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Vom Schweizer Rekordtransfer Manzambi bis zur Sternstunde des FCSG

Die Juli-Highlights

Nach der WM ging es im Schweizer Clubfussball nahtlos mit dem Beginn der Europacup-Qualifikationsrunden für die Schweizer Teams weiter. So sind die Highlights des Fussballmonats Juli auch eine Mischung zwischen der WM-Endrunde in Nordamerika und dem Saisonauftakt in der Schweiz.

Manzambi wird zum teuersten Schweizer der Geschichte

Johan Manzambi begeisterte die Fussballwelt. Seine tolle Saison im Dress des SC Freiburg fand an der Weltmeisterschaft ein herausragendes Ende. Der 20-Jährige avancierte zum Schweizer Topscorer an der WM und war Sinnbild des Umschwungs nach dem zähen Auftakt gegen Katar. Gegen Bosnien-Herzegowina kam der variable Mittelfeldspieler erneut von der Bank und wusste mit zwei Toren zu überzeugen. Von da an hatte Johan Manzambi seinen Stammplatz im Schweizer Team sicher. Mit den Dribblings und der Abschlussstärke machte er auch immer mehr europäische Vereine auf sich aufmerksam. Umso bitterer war es schliesslich, dass sich der talentierte Spieler vor dem Achtelfinale gegen Kolumbien verletzte und der Schweiz nicht mehr zur Verfügung stand.

Die Eigenwerbung des Mittelfeldakteurs blieb nicht folgenlos. Zunächst buhlte Newcastle United aktiv um den Schweizer Nationalspieler. Schliesslich machte dann Aston Villa das Rennen. Rund 70 Millionen Euro überwies der Verein aus Birmingham mit allen Boni ins Breisgau. Das ist nicht nur eine Rekordsumme für den SC Freiburg, sondern ist gleichzeitig auch die höchste Ablösesumme, die jemals für einen Schweizer bezahlt worden ist.

Schweizer Nati erreicht das WM-Viertelfinale

Den wohl grössten Sieg der Schweizer WM-Geschichte landete die Nationalmannschaft am 7. Juli in Vancouver. Mit Kolumbien stand der Nati ein unangenehmer Gegner gegenüber. Bis zu diesem Zeitpunkt im Turnier konnten die Südamerikaner vollends überzeugen. Vor allem die Abwehr stand sattelfest. Diese Abwehr war auch für die Schweiz nicht zu überwinden, doch auch der Schweizer Torhüter Gregor Kobel hielt die Null fest.

So kam es zum Elfmeterschiessen nach 120 torlosen Minuten. Manuel Akanji schoss seinen Versuch zwar in die Wolken, doch der Innenverteidiger wurde nicht zur tragischen Figur. Vor dem Schweizer hatte auf kolumbianischer Seite Davinson Sanchez verschossen und danach hielt Gregor Kobel noch einen Versuch der Südamerikaner fest. Damit durften die Schweizer zum ersten Mal seit 72 Jahren über den Einzug ins WM-Viertelfinale jubeln. Erstmals überhaupt konnte die Nati zwei K.-o.-Runden an einer Endrunde überstehen. Das Ziel der besten Weltmeisterschaft aller Zeiten wurde damit erreicht.

Der FCSG schlägt im Heimspiel Benfica

Das Los meinte es mit dem FC St.Gallen in der Europa-League-Qualifikation nicht gerade gut. Gegen Benfica Lissabon stiegen die Ostschweizer als grosse Aussenseiter ins Duell. Im Heimspiel landete der FCSG dann aber einen der grössten Siege der Vereinsgeschichte. Von Beginn an spielten die Espen frech mit und durch das hohe Pressing setzten die Schweizer die Portugiesen früh unter Druck. Der Lohn war das 1:0 durch Aliou Baldé. Der Treffer wurde aber noch vor dem Pausenpfiff gekontert. Davon liessen sich die St.Galler nicht aus der Bahn werfen. Eine starke zweite Halbzeit endete mit dem grossen Paukenschlag: Tom Gaal erzielte in der Schlussphase das 2:1 und liess das Berit Sitterstadion erbeben. Der Sensationssieg war Tatsache.

Über das Rückspiel hüllen wir im Rahmen der Monatshighlights nun den Mantel des Schweigens. Trotz der deutlichen Niederlage in Portugal dürfen die St.Galler aber weiterhin vom Europacup träumen. In der dritten Qualifikationsrunde zur Conference League wartet die Hürde Sheriff Tiraspol. Gegen den Vertreter aus Moldau gehen die Ostschweizer als Favorit ins Duell.

Lugano hat eine neue Heimspielstätte

Die Fussballschweiz hat ein neues Stadion. Der FC Lugano spielt nun direkt neben dem alten Cornaredo in der neugebauten AIL Arena. Die Tessiner müssen damit endlich auch nicht mehr für europäische Spiele in ein Exil ausweichen. Zuletzt spielten die Bianconeri ihre Europacup-Partien in Thun. Für die Fans und die Spieler bedeutete das jeweils eine lange und umständliche Anreise. Das erste Pflichtspiel absolvierten die Tessiner dann in der Qualifikation zur Conference League gegen den kosovarischen Verein Dukagjini. Das Heimspiel endete mit einem 1:0-Sieg für den FC Lugano. Am Donnerstag hat der Schweizer Vertreter dann mit einem deutlichen Auswärtssieg die Hürde in der zweiten Qualifikationsrunde mühelos übersprungen.

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2026-08-01 16:30:08