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Vom Aufstiegstraum eines einstigen FCSG-Duos und diversen Schweizer Meisteranwärtern

Ein Blick auf die Schweizer Legionäre

Die Schweizer Legionäre in den fünf grossen europäischen Ligen stehen regelmässig im Fokus, sei dies ein Manuel Akanji oder ein Fabian Schär in der Premier League, die grosse Schweizer Bundesliga-Fraktion um Nati-Captain Granit Xhaka oder das Schweizer Trio bei der AS Monaco. In diesem Artikel rücken wir die anderen Legionäre in den Fokus. Wer steht abseits der Big-Five Ligen im Meisterrennen, kämpft um die europäischen Plätze oder um den Auf- oder gegen den Abstieg?

England - Der Traum von der Premier League

Zwei Schweizer Spieler sind derzeit in der englischen Championship engagiert. Bei den Queens Park Rangers befindet sich Michael Frey im grossen Mittelfeld der Liga. Als 15. liegt das Team acht Punkte vor der Abstiegszone auf gesichertem Kurs, in der Liga zu bleiben. Frey steht nach 25 Ligaeinsätzen bei sieben Saisontoren. Im August wechselte derweil Neo-Nationalspieler Isaac Schmidt direkt aus der Super League auf die Insel. Mit Leeds United führt Schmidt derzeit die Liga vier Runden vor dem Saisonende an. Der mit dem Red-Bull-Netzwerk verbandelte Club träumt von der Rückkehr in die Premier League. Der Schweizer Aussenverteidiger besitzt bei Leeds einen Vertrag bis 2028, er dürfte es im Falle eines Aufstiegs allerdings wohl schwer haben. Schmidt kam bei Leeds bislang zu zwölf Einsätzen und sammelte dabei nur 235 Spielminuten. 

Deutschland - Ein Quintett nimmt die Bundesliga ins Visier

Aufsteigen ist auch ein grosses Thema bei den Schweizer Legionären in Deutschland. Mit Miro Muheim und Silvan Hefti befinden sich gleich zwei Verteidiger beim einstigen Bundesliga-Dino Hamburger SV auf Kurs in Richtung Bundesliga. Derzeit muss der HSV aus Verletzungsgründen auf seinen Dauerbrenner Muheim verzichten, in dieser Zeit vertritt ihn Sommerneuzugang Hefti auf der linken Abwehrposition. Direkt hinter den Hamburgern befindet sich der 1. FC Köln auf Kurs, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Im Wintertransferfenster stiessen zwei Schweizer zum "FC". Von Hull City ausgeliehen wurde Keeper Anthony Racioppi, der allerdings nur die Rolle der Nummer zwei innehat. Innenverteidiger Joël Schmied ist derweil gleich als Stammkraft eingestiegen, er steht bei elf Einsätzen für Köln. 

Hinter dem Spitzenduo zurückliegt eine grössere Verfolgergruppe. Teil von diesen Teams, die auch noch mit dem Aufstieg liebäugeln können, ist der 1. FC Kaiserslautern. Als Sechster liegt die Truppe vom Betzenberg nur einen Punkt hinter der Relegation. Seit 2023 verteidigt Jan Elvedi bei Kaiserslautern. Der Zwillingsbruder von Nati-Verteidiger Nico ist unumstrittene Stammkraft, in der laufenden Saison hat er nur zwei Partien verpasst. Mit Andrin Hunziker (Karlsruher SC) und Noah Loosli (SpVgg Greuther Fürth) finden sich zwei Schweizer im wohl gesicherten Tabellenmittelfeld. 

Herauspicken möchten wir noch einen hierzulande eher unbekannten Namen. Aaron Keller, Schweizer U21-Nationalspieler, gehört derzeit per Leihe zur Offensivabteilung des SSV Ulm. Mit den Spatzen kämpft er derzeit um den Klassenerhalt. Der Aufsteiger liegt zwei Punkte hinter dem Relegationsrang und vier Zähler hinter dem sicheren Klassenerhalt zurück. In einer allfälligen Relegation könnte gar ein Schweizer Duell winken. Beim 1. FC Saarbrücken verteidigt seit letztem Sommer der ehemalige YB-Junior Joel Bichsel. Als Stammkraft sammelte der Innenverteidiger in 32 Spielen 2'593 Einsatzminuten. 

Frankreich - Die Geduld von Yvon Mvogo scheint sich zu lohnen

Nach dem Abstieg aus der Ligue 1 in die Ligue 2 hielt Yvon Mvogo dem FC Lorient die Treue. In Frankreich hat der 30-Jährige endlich gefunden, was er immer gesucht hat. Mvogo spielt auf einem hohen Niveau als Stammkeeper und das Niveau dürfte sich demnächst noch deutlich anheben. Lorient steht vor dem direkten Wiederaufstieg in die höchste französische Liga. Mvogo hielt in 30 Meisterschaftsspielen elfmal den Kasten sauber und musste nur 28 Gegentore hinnehmen.

