Die Super-League-Saison 2025/26 ist Geschichte und damit ist die Zeit reif, die jeweils besten Spieler auf ihren Positionen zu küren. Die Torhüter inklusive Verteidiger haben wir bereits unter die Lupe genommen, heute sind die defensiven Mittelfeldspieler an der Reihe.
Angeführt wird die Liste wenig überraschend vom "Spieler der Saison". Leonardo Bertone wurde im Rahmen der "SAFP Golden 11 Awards" von den Super-League-Spielern zum besten Spieler der Saison 2025/26 gewählt. Der 32-Jährige war das Herzstück der Thuner Meistermannschaft. Als Führungsspieler lenkte er das Spiel der Berner Oberländer immer wieder in die gewünschten Bahnen. Besonders im vertikalen Spiel war Bertone der entscheidende Faktor. Immer wieder setzte er seine Mitspieler mit präzisen Zuspielen hinter die gegnerische Abwehrkette gekonnt in Szene.
Zudem stellte Bertone einmal mehr seine Qualitäten als Kunstschütze unter Beweis. Elf Treffer gelangen ihm in der vergangenen Saison, drei davon erzielte er direkt per Freistoss. Wäre der Thuner Meistermacher ein paar Jahre jünger, hätte wohl intensiv über eine Nominierung für die Schweizer Nationalmannschaft diskutiert werden können. Für ein Aufgebot von Murat Yakin reichte es letztlich zwar nicht - dafür aber souverän für Platz 1 in dieser Liste.
Unglaubliche 23 Elfmeter in Folge hat Anto Grgic mittlerweile verwandelt. Kaum ein Spieler in der Super League verfügt über eine derart starke Schusstechnik. Sieben seiner Tore in der abgelaufenen Saison erzielte der 29-Jährige nach einem stehenden Ball.
Auch im Mittelfeld war Grgic erneut einer der grossen Antreiber der Tessiner. Aufgrund von Personalmangel kam er zwischenzeitlich sogar als Innenverteidiger zum Einsatz. Dank seiner spielerischen Qualitäten meisterte er aber auch diese Aufgabe mit Bravour. Besonders im Spielaufbau stellte der ehemalige Schweizer U-21-Nationalspieler seine Klasse regelmässig unter Beweis. Unter den Mittelfeldspielern weist einzig Edimilson Fernandes eine bessere Präzision bei langen Bällen auf. Grgic war damit erneut ein Schlüsselspieler für Trainer Mattia Croci-Torti. Sein Vertrag läuft allerdings bereits im Sommer 2027 aus. Gut möglich also, dass sich der Mittelfeldspieler schon in diesem Sommer nach einer neuen Herausforderung umsieht.
Nach der Vorrunde lag mit Behar Neziri in dieser Kategorie noch ein Teamkollege von Lukas Daschner auf dem Podest. Der 23-Jährige zog sich allerdings kurz vor Weihnachten einen Kreuzbandriss zu und verpasste dadurch die gesamte Rückrunde
Daschner, der zu Beginn der Saison selbst aufgrund einer Kreuzbandverletzung ausgefallen war, musste in der Folge mehr Verantwortung übernehmen. Gemeinsam mit seinen offensiver ausgerichteten Landsmännern Lukas Görtler und Carlo Boukhalfa prägte er das Spiel der Espen entscheidend mit. Unter Trainer Enrico Maassen nimmt der gebürtige Duisburger eine zentrale Rolle im Spielaufbau ein, schaltet sich aber gleichzeitig immer wieder gefährlich in die Offensive ein.
Bei den kreierten Grosschancen belegt Daschner unter den Mittelfeldspielern ligaweit Platz fünf - dies, obwohl er nur rund die Hälfte der Super-League-Spiele absolvieren konnte. Grund genug, ihm einen Platz auf dem Podest zu geben.
Viel Schweizer Power folgt hinter dem Podest
Als Fünfter hinter dem Podest landet Metinho. Der Basler Spielantreiber rutscht damit im Vergleich zur Hinrunde um drei Plätze nach hinten. Ein Grund dafür dürfte auch seine Verletzung zu Beginn des Jahres gewesen sein, die ihn mehrere Wochen zum Zuschauen zwang. Der Brasilianer ist gemeinsam mit David Douline (10. Platz) zudem der einzige Spieler ausserhalb des Podests, der über keinen Schweizer Pass verfügt.
Mit Cheveyo Tsawa (19) und Tyron Owusu (22) befinden sich zudem zwei Nachwuchstalente in der Liste. Vor allem bei FCZ-Eigengewächs Tsawa könnte im Sommer der nächste Karriereschritt anstehen. Unter anderem soll Club Brugge ein Auge auf den Schweizer U21-Nationalspieler geworfen haben.
Komplettiert wird unser Ranking von den Routiniers Uran Bislimi, Ali Kabacalman sowie Olivier Custodio. Alle drei gaben ihren Teams in dieser Saison Struktur und Stabilität im Spiel. Vor allem Custodio ging dabei auch in den entscheidenden Momenten voran. Als die Waadtländer Anfang März drohten, in den Abstiegskampf zu geraten, steuerte der 31-Jährige innerhalb von vier Tagen gegen den Grasshopper Club Zürich und den FC Zürich gleich vier Scorerpunkte bei. Lausanne gewann beide Partien und hatte schlussendlich nichts mit dem Abstieg zu tun.
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