Die Transfersaison ist gerade erst gestartet. Dabei gibt es einige Schweizer Spieler, die ohne Vertrag dastehen. Wir haben die zehn spannendsten Schweizer unter die Lupe genommen, die ablösefrei zu haben sind.
Vor drei Jahren wechselte Jérémy Guillemenot zurück zu seinem Jugendverein. Obschon der Angreifer regelmässig eingesetzt wurde, konnte er sich nicht zur unverzichtbaren Stammkraft aufschwingen. Da haben sich die Grenats wohl mehr vom 28-Jährigen erhofft. Daher wurde der Vertrag Guillemenots auch nicht verlängert. Der Stürmer, dem der Ruf eines Schwalbenkönigs anhaftet, dürfte trotzdem einige Vereine in der Super League auf sich aufmerksam gemacht haben. Es ist auch nicht auszuschliessen, dass der einstige U-21-Nationalspieler seine Karriere im Ausland fortsetzt. Wahrscheinlich könnte der Schweizer dort auch etwas mehr Geld verdienen.
2017 verliess Nicolas Haas die Schweiz ein erstes Mal in Richtung Italien. Seither lief der zentrale Mittelfeldspieler für Atalanta, Palermo, Frosinone und Empoli auf. 2023 kehrte Haas auf Leihbasis zum FC Luzern zurück. Seiner Karriere einen erneuten Schub verleihen konnte der 30-Jährige in dieser Zeit aber nicht. Gerade einmal 801 Spielminuten in 22 Super-League-Einsätzen schauten heraus.
Seither durchlebte Haas keine einfache Zeit. Ein Kreuzbandriss setzte den Schweizer lange ausser Gefecht. Nun steht er ohne Verein da. Seine Karten für ein Engagement in der Super League stehen nicht gerade gut. Vielleicht muss Nicolas Haas gar in der Challenge League neuen Anlauf nehmen oder sich eine neue Herausforderung im Ausland suchen. Gerüchte kursieren derzeit keine um seine Personalie.
Der Angreifer wechselte im letzten Winter erst zum Grasshopper Club Zürich. Auf persönlichen Wunsch hin wurde der Kontrakt des Angreifers bereits wieder aufgelöst. Die erhoffte grosse Verstärkung war Frey auf dem Feld für den Rekordmeister nicht. Gerade einmal zwei Tore sind dem Stürmer für den GCZ gelungen. Beim eher missglückten Engagement in der Limmatstadt konnte Michael Frey keine grosse Eigenwerbung für eine neue Anstellung betreiben. Es ist aber davon auszugehen, dass der 31-Jährige seinen Vertrag nicht gänzlich ohne Aussichten auf einen neuen Verein aufgelöst hat. Daher dürfte er in den nächsten Wochen sicherlich irgendwo unterkommen.
Als Kevin Spadanuda von Ajaccio zum FCL wechselte, wurden grosse Hoffnungen in den Flügelspieler gesetzt. Diesen Hoffnungen konnte er nicht wirklich gerecht werden. Mittlerweile lief der Vertrag Spadanudas beim FC Luzern aus. Grundsätzlich bringt der 29-Jährige aber interessante Anlagen mit: Er bringt Zug zum Tor, hat einen feinen Abschluss und glänzt mit viel Spielwitz. Mit dem richtigen Vertrauen eines Trainers kann er durchaus einen grossen Mehrwert für seinen künftigen Club bieten.

Mit Noah Loosli sucht ein zuverlässiger Abwehrspieler einen neuen Job. In der letzten Saison war der Schweizer Stammspieler in der 2. Bundesliga beim VfL Bochum. Die Erfahrung des 29-Jährigen würde dem ein oder anderen Super-League-Verein gut zu Gesicht stehen. Bereits vor seinem Abgang nach Deutschland war der grossgewachsene Innenverteidiger Stammspieler in der höchsten Liga. Nun würde er mit einem gut gefüllten Rucksack zurückkehren. Dazu ist er mit 29 Jahren noch nicht zu alt und man könnte längerfristig mit einer Verstärkung für die letzte Reihe planen. Da werden einige Sportchefs die Situation um Loosli genau beobachten.