Belgien - Verpassen die Schweizer Legionäre den Titel?

In der belgischen Finalrunde herrscht grosse Spannung, nur drei Punkte trennen den Tabellenleader vom Tabellendritten. Mit dem KRC Genk führt derzeit die Mannschaft, für die aktuell kein Schweizer auf dem Rasen steht. Allerdings hat Andi Zeqiri zum Saisonbeginn noch 46 Minuten für Genk gespielt, mittlerweile stürmt er per Leihe für den Royal Standard Club de Liège. Auch dank seiner neun Tore hat die Mannschaft aus Lüttich die Chance auf eine Teilnahme an den Playoffspielen um einen Europacup-Startplatz. 

Der steile Aufstieg beim Club Brugge von Ardon Jashari hat man hierzulande sicherlich mitbekommen. Für den 22-Jährigen wird Brügge zum Sprungbrett in eine absolute Top-Liga. Den Titel würde die Leaderfigur im Mittelfeld von Club Brugge gerne mitnehmen, derzeit fehlt ein Punkt auf die Spitze. Als Dritter befindte sich Royale Union Saint-Gilloise im Rennen um den Titel. Winterneuzugang Marc Giger durfte bislang in drei Kurzeinsätzen für zwanzig Minuten mittun. Ums internationale Geschäft kämpft derweil Franck Surdez mit dem KAA Gent. Der 22-jährige Linksaussen steht bei 35 Einsätzen, dabei sind ihm drei Tore und fünf Assist gelungen. Gent ist derzeit Fünfter. 

Niederlande - Eine gravierende Verletzung überschattet die Saison 

Für eine Ablösesumme von 2.2 Millionen Euro wechselte Jordan Lotomba im vergangenen Sommer aus der Ligue 1 in die niederländische Eredivisie. Wegen eines Unterschenkelbruchs geht sein letzter Einsatz allerdings zurücki auf Ende November. Seine Teamkollegen schlagen sich allerdings wacker. Als Tabellendritter dürfte sich Feyenoord Rotterdam einen Startplatz in der Qualifikation zur Champions League ergattern. Und noch ein weiterer Söldner im niederländischen Ligasystem darf sich ab guten Resultaten seines Teams freuen. Der rechte Verteidiger Léo Seydoux ist Stammkraft beim FC Dordrecht in der zweithöchsten niederländsichen Liga. Als Tabellenvierter befindet sich das Team nur drei Punkte hinter einem direkten Aufstiegsrang. Zumindest an den Aufstiegsplayoffs wird Dordrecht sicherlich teilnehmen können. 

Portugal - Wird Zeki Amdouni erstmals Meister?

Fünf Runden vor dem Ende der Saison liegen die beiden grössten Fussballclubs Lissabon, die ewigen Rivalen Sporting und Benfica punktgleich an der Tabellenspitze. Mitten in diesem Kampf um den portugiesischen Meistertitel befindet sich Zeki Amdouni. Als Leihspieler weiss der Stürmer durchaus zu gefallen. In 40 Einsätzen, die meiste als Joker, erzielte er acht Tore. Den Ligapokalsieg durfte Amdouni mit Benfica bereits feiern. Die Transferrechte des Nationalstürmers liegen noch beim FC Burnley, der befindet sich gemeinsam mit Leeds United auf Kurs, in die Premier League aufzusteigen. 

Österreich - Jubelt am Ende schon wieder Sturm Graz?

Eine Kapselverletzung setzte Gregory Wüthrich im Herbst für beinahe drei Monate ausser Gefecht. Mittlerweile ist auf den Schweizer Innenverteidiger beim österreichischen Doublegewinner wieder Verlass. Wüthrich stand in den letzten Runden wieder immer in der Startelf. In der Meistergruppe siegten die Grazer zuletzt in einem Schlüsselspiel gegen RB Salzburg auswärts mit 2:1 und das trotz eines grossen Handicaps. Wüthrich wurde in der 63. Minute nach einer Notbremse des Feldes verwiesen, Otar Kieteishvili liess die Sturm-Fans allerdings in Unterzahl über das Siegestor jubeln. Aktuell führt Sturm die Tabelle drei Punkte vor dem FK Austria Wien an. 

Rumänien - Jasper van der Werff hat Europa als Ziel

Ein Schweizer Trio spielt in der höchsten rumänischen Liga. Es sind dies Martin Angha, Dimitri Oberlin und Jasper van der Werff. Zumindest einer von ihnen ist Teilnehmer der Meisterrunde der SuperLiga. Doch der Club FC Universitatea Cluj hat aus den ersten vier Spielen in dieser Meisterrunde nur drei Punkte mitnehmen können. Damit ist das internationale Geschäft für den vom SC Paderborn verpflichteten Abwehrspieler und seine Teamkollegen in die Ferne gerückt. Van der Werff kam in den letzten vier Spielen nur noch zu vier Einsatzminuten. Über die gesamte Saison hat er bislang nur 13 Einsätze zu Buche stehen. 

