerüchteküche um ihn brodelt nicht sehr aktiv.

Hicham Mahou

Ähnlich verhält es sich bei Hicham Mahou, der vor allem durch seinen enormen Antritt besticht. Der Franzose machte beim FC Lausanne-Sport und zuletzt beim FC Lugano auf den Flügelbahnen auf sich aufmerksam, wo er als klassischer Umschaltspieler immer wieder für Gefahr sorgte.

Da sein Vertrag bei den Bianconeri ausgelaufen ist, sucht er derzeit insbesondere konterstarke Teams, die Ausschau nach seinen Diensten halten. Ob und wo er unterkommt, wird sich noch zeigen. Aktuell ist es ruhig um ihn und niemand weiss, wohin es ihn als Nächstes zieht.

Noah Loosli

Defensivspezialist Noah Loosli strebt nach einer neuen Herausforderung. Nachdem er bei GC ausgebildet wurde und beim FC Lausanne-Sport zum gestandenen Super-League-Verteidiger reifte, wagte er den Sprung in die deutsche Bundesliga zum VfL Bochum.

Dort kam der Innenverteidiger jedoch nicht im erhofften Mass zum Zug und nahm den Umweg über die zweite Bundesliga zu Fürth und dann wieder zurück zu Bochum. Gerade die Kleeblätter werden in dieser Saison von vielen als zukünftige Absteiger in die dritte Liga gehandelt und könnten von einem Verteidiger seines Formats definitiv profitieren. Eine Rückkehr in die Schweizer Heimat gilt ebenfalls als realistisch.

Gabriel Barès

Auch Gabriel Barès sammelte nach seinen Anfängen bei Lausanne-Sport wertvolle Auslandserfahrung, unter anderem beim Montpellier HSC und zuletzt in Belgien. Der strategisch geschulte Sechser bringt reichlich Entwicklungspotenzial mit und ist als ablösefreier Akteur für Teams auf der Suche nach einem spielstarken Mittelfeld-Organisator hochinteressant. Man kann zwar davon ausgehen, dass er in seinem Alter und mit seinem Können noch einen Verein findet, aber Gerüchte gibt es gerade keine.

Mirlind Kryeziu

Ein bekanntes Gesicht in der Abwehr ist Mirlind Kryeziu. Das Eigengewächs des FC Zürich agierte beim Meistertitel 2022 als zweikampfstarker Abwehrchef und kompromissloser Zweikämpfer. Nach vielen Jahren im Zürcher Trikot ist das Kapitel FCZ beendet. Kryeziu wird aktuell sowohl von Vereinen aus der türkischen Liga als auch von heimischen Super-League- und Challenge-League-Clubs beobachtet.

Mirlind Kryeziu soll in der Schweiz und der Türkei gefragt sein. (Claudio De Capitani/freshfocus)

Gaël Ondoua

Im defensiven Mittelfeld sticht Gaël Ondoua heraus. Der physisch präsente Abräumer hinterliess beim Servette FC einen bleibenden Eindruck und sorgte dort für die nötige Härte vor der Abwehr. Nach einer Station bei Hannover 96 und der Rückkehr nach Genf ist er erneut auf dem Markt. Seine Physis macht ihn für Clubs attraktiv, die im Zentrum mehr Kompromisslosigkeit benötigen.

Zachary Brault-Guillard

Auf der Aussenbahn steht Zachary Brault-Guillard zur Wahl. Der kanadische Nationalspieler sammelte beim FC Lugano wertvolle Super-League-Erfahrungen und überzeugte dabei mit seinem Vorwärtsdrang. Mit seiner Kombination aus MLS- und Europa-Erfahrung ist er eine interessante Option für Vereine in Nordamerika wie auch auf dem alten Kontinenten.

Karlo Letica

Schliesslich rundet Karlo Letica das Angebot an ablösefreien Spielern auf der Torhüterposition ab. Der hünenhafte Keeper stand beim FC Lausanne-Sport zwischen den Pfosten und zeichnete sich durch starke Reflexe aus. Dank weiteren Engagements im Ausland suchte der erfahrene Schlussmann kürzlich eine neue Herausforderung und wurde mittlerweile beim FC Luzern fündig. Die Innerschweizer verpflichteten den Torhüter.

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2026-08-17 17:46:33