Kommen wir zu einem der grössten Schweizer Spieler: Ricardo Rodriguez. Bei Real Betis ist der Vertrag des Schweizers ausgelaufen. Damit wird der Linksverteidiger Andalusien verlassen. Wirklich viele konkrete Gerüchte um seinen neuen Arbeitgeber gibt es vom Aussenverteidiger aber noch nicht. Rodriguez möchte sich erst nach der Weltmeisterschaft um den neuen Verein kümmern. Auch einer Rückkehr in die Schweiz ist der Routinier nicht abgeneigt, wie er auf einer Pressekonferenz verriet. Für jeden Verein in der Super League wäre Rodriguez natürlich eine grosse Verstärkung.
Die letzten drei Jahre verbrachte Yann Sommer in Norditalien. Mit Inter Mailand gewann er zweimal die Meisterschaft sowie die Coppa Italia. Nun wird sich der 37-Jährige ein neues Abenteuer suchen müssen. Der Vertrag des Schweizers wurde nicht verlängert. Trotz seines fortgeschrittenen Alters dürfte Sommer noch immer für viele Vereine äusserst interessant sein. Zuletzt keimten Gerüchte über einen möglichen Transfer zu Brügge auf. In der belgischen Liga würde der Rekord-Natigoalie weiterhin auf einem hohen Level weiterspielen.
Es ist bekannt, dass auch der FC Basel mit einer Verpflichtung Sommers geliebäugelt hatte. Am Ende fanden die Parteien aber nicht zusammen und so wurde Jonas Omlin als neue Nummer eins vom FCB verpflichtet.
Kevin Mbabu hat schon viel gesehen: Fulham, Augsburg, YB, Servette oder auch Wolfsburg. Die letzten zwei Jahre verbrachte der Rechtsverteidiger aber in Dänemark. Der Schweizer lief für den dänischen Verein Midtylland auf. Unumstrittener Stammspieler war Mbabu beim Pokalsieger aber nicht. Trotzdem konnte der 31-Jährige einiges an Spielpraxis sammeln. Er wird daher sicherlich interessant für einige Vereine sein, ob er sich aber seinen Wunsch, nochmals in einer Top-5-Liga zu spielen, erfüllen kann, bleibt offen. Auch aufgrund seines Alters werden die Top-Clubs bei Mbabu nicht gerade Schlange stehen. Einen grossen Weiterverkaufswert besitzt der 25-fache Nationalspieler nicht mehr.
Vor vier Jahren wechselte Eray Cömert vom FC Basel zu Valencia. Nun ist sein Arbeitspapier beim spanischen Erstligisten ausgelaufen. Zwei Jahre verbrachte der Schweizer als Leihspieler. Zunächst wurde er zu Nantes ausgeliehen und in der Saison 2024/25 zu Real Valladolid. In der Rückrunde der letzten Spielzeit war Cömert plötzlich Stammspieler bei Valencia. Trotzdem haben sich die Parteien nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen können. Damit wird sich der Innenverteidiger auf die Suche nach einem neuen Club begeben müssen. Während für viele WM-Fahrer die Endrunde eine Bühne ist, sitzt der 28-Jährige lediglich auf der Bank. Damit muss die in Valencia hinterlassene Visitenkarte reichen. Ein Spieler mit seiner Vita dürfte allerdings einige Angebote erhalten, es wird spannend zu sehen sein, welches Abenteuer Cömert am Ende am meisten reizen wird.
Ein weiterer grosser Name ist jener von Remo Freuler. An der Weltmeisterschaft nimmt der Nationalspieler wieder die Rolle als Nebenmann von Granit Xhaka ein und agiert tadellos. Sollten die Vereine noch nach Indizien gesucht haben, wie wertvoll der Mittelfeldspieler auch mit 34 Jahren sein kann, so haben sie diese in Nordamerika finden können.
In Italien geniesst der Schweizer nach all den Jahren bei Bologna und Atalanta einen herausragenden Ruf. Daher gab es zuletzt auch Gerüchte um einen möglichen Wechsel zur AS Roma. Die Römer möchten ihr Mittelfeld verstärken und könnten mit dem ablösefreien Freuler ein Schnäppchen landen. Der Nationalspieler kann sicherlich noch ein- oder gar zwei Jahre auf höchstem Niveau spielen.
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