Serbien - Ein Stürmer lässt den Aufsteiger träumen

Per Leihe zog es den Schweizer Stürmer Filip Stojilkovic im Sommer nach Serbien zum OFK Belgrad. Der Aufsteiger spielt eine sensationelle Saison. Weit hinter den beiden den serbischen Aushängeschilder Crvena zvezda (FK Roter Stern Belgrad) und Partizan ist der OFK auf Rang drei der Meisterschaftsrunde zu finden. Leihspieler Stojilkovic steht nach 20 Ligaeinsätzen bei fünf Toren. Das europäische Geschäft wird zum realistischen Ziel. Für einen anderen Aufsteiger spielt Darko Jevtic. Mit dem FK Jedinstvo Ub droht dem 32-Jährigen allerdings der Abstieg, derzeit liegt der Club am Tabellenende. 

Ungarn - Ein Schweizer Meisterrennen

In der ungarischen Liga befinden sich gleich zwei Schweizer mitten im Meisterrennen. Neo-Nationalspieler Stefan Gartenmann strebt mit Ferencváros die Titelverteidigung an und führt sechs Runden vor dem Saisonende die Liga an, allerdings nur mit einem Punkt Vorsprung auf den ersten Verfolger, den Puskás AFC. Gleich wie Gartenmann beim Leader, ist der ehemalige CSSL-Verteidiger Quentin Maceiras eine Stammkraft beim Tabellenzweiten. Gartenmann hat gar noch die Chance aufs Double, am 23. April wird das Cup-Halbfinale ausgetragen. 

Dänemark - Mbabu liegt im Titelrennen knapp zurück

In der dänischen Liga spielt seit dem letzten Sommer Kevin Mbabu. Der rechte Verteidiger hat sich beim FC Midtjylland einen Stammplatz erkämpft. In der Meisterrunde liegt der 29-jährige Verteidiger mit seinem Team nach drei von zehn Runden allerdings einen Punkt hinter dem FC Kopenhagen zurück. Zumindest fürs internationale Geschäft soll es dem bis 2026 gebundenen Abwehrspieler sicherlich reichen. 

Bulgarien - Nach einer Verletzung zurück beim Spitzenreiter

Ein Polster von 14 Punkten hat sich Ludogorets Razgrad bereits erspielt, der nächste Meistertitel ist bereits zum Greifen nahe. Nach einer Muskelverletzung konnte Stürmer Kwadwo Duah nach der Winterpause nicht mittun. Erst vor einer guten Woche gab der sechsfache Schweizer Internationale sein Comeback. In 34 Saisonspielen erzielte Duah bislang neun Tore. Für Duah wird es demnächst der zweite Titelgewinn mit dem bulgarischen Ligakrösus. Im Pokalwettbewerb steht Ludogorets zudem im Halbfinale. 

Es gäbe natürlich noch diverse weitere Legionäre, über die wir berichten könnten. So spielen Marco Burch und Roberto Alves beispielsweise gemeinsam in Polen bei Radomiak Radom. In der spanischen zweithöchsten Spielklasse kickt Gabriel Barès im Mittelfeld des Burgos CF und in Italien kämpft der hierzulande kaum einmal erwähnte Natan Girma mit Reggiana in der Serie B um den Klassenerhalt. Im kroatischen Mittelfeld der Tabelle der SuperSport HNL finden sich Petar Pusic und Kemal Ademi als Teamkollegen beim NK Osijek. 

1. FC Kaiserslautern 1. FC Saarbrücken 2. Bundesliga Aaron Keller ADMIRAL Bundesliga Andi Zeqiri Anthony Racioppi Ardon Jashari Burnley FC Sky Bet Championship Club Brügge FC Lorient FC Midtjylland Filip Stojilkovic Franck Surdez Fussball Fussball International Gregory Wüthrich Hamburger SV Isaac Schmidt Jan Elvedi Jasper van der Werff Joel Bichsel Joël Schmied Jordan Lotomba KAA Gent Kevin Mbabu Kwadwo Duah Leeds United Léo Seydoux Ludogorets Razgrad Marc Giger Michael Frey Miro Muheim Mohamed Zeki Amdouni PSV Eindhoven Queens Park Rangers Quentin Maceiras Raphael Dort Royale Union Saint-Gilloise Silvan Hefti SL Benfica SSV Ulm 1846 Stefan Gartenmann Sturm Graz Yvon Mvogo

2025-04-15 12:00